Montag, 28. Mai 2012

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Groß Pankow (Prignitz)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz)
Groß Pankow (Prignitz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) hervorgehoben
53.11666666666712.0560
Koordinaten:
53° 7′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Höhe: 60 m ü. NN
Fläche: 248,79 km²
Einwohner:

4.132 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16928
Vorwahl: 033983
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 125
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Steindamm 21 16928 Groß Pankow
Webpräsenz: www.grosspankow.de
Bürgermeister: Thomas Brandt
Lage der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) im Landkreis Prignitz
Karte
Über dieses Bild

Groß Pankow (Prignitz) ist eine Gemeinde im nordwestlichen Teil von Brandenburg und liegt im Landkreis Prignitz.

Geografie

Gemeindegliederung

Kirche in Langnow
Kirche in Boddin
Kirche in Kreuzburg, 1900
Fachwerkbau in Kreuzburg, 1900

Die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) hat 18 Ortsteile mit insgesamt 39 Dörfern[2]. In Klammern werden die Einwohnerzahlen angegeben (Stand 1. März 2010[3]).

  • Baek (287)
    • Baek (222)
    • Strigleben (65)
  • Boddin-Langnow (240)
    • Boddin (153)
    • Heidelberg (30)
    • Langnow (57)
  • Groß Pankow (587)
    • Groß Pankow (551)
    • Luggendorf (36)
  • Groß Woltersdorf (159)
    • Brünkendorf (14)
    • Groß Woltersdorf (86)
    • Klein Woltersdorf (59)
  • Gulow-Steinberg (146)
    • Gulow (94)
    • Steinberg (52)
  • Helle (303)
    • Groß Langerwisch (224)
    • Helle (45)
    • Neudorf (34)
  • Kehrberg (260)
  • Klein Gottschow (173)
    • Guhlsdorf (50)
    • Klein Gottschow (89)
    • Simonshagen (34)
  • Kuhbier (213)
  • Kuhsdorf (192)
    • Bullendorf (58)
    • Kuhsdorf (134)
  • Lindenberg (271)
  • Retzin (275)
    • Klein Linde (46)
    • Kreuzburg (30)
    • Retzin (129)
    • Rohlsdorf (70)
  • Seddin (113)
  • Tacken (97)
  • Tangendorf-Hohenvier (120)
    • Hohenvier (35)
    • Tangendorf (85) – Das Dorf wurde 1492 erstmals als Tankendorf urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von dem Personennamen Tank ab. 1954 wurde die Kirche des Ortes errichtet. Es ist damit die einzige Kirche im Landkreis Prignitz welche nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Zusammen mit Hohenvier findet jährlich das Ernte- und das Backofenfest statt.[4]
  • Tüchen (231)
    • Klenzenhof (42)
    • Reckenthin (99)
    • Tüchen (90)
  • Vettin (107)
  • Wolfshagen (383)
    • Dannhof (43)
    • Hellburg (46)
    • Horst (43)
    • Wolfshagen (251)

Geschichte

Das Rittergut in Groß-Pankow gehörte der Familie zu Putlitz. Waldemar zu Putlitz kam am 2. Mai 1945 beim Einmarsch der Roten Armee ums Leben. Das Gut wurde im Herbst 1945 entschädigungslos enteignet. Ein Sohn von Waldemar zu Putlitz, Gisbert zu Putlitz, wurde in Westdeutschland ein bekannter Professor der Experimentalphysik. Bernhard von Barsewisch aus der Familie konnte nach der Wende das Gut mit Gutspark wieder erwerben, setzte es instand und betrieb dort seit 1993 eine Augen-Tagesklinik.

