| Germanwings | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | 4U | |
| ICAO-Code: | GWI | |
| Rufzeichen: | GERMANWINGS | |
| Gründung: | 2002 | |
| Sitz: | Köln, |
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| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Flughafen Köln/Bonn | |
| Unternehmensform: | GmbH | |
| Leitung: | Thomas Winkelmann (Sprecher), Axel Schmidt[1], Oliver Wagner [2] | |
| Mitarbeiterzahl: | 1.344 (Januar 2012)[1] | |
| Umsatz: | 522 Mio. Euro (2009) | |
| Fluggastaufkommen: | 7,73 Mio. (2010)[3] | |
| Vielfliegerprogramm: | Boomerang Club / Miles & More | |
| Flottenstärke: | 32 (+ 7 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und kontinental | |
Germanwings ist eine deutsche Billigfluggesellschaft mit Sitz in Köln und ein Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG.
Germanwings wurde 1997 unter dem Namen Eurowings Flug GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der Eurowings Luftverkehrs AG gegründet und 2002 in Germanwings GmbH umbenannt. An Eurowings wiederum war die Lufthansa mit 49 % beteiligt. Durch eine Stimmbindungsvereinbarung mit einem Treuhänder des Eurowings-Hauptaktionärs Albrecht Knauf kontrolliert die Lufthansa allerdings weitere 1,0001 % der Eurowings-Anteile und damit die Eurowings AG und bis zum Ende 2008 auch deren Tochter Germanwings.
Der Aufsichtsrat der Eurowings AG hat in seiner Sitzung am 8. Dezember 2008 dem Verkauf sämtlicher Anteile der Eurowings an der Germanwings mit Wirkung zum 1. Januar 2009 an die Deutsche Lufthansa AG zugestimmt. Diese führt die Billigfluggesellschaft seitdem unter dem Dach der Lufthansa Commercial Holding.[4]
Eine zwischenzeitlich geplante Fusion der Germanwings mit Condor und TUIfly scheiterte 2008 an unterschiedlichen Auffassungen über die Ausgestaltung des Zusammenschlusses.[5]
Germanwings verfolgt als Billigfluggesellschaft ein "No-frills"-Konzept, bei dem auf kostenfreie optionale Dienstleistungen zu Gunsten eines günstigeren Flugpreises weitgehend verzichtet wird.
An Bord werden Getränke und kleine Snacks verkauft. Freigetränke, Zeitungen oder kostenfreie Snacks werden nicht angeboten. In beschränkter Anzahl und wechselnder Zusammenstellung werden kostenlos Magazine aus dem Hause Burda wie z. B. Bunte, Elle, Focus oder Focus Money angeboten.
Seit Mitte 2010 gibt es allerdings drei Tarifmodelle, den "Basic-", "Best-" und "Flex-Tarif". Im "Best-Tarif" und im "Flex-tarif" sind schon eine vorherige Sitzplatzreservierung, die Aufgabe eines Koffers sowie ein Getränk und ein Snack an Bord enthalten.
Beim Germanwings-Check-In kann man sich zwischen Fenster- oder Gangplatz entscheiden. Eine Sitzplatzreservierung im Voraus ist möglich und kostenpflichtig. Inhaber der Germanwings-Kreditkarte und Passagiere mit dem Flex-Tarif oder dem Best-Tarif erhalten diese vorab kostenfrei. Auch bei der Nutzung des WebCheck-In kann man sich einen beliebigen Platz kostenlos aussuchen.
Aufgegebenes Gepäck kostet pro Stück und Strecke 20 € (bei Inlandsflügen zzgl. MwSt., entspricht 23,80 €), bei Voranmeldung 10 € (bei Inlandsflügen zzgl. MwSt., entspricht 11,90 €).[6] Aufgegebenes Gepäck darf 20 kg wiegen. Für schwereres Gepäck und Sondergepäck werden jeweils Zuschläge fällig. Das Handgepäck darf bis zu 8 kg wiegen und maximal die Maße 55 x 40 x 20 cm[7] haben.
Bis Mai 2011 wurden die Kabinen aller Flugzeuge der Germanwings in zwei Bereiche mit größerem Sitzabstand vorn und geringerem Abstand in den hinteren Reihen eingeteilt.[8]
Unter dem Namen „Boomerang Club“ startete Germanwings das nach eigenen Angaben erste Vielfliegerprogramm einer Billigfluglinie (jedoch boten die Billigairlines V Bird und TUIfly bereits zuvor solche Programme an). Für einen Freiflug sind 16 einfache Flüge oder acht Hin- und Rückflüge notwendig. Punkte können auch durch Inanspruchnahme von Partnerangeboten gesammelt werden. Es wurde Kritik an den Praktiken dieses Programmes geäußert, da man 5 € Anmeldungsgebühr bezahlen muss, auch die Gebühren des Freifluges müssen von dem Reisenden selbst übernommen werden. Außerdem muss der Kunde für die Anmeldung über eine Kreditkarte verfügen.
