| Gymnasium, Lyzeum | |
|---|---|
| Schultyp (allgemein) | Allgemeinbildende weiterführende Schule |
| ISCED Level | 2+3A |
| Voraussetzung | Primarschulabschluss, u.U. Eignungsfestellungen |
| Dauer | 8–9 JahreStufen: ab 5 Regelalter ab 10 |
| Schulabschluss | Reifeprüfung |
Ein Gymnasium, teils auch Lyzeum, ist eine weiterführende Schule des sekundären Bildungsbereichs, die zur Hochschulreife führt. Der Beginn und die Länge der Ausbildung in einem Gymnasium hängt vom jeweiligen Schulsystem ab. Den Schüler eines Gymnasiums nennt man Gymnasiast (weibliche Form: Gymnasiastin; Plural: Gymnasiasten).
Gymnasium ist die latinisierte Form des griechischen γυμνάσιον Gymnásion. Im alten Griechenland war ein Gymnásion ein Ort der körperlichen und geistigen Ertüchtigung für die männliche Jugend, wobei aber das Körperliche im Vordergrund stand. In den Gymnasien wurde nackt trainiert, was noch in der Herkunft des Wortes (griech. γυμνός gymnós ‚nackt‘) wie auch bei Gymnastik (von griech. γυμνάζομαι gymnázomai ‚mit komplett nacktem Körper turnen‘) aufscheint.
Lyzeum (Plural: Lyzeen) leitet sich vom Lykeion der Antike, einem dem Apollon Lykeios geweihten Hain bei Athen her, in dem das berühmte Gymnasion des Aristoteles stattfand. Daher greift man später auf den Namen zurück, wenn man Schulen meint, die der „schöngeistigen“ Erziehung (d. h. der höheren Bildung) dienen. Der Name findet sich insbesondere in Österreich und Süddeutschland für Latein- und Gelehrtenschulen.
Ende des 19. Jahrhunderts nennt man dann im Deutschen schon ausdrücklich die Höhere Töchterschule (eine Mädchenschule, die die bisher nicht vorhandene höhere Bildung für weibliche Schülerinnen ergänzt) „Lyzeum“, um sie vom „Gymnasium“ der Knaben zu scheiden, das ja auch auf sportliche Ertüchtigung im Sinne des Mens sana in corpore sano zielt: Mädchensport war bis in die 1910er Jahre (allein schon wegen der Kleiderordnung, vom unzüchtigen Bezug auf Nacktheit ganz abgesehen) undenkbar. Der Begriff findet sich daher bei vielen Mädchengymnasien als Schulname.
Ebenso wurden – in ähnlichem Kontext – auch römisch-katholische Schulen, aber auch Anstalten für das katholisch-theologische und das philosophische Studium so genannt (siehe Lyzeum).
Im romanischen und slawischen Sprachraum kennt man diese Unterscheidung zwischen Lyzeum und Gymnasium nicht. Franz. Lycée, ital. Liceo, span. Liceo, port. Liceu, rum. Liceu, poln. Liceum, russ. Лицей Licej, serb. Лицеј Licej, türk. Lise, finn. lyseo/lukio steht allgemein entweder für den deutschen Begriff Gymnasium im heutigen Sinne oder aber für Unterstufengymnasium/Sekundarstufe I (auch im Griechischen Λύκειο Lyekeio bzw. Γυμνάσιο Gymnasio, wobei hier zwei verschiedene Schulstufen bezeichnet werden).
Im angelsächsischen Raum und den angelsächsisch beeinflussten Bildungssystemen weltweit ist der Ausdruck Gymnasium für eine Bildungseinrichtung ungebräuchlich. Er findet sich hier nur vereinzelt als Schulname, wenn auf eine klassisch-humanistische Ausrichtung gedeutet werden soll. Generell bedeutet das Wort Gymnasium im angelsächsischen Sprachgebrauch hingegen Turnhalle - oder verkürzt zu Gym, Fitnessstudio.