Eingemeindungen

Die Gemeinde entstand zum 31. Dezember 2001 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Baek, Groß Pankow, Groß Woltersdorf, Helle, Kehrberg, Klein Gottschow, Kuhbier, Kuhsdorf, Lindenberg, Retzin, Tüchen, Vettin und Wolfshagen des Amtes Groß Pankow/Prignitz sowie der Gemeinde Boddin-Langnow des Amtes Pritzwalk-Land[5]. Das Amt Groß Pankow/Prignitz wurde zum gleichen Zeitpunkt aufgelöst.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Baek 31. Dezember 2002
Boddin 1. April 1974 Zusammenschluss mit Langnow zu Boddin-Langnow
Boddin-Langnow 31. Dezember 2002
Groß Langerwisch 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Helle
Groß Woltersdorf 31. Dezember 2002
Guhlsdorf 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Klein Gottschow
Gulow 1. Februar 1974 Eingemeindung nach Baek
Helle 31. Dezember 2002
Hohenvier 1. Mai 1973 Eingemeindung nach Baek
Kehrberg 31. Dezember 2002
Klein Gottschow 31. Dezember 2002
Kreuzburg 1. Januar 1963 Eingemeindung nach Retzin
Kuhbier 31. Dezember 2002
Kuhsdorf 31. Dezember 2002
Langnow 1. April 1974 Zusammenschluss mit Boddin zu Boddin-Langnow
Lindenberg 31. Dezember 2002
Reckenthin 8. November 1962 Eingemeindung nach Tüchen
Retzin 31. Dezember 2002
Rohlsdorf 1. Januar 1963 Eingemeindung nach Retzin
Seddin 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Wolfshagen
Steinberg 7. Mai 1971 Eingemeindung nach Baek
Tacken 1. Februar 1974 Eingemeindung nach Wolfshagen
Tangendorf 1. Mai 1973 Eingemeindung nach Baek
Tüchen 31. Dezember 2002
Vettin 31. Dezember 2002
Wolfshagen 31. Dezember 2002

Politik

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde besteht aus 24 Ratsfrauen und Ratsherren, und dem hauptamtlichen Bürgermeister. (Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

Bürgermeister

Zum hauptamtlichen Bürgermeister wurde der Amtsdirektor für die restliche Dauer seiner Amtszeit durch die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 8. Januar 2003 gewählt. Thomas Brandt wurde am 27. April 2008 mit 76,8 % der gültigen Stimmen wiedergewählt. Die Amtszeit endet im August 2016.

Wappen

Das Wappen wurde am 12. Mai 2004 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot auf einer silbernen Leiste eine auffliegende gold-bewehrte silberne Gans mit goldenem Halsring, darunter im von gestürzten silbernen Lindenblättern bestreuten Feld eine goldene Urne mit Deckel.“[2]

Flagge

Die Flagge der Gemeinde ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[2]

Dienstsiegel

Die Gemeinde führt ein Dienstsiegel. Es zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift im oberen Teil „Gemeinde Groß Pankow (Prignitz)“ und im unteren Teil „Landkreis Prignitz“.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Groß Pankow (Prignitz) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler. Insbesondere sind das:

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde ist über die B 189, die in Pritzwalk beginnt, mit Perleberg, Wittenberge und Magdeburg verbunden.

Des Weiteren verfügt die Gemeinde über mehrere Bahnhöfe und Haltepunkte. Der Bahnhof Groß Pankow (Prignitz) an der Strecke Wittenberge–Wittstock wird von der Regional-Express-Linie RE6 – auch Prignitz-Express genannt – der DB Regio Nordost bedient und stellt so eine Direktverbindung nach Wittenberge in der einen und Berlin in der anderen Richtung her. Die Ortsteile Kuhbier und Groß Langerwisch verfügen darüber hinaus jeweils über einen Haltepunkt an der Strecke Pritzwalk–Putlitz. Diese werden von der Linie PE70 der Prignitzer Eisenbahn GmbH nur im Schülerverkehr von Montag bis Freitag bedient.

Im südlichen Gemeindegebiet führt seit 2002 die als Museumsbahn betriebene Schmalspurbahn Pollo zwischen Mesendorf und dem Ortsteil Lindenberg mit Halt in den Ortsteilen Brünkendorf und Vettin.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. abcd Hauptsatzung der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) vom 2. April 2009 PDF
  3. http://www.grosspankow.de/texte/seite.php?id=5998
  4. Märkische Oderzeitung, 8. Sept. 2006, S. 9
  5. Bildung einer neuen amtsfreien Gemeinde Groß Pankow (Prignitz). Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 29. Mai 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 25, 19. Juni 2002, S.607 PDF.

Weblinks

 Commons: Groß Pankow (Prignitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 22. Februar 2012 um 18:36 Uhr geändert.

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