Montag, 28. Mai 2012

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Google Chrome OS

Google Chrome OS, auch „Google Chrome Operating System“, „Chrome OS“ oder „Chromium OS“ genannt, ist eine von Google entwickelte Linux-Distribution, welche auf einem Linux-Kern und dem hauseigenen Webbrowser Chrome basiert. Es ist Open-Source-Software[2] und zielt auf eine vollständige Benutzung von Webapplikationen ab. Hiervon zu unterscheiden sind Betriebssysteme ähnlichen Namens, die allerdings nicht von Google entwickelt wurden, sondern lediglich Produkte von Google bevorzugt integrieren, wie beispielsweise Chrome OS Linux[3] auf der Basis der Linux-Variante openSUSE und das seit 2008 nicht weiterentwickelte gOS auf der Basis der Linux-Variante Ubuntu.

Zielsetzung

Chrome OS soll schnell, einfach und sicher zu bedienen sein. Es ist vor allem für den Einsatz auf Netbooks geeignet, die mit Flashspeicher ausgestattet sind und ohne Festplatten betrieben werden können;[4][5] auf diesen Geräten soll Chrome OS innerhalb weniger Sekunden starten. Die grafische Oberfläche ist auf ein Minimum reduziert und stellt nicht viel mehr als den Browser Chrome bereit. Der Fokus liegt deutlich auf der Benutzung von Webanwendungen, wie sie auch durch Google bspw. mit Google Mail und Google Drive zur Verfügung gestellt werden. Eine ständige Verbindung mit dem Internet ist daher Voraussetzung. Eine Offline-Nutzung ist allerdings – eingeschränkt – über die Nutzung des HTML5-Standards möglich.

Nach dem Start von Chrome OS soll der Benutzer seine Daten standardmäßig im Internet speichern und bearbeiten. Dazu gehören auch Daten, welche bei der Benutzung der sogenannten Webapplikationen anfallen. Zu diesen Applikationen zählen neben dem Browser auch Email, soziale Netzwerke, Telefonie, Textverarbeitung, Landkarten und weitere.[6]

Google will mit Chrome OS insbesondere den Betriebssystem-Marktführer Microsoft herausfordern.[7] Chrome OS steht unter der BSD-Lizenz, einzelne Teile des Systems können aber unter abweichenden Open-Source-Lizenzen veröffentlicht worden sein. So steht der Linux-Kernel unter der GNU GPL. Chrome OS ist damit vollständig Open Source und wird seinen Nutzern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Geschichte

Am 7. Juli 2009 wurde Google Chrome OS offiziell angekündigt,[4] und einen Tag später präsentierte das Unternehmen die ersten OEM-Partner, welche Hard- und Software zusammen mit Chrome OS anbieten sollten (Acer, Adobe, Asus, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments und Toshiba).[8] Zudem hatte sich kurz darauf auch Intel dazu bekannt, sich an der Entwicklung zu beteiligen.[9] Weiter arbeitet auch das Unternehmen Canonical mit einigen Ubuntu-Entwicklern an Chrome OS mit.[10]

Am 19. November 2009 wurde der Quelltext der Beta-Version veröffentlicht.[11] Im Dezember 2010 ließ Google verlauten, dass die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem erst in der ersten Jahreshälfte 2011 im Handel erhältlich sein sollen.[12]

Referenz-Hardware Cr-48

Cr-48, der experimentelle Vorläufer des Chromebooks

Am 7. Dezember 2010 kündigte Google auf einer Pressekonferenz das Netbook Cr-48 an. Dieses ist als Referenzgerät gedacht und wird im Rahmen eines Pilotprogramms, welches jedoch nicht in Deutschland zur Verfügung steht, an Tester und Entwickler vergeben. Es soll nicht in den Handel gehen. Das Gerät verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 30,7 cm (12 Zoll), ein 3G-Modem, WLAN, eine Webcam, einen USB-Anschluss und ein Speicherkartenlesegerät. Es wiegt etwa 1,7 kg. Die Akkulaufzeit soll im Betrieb etwa acht Stunden und im Stand-By-Betrieb etwa acht Tage betragen.

Eine Besonderheit stellt die Tastatur dar: Zwar verfügt das Gerät – entgegen einigen anderen Netbook-Modellen – über eine Tastatur in voller Größe, allerdings fehlen die Feststell- sowie die Funktionstasten. Erstere wurde durch eine „Suchtaste“, letztere durch Tasten für übliche Operationen innerhalb eines Browsers ersetzt.[13]

Der Name des Geräts ist eine Anspielung auf das instabile Chrom-Isotop mit der Massenzahl 48.[14]

Chromebooks

Hauptartikel: Chromebook

Google hat im Juni 2011 die ersten zwei Notebooks mit Chrome OS ausgeliefert. Es handelt sich um Notebooks von Acer und Samsung.[15] Die Geräte werden bereits als US-Versionen (mit QWERTY-Tastatur) nach Europa importiert.

Verhältnis zu Android

Das System soll getrennt von dem ebenfalls von Google initiierten Betriebssystem Android entwickelt werden.[4] Laut Eric Schmidt zielt Chrome OS dabei eher auf Geräte mit einer Tastatur ab, wohingegen Android eher für Geräte mit Touchscreen gedacht ist.[16]

Weblinks

 Commons: Chrome OS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. chromeos.hexxeh.net/vanilla.php.
  2. Google gibt Quellcode von Google Chrome OS frei – Artikel bei GoogleWatchBlog, vom 19. November 2009.
  3. Chrome OS Linux RC v. 1.3.767 – Hinweis und Download 19. Mai 2011.
  4. abc Official Google Blog: Introducing the Google Chrome OS. Offizielle Ankündigung im Google Blog. Abgerufen am 17. Dezember 2010. (englisch).
  5. ChromeOS - Google kündigt eigenes Netbook-Betriebssystem an. golem.de. Abgerufen am 17. Dezember 2010.
  6. Google macht Chrome zum Betriebssystem Faz.net am 9. Dez. 2010.
  7. Google will mit eigenem Betriebssystem Microsoft herausfordern – Artikel bei IT-Times.de, vom 8. Juli 2009.
  8. Google Chrome OS - FAQ (englisch) – Artikel bei Google Chrome Blog, vom 8. Juli 2009.
  9. Intel collaborated with Google on Chrome OS (englisch) – Artikel bei TG Daily, vom 9. Juli 2009.
  10. Google Chrome OS and Canonical. blog.canonical.com. Abgerufen am 17. Dezember 2010. (englisch).
  11. Google veröffentlicht den Quelltext von Chrome OS – Artikel bei heise online, vom 19. November 2009.
  12. An update on Chrome, the Web Store and Chrome OS – Ankündigung auf dem offiziellen Google-Blog, vom 7. Dezember 2010.
  13. Google kündigt Netbook CR-48 an. golem.de. Abgerufen am 17. Dezember 2010.
  14. Google Cr-48: Inside the Chrome OS 'unstable isotope'. theregister.co.uk. Abgerufen am 17. Dezember 2010. (englisch).
  15. Chromebook: Googles Frontalangriff auf Microsoft'. golem.de. Abgerufen am 12. Mai 2011.
  16. Google: Android für Touch, Chrome OS für Tastatur. winfuture.de. Abgerufen am 17. Dezember 2010.
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Diese Seite wurde zuletzt am 27. Mai 2012 um 10:59 Uhr geändert.

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