Die Anfänge des gelehrten Unterrichts in der Neuzeit waren im Mittelalter Klosterschulen und Stadtschulen. Dabei handelte es sich meist um kirchliche Einrichtungen, die vor allem der Ausbildung angehender Priester dienten. In protestantischen Gebieten wurden mit der Reformation im 16. Jahrhundert häufig auch diese Schulen zu Lateinschulen umgestaltet, deren Schulaufsicht zu den Landesfürsten oder den Räten der Stadt wechselte. Hauptziel der Schulausbildung blieb weiterhin der Erwerb lateinischer, zunehmend auch griechischer Sprachkenntnisse zur Bibellektüre. Die Bezeichnung als Gymnasium war sowohl für protestantische (Melanchthon) als auch katholische (Jesuitenschule) gelehrte Schulen, die zum Studium qualifizierten, in der frühen Neuzeit üblich. Viele Gymnasien waren auch direkt mit einer Hohen Schule verbunden, an der ein Studium möglich war. Sie wurden Gymnasium academicum oder Gymnasium illustre genannt. Erst mit dem Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert wurden zunehmend auch Deutsch, moderne Fremdsprachen (überwiegend Französisch) und Naturwissenschaften Unterrichtsfächer. Im Habsburgerreich wurde durch diverse Schulreformen 1735, 1752 und schließlich 1764 der Lehrplan der Gymnasien reformiert und der staatliche Einfluss ausgeweitet. So sollte das humanistische Gymnasium zum Beispiel nur sechs Klassen aufweisen, wobei Griechisch an die Universität verlegt wurde. Schließlich wurde 1770 von der k.k. Studienhofkommission eine Zusammenstellung der an Gymnasien gebrauchten Lehrbücher gedruckt.
Eine vorläufige Stärkung erhielt der klassische Unterricht in Preußen nach 1800 durch den Neuhumanismus und Wilhelm von Humboldt. Im Königreich Preußen wurde mit einem Erlass vom 12. November 1812 Gymnasium eine amtliche einheitliche Bezeichnung für unmittelbar zur Universität entlassende Schulen. Er geht auf eine Initiative Wilhelm von Humboldts zurück, die ein einheitliches höheres Niveau sichern sollte. In den deutschsprachigen Landen gab es insgesamt ab diesem Zeitpunkt immer wieder umfassende Änderungen. Vergleichbare gymnasiale Klassen für Mädchen wurden überhaupt erst Ende des 19. Jahrhunderts zugelassen. Das erste Mädchengymnasium auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands wurde vom Verein Frauenbildungsreform unter Leitung von Hedwig Kettler 1893 in Karlsruhe gegründet.[1] Die Mädchengymnasien ermöglichten jedoch keinen universitären Zugang für Frauen.
Eine Wende erfolgte im Deutschen Kaiserreich Ende des 19. Jahrhunderts durch Forderungen nach Bildung in Naturwissenschaften und modernen Fremdsprachen infolge des Welthandels und des Beginns der Moderne. In Preußen oder Deutschland führten seit 1900 das humanistische Gymnasium, das Realgymnasium und die Oberrealschule zum gleichberechtigten Abitur. In der Weimarer Republik ergänzte die Richertsche Gymnasialreform dies durch die Deutsche Oberschule.
Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Wehrmacht durch Offiziersanwärter erheblich aufgerüstet, indem per Erlass vom 30. November 1936 die höhere Schulzeit verkürzt wurde.[2] An Jungengymnasien mussten die 12. Klassen bereits März 1937 die Reifeprüfung ablegen, die 13. Klassen verließen dafür ohne schriftliche Prüfung die höhere Schule. An Mädchenschulen wurde erst ab Ostern 1940 die schriftliche Abiturprüfung nach der 12. Klasse eingeführt.[3]
Mit der Teilung Deutschlands 1948/1949 spaltete sich die weitere Entwicklung: In der Bundesrepublik Deutschland wurde das neunjährige Gymnasium der Weimarer Republik wiederhergestellt, in der DDR wurde die Schulform als vierjährige Oberschule weitergeführt und nach der Schulreform 1959 durch die Erweiterte Oberschule (EOS) ersetzt.