Germanwings wurde zum 1. September 2010 Partner von Miles & More der Lufthansa. Analog zu den Meilen, die Teilnehmer auf Lufthansa-Flügen sammeln, gelten künftig auch bei Germanwings-Verbindungen die gleichen Meilenwerte für die einzelnen Buchungsklassen. Miles & More-Teilnehmer erhalten für einen innerdeutschen Flug bis zu 1.000 Prämieneilen, für einen Flug zu einer Germanwings-Destination innerhalb Europas bis zu 1.250 Meilen. Seit dem 1. Januar 2012 ist es möglich, auch bei Germanwings Statusmeilen für das Miles & More Programm zu sammeln.
Bereits seit Dezember 2009 können Miles & More-Teilnehmer im gesamten Streckennetz von Germanwings ihre Meilen gegen Flüge einlösen. Außerdem haben Vielflieger mit einem Miles & More HON Circle- oder Senatorstatus, die mit einem Germanwings-Ticket reisen, die Möglichkeit, die lufthansaeigenen Senator- und Businesslounges in Deutschland zu nutzen.
Die Flotte von Germanwings ist an fünf deutschen Flughäfen stationiert. Die drei wichtigsten Standorte sind Hannover, Köln/Bonn und Stuttgart. Außerdem sind Flugzeuge in Berlin-Schönefeld und Dortmund stationiert. Abseits von Nonstop-Verbindungen bietet Germanwings seit Mitte August 2007 auch Umsteigeverbindungen - sogenannte Smart-Connect-Flüge - mit jeweils einem Zwischenstopp über seine Drehkreuze Berlin, Köln und Stuttgart an. Insgesamt werden rund 75 Ziele in Deutschland und Europa angeflogen. Germanwings fliegt seit März 2012 auch nach Nordafrika, dabei werden Tunis, Nador und ab Juni 2012 auch Tanger und Casablanca in Marokko angeflogen. [Stand: April 2012].
Mit Stand Februar 2012 besteht die Flotte der Germanwings aus 32 Flugzeugen[9][10] mit einem Durchschnittsalter von 6,3 Jahren[11]:
| Typ | aktiv | bestellt | Anmerkungen | Sitzplätze[12] |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A319-112 | 12 | CFM-56-Triebwerke; 9 wurden von US Airways übernommen | 150 | |
| Airbus A319-132 | 20 | 7[13] | IAE-V2500-Triebwerke | 150 |
| Gesamt | 32 | 7 |
Früher betrieb Germanwings auch Airbus A320-200, die zwischenzeitlich jedoch die Flotte verlassen haben. Außerdem verließen die fünf Airbus A319-100 mit den Kennungen D-AKNF bis D-AKNJ, welche von Eurowings übernommen worden waren, die Flotte und gingen an Lufthansa Italia. Die Flotte der Germanwings umfasste in unterschiedlichen Zeiträumen auch weitere Flugzeugtypen, darunter eine McDonnell Douglas MD-80 im Sommer 2007 sowie zwei von TUIfly betriebene Boeing 737-800 im Sommer 2010.
Germanwings versieht einige ihrer Flugzeuge immer wieder mit teils sehr aufwendigen Sonderlackierungen. Der „Berlin Bearbus“ (D-AKNO) warb von 2005 bis 2010 für die Hauptstadt und den Flughafen Berlin-Schönefeld. Ein Flugzeug (D-AKNM) flog von Dezember 2005 bis März 2011 im Rahmen einer Werbekooperation zwischen Germanwings und der Tourismus-Marketing Baden-Württemberg mit der Lackierung „Mhhhh, Baden-Württemberg“. Ein weiteres (D-AKNR) warb bis Anfang März 2009 für die Deutsche Telekom als „Spirit of T-Mobile“ bezeichnet. Es wurde im Januar 2009 wieder in das Farbschema der Germanwings umlackiert. Das Flugzeug mit der Registrierung D-AKNF warb bis zur Übernahme durch die Lufthansa (Lufthansa Italia, s.o.) für die Park-Inn-Hotelgruppe, der „Hamburg Shopper“ (D-AKNI) für die Stadt Hamburg als Einkaufsstadt. Außerdem wurden verschiedene Flugzeuge aus der Spanair- oder AeBal-Flotte (Winterflugplan 2004/05) und der Lufthansa von Germanwings genutzt, die nur teilweise umlackiert waren. Kurzfristig gecharterte Ersatz- oder Entlastungsflugzeuge behalten ihre ursprüngliche Farbgebung.
| Kenndaten | Werte | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fluggastaufkommen | 7,73 Mio. (2010) | ||||||||||||||
| Auslastung pro Sitz | 81,8 % (Juli 2010) | ||||||||||||||
| Konzernumsätze |
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50.879597.11205
Koordinaten: 50° 52′ 47″ N, 7° 6′ 43″ O
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