| GlaxoSmithKline plc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Public limited company |
| ISIN | GB0009252882 |
| Gründung | 2000 |
| Sitz | London, Vereinigtes Königreich |
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| Mitarbeiter | 96,500 (2010)[1] |
| Umsatz | 28,4 Mrd. GBP (2010)[1] |
| Branche | Pharma |
| Produkte | Medikamente, Impfstoffe, Hygieneartikel |
| Website | www.gsk.com |
Die GlaxoSmithKline plc. (GSK) ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London und derzeit weltweit das sechstgrößte Pharmaunternehmen.[2][3] Das Unternehmen hat weitere Produktionsstätten in Europa sowie in Nordamerika und Asien. Außer Arzneimitteln und Impfstoffen werden auch Gesundheitsprodukte und Hygieneartikel hergestellt.
Die GlaxoSmithKline plc. ist mit etwa 100.000 Mitarbeitern der sechstgrößte Pharmakonzerne der Welt. Das Unternehmen gibt für 2010 28,4 Mrd. britische Pfund als Umsatz an. Die Gewinne vor Steuern (operating profit) waren 2010 4,5 Milliarden Britische Pfund (5,3 Mrd Euro).
Der Konzern investiert in eigene Forschung, um neue Medikamentenwirkstoffe zu entwickeln. Nach eigenen Angaben arbeitet jeder sechste Mitarbeiter im Bereich Forschung, und es werden täglich 13 Millionen Euro dafür investiert.[4] Die Forschungsanstrengungen richten sich auch auf Krankheiten, die vorwiegend in unterentwickelten Ländern verbreitet sind. GSK nimmt daher für sich in Anspruch, neben dem vorrangigen Unternehmenszweck der Gewinnerzielung auch humanitäre Ziele zu verfolgen. Der Unternehmenswahlspruch lautet "do more, feel better, live longer".
GlaxoSmithKline ist unter anderem an der NYSE und der LSE gelistet. Der CEO ist Andrew Witty und Aufsichtsrats Vorsitzender ist Sir Christopher Gent.
In Deutschland hat das Unternehmen Standorte in Bad Oldesloe, Berlin, Bühl, Dresden (GlaxoSmithKline Biologicals Dresden), Hamburg, Herrenberg und München.
GlaxoSmithKline gliedert sich nach den hergestellten Produkten in drei Bereiche:
Im Dezember 2000 ist die GlaxoSmithKline plc. aus der Fusion von Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham entstanden. Wie auch andere forschende Pharmaunternehmen arbeitet GSK hart daran, seine Patente auf chemischen Formeln und ihre Markenrechte zu schützen. So zog GSK 2002 vor Gericht, um ein Patent auf Amoxicillin und 2003 auf Paroxetin zu schützen; beide Verfahren wurden aber verloren.
Auf der Aktionärsversammlung am 19. Mai 2003 verweigerten die Aktionäre die Auszahlung von 22 Millionen Pfund als Bonus an Jean-Pierre Garnier. Das war das erste Mal, dass Aktionäre sich so gegen einen großen britischen Konzern wehrten. Es gilt als Wendepunkt beim Kampf der Aktionäre gegen die überhöhten Boni für Vorstände.
Im Juni 2004 stand GSK vor Gericht und musste sich gegen den Vorwurf verteidigen, klinische Studien zu verhindern. Diese Studien sollten zeigen, ob der gegen Depressionen eingesetzte Wirkstoff Paroxetin tatsächlich effektiver ist als Placebos, oder im Gegenteil das Selbstmordrisiko junger Menschen, die an Depressionen leiden, erhöht. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Ebenfalls sendete BBC am 30. November 2004 einen Bericht demzufolge GlaxoSmithKline plc. in New Yorker Kinderheimen an HIV-positiv getesteten Kindern unerprobte Medikamente anwendete.[5][6]
In dem Bemühen, die Transparenz von klinischen Studien zu erhöhen, hat GSK als erstes Pharmaunternehmen 2004 damit begonnen, die Ergebnisse von klinischen Studien mit detaillierten Daten im Internet zu veröffentlichen. Im sogenannten Clinical Trials Register[7] werden sukzessive Daten von allen Studien zu GSK-Produkten veröffentlicht, die der Konzern selbst durchgeführt oder finanziell unterstützt hat. Dies ist unabhängig davon, ob die Studienergebnisse ‚opportun‘ waren.
2009 gründete GlaxoSmithKline mit Pfizer ein Joint-Venture für HIV-Medizin. Somit bündelten die beiden Unternehmen Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Medikamenten gegen das Immunschwächevirus. Durch die Kooperation der Pharmakonzerne werden die hohen Kosten, die auf dem Gebiet der HIV- und AIDS-Forschung anfallen, geteilt.[8] Noch im Frühjahr des gleichen Jahres übernahm GlaxoSmithKline den US-Hautpflegehersteller Stiefel Laboratories für bis zu 3,6 Mrd. Dollar. GSK zahlte 2,9 Mrd. Dollar bar und übernahm zusätzlich Stiefels Schulden.[9]
Im Februar 2010 versuchte der GlaxoSmithKline-Forschungsleiter Slaoui die Veröffentlichung eines kritischen Artikels[10] über Rosiglitazon im European Heart Journal zu verhindern.[11] Im Juli wurde GSK in einem Brief des US-amerikanischen Senate Finance Committee beschuldigt, Informationen über Probleme mit diesem Medikament nicht zeitgerecht veröffentlicht zu haben.[12]
Auswahl von Medikamente (Wirkstoff in Klammern) mit Anwendungsgebiet:
Der Bereich von GSK, der sich mit der Impfstoffproduktion beschäftigt, nennt sich GSK Biologicals (GSK Bio) mit Hauptsitz in Rixensart, Belgien. In Dresden betreibt das Unternehmen das ehemalige Sächsische Serumwerk. Dort produzierte GSK Bio im Jahre 2007 70 Millionen Dosen Grippeimpfstoff und erreichte damit einen Weltmarktanteil von 14 Prozent.[13]
Insgesamt werden 30 zugelassene Impfstoffe hergestellt, und weitere 20 befinden sich in der Entwicklung[14].
Handelsnamen (Auswahl):
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