Siehe auch: Liste der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum
Nach den Fachprofilen unterscheidet man traditionell das
Häufig sind das mathematisch-naturwissenschaftliche und neusprachliche Profil kombiniert. In manchen Ländern (zum Beispiel Nordrhein-Westfalen) ist diese Unterteilung offiziell aufgehoben und lebt höchstens insoweit fort, als einige Traditionsschulen im Rahmen der allgemein verbindlichen Regelungen ein eigenes Profil pflegen, zum Beispiel nur Latein als erste Fremdsprache anbieten. In anderen Ländern werden die Fachprofile durch unterschiedliche Stundentafeln mit Leben gefüllt.
Spezielle Profile haben:
Der gymnasiale Bildungsgang gliedert sich:
Das hängt davon ab, welche Bildungsabschlüsse es im Schulsystem vor der Reifeprüfung gibt.
Traditionelle Bezeichnungen: An einigen deutschen Gymnasien wurden traditionell die Jahrgangsstufen fünf bis dreizehn (oder zwölf) mit absteigenden lateinischen Zahlwörtern bezeichnet, wobei von der Abschlussklasse aus (prima = erste) nach unten (sexta = sechste) gezählt wurde. Ursprünglich gab es nur sechs Klassen, die später weiter unterteilt wurden.
Gymnasiallehrer werden in Österreich (bis 1918 auch im Deutschen Reich) meist mit „Professor“ angeredet, obwohl diese Bezeichnung streng genommen pragmatisierten (verbeamteten) Lehrern vorbehalten ist. Diese Anrede war lange noch auch in Bayern üblich („Klassprofessor“), ist aber nach 1968 allmählich untergegangen.
In der Bundesrepublik Deutschland besteht das Gymnasium als ein Bildungsgang im gegliederten Schulsystem Deutschlands, der „Schülerinnen und Schülern eine vertiefte allgemeine Bildung“[4] vermittelt, wenn die Sonder- beziehungsweise Förderschulen außer Betracht gelassen werden. Andere Schulformen (zum Beispiel Berufskollegs) benutzen die Bezeichnung Gymnasiale Oberstufe. Mit der Bezeichnung Höhere Schule war früher ausschließlich das Gymnasium gemeint; heute schließt die umgangssprachliche Bezeichnung auch andere Schulformen ein. Ein Gymnasium für Mädchen hieß früher Lyzeum.
In Deutschland beginnt das Gymnasium in den meisten Ländern mit der Klasse fünf (Sexta), in Berlin und Brandenburg nach Beendigung der sechsjährigen Grundschule. In Mecklenburg-Vorpommern besuchen die Schüler seit 2006 gemeinsam in der fünften und sechsten Klasse die Regionale Schule. In Niedersachsen existierte seit Mitte der 1970er Jahre bis zum 1. August 2004 eine Orientierungsstufe in Klasse fünf und sechs für alle Schüler. Die Gymnasien begannen in dieser Zeit erst mit Klasse sieben.
Die reguläre Ausbildungsdauer an einem Gymnasium bis zum Abitur (Allgemeine Hochschulreife) betrug in der Regel neun Schuljahre (Abschluss nach Jahrgangsstufe dreizehn). In Sachsen und Thüringen blieb es auch nach dem Beitritt zur Bundesrepublik bei acht Schuljahren, also Abschluss nach Jahrgangsstufe zwölf. Seit 2004 stellen alle Länder auf die achtjährige Gymnasialzeit (Abitur in der zwölften Klasse, verkürzter Bildungsgang (G8)) um. In Rheinland-Pfalz gibt es seit dem Abiturjahrgang 2002 nach einer verkürzten Schulzeit das Abitur nach zwölfeinhalb Jahren Gesamtschulzeit.
Die Lehrpläne oder Rahmenpläne für die Gymnasien der Kultusministerien legen in einigen Ländern grundsätzliche Ausbildungsinhalte und ihre Platzierung im Curriculum nach definierten Zweigrichtungen fest. In anderen Ländern sind die traditionellen Zweige durch Wahlmöglichkeiten der Schüler abgeschafft.
Je nach Schulfinanzierung oder Personalaufwandsträger wird zwischen staatlichen, kommunalen und privaten (auch kirchlichen) Gymnasien unterschieden. Von den privaten beziehungsweise kirchlichen Gymnasien führen staatlich anerkannte als auch staatlich genehmigte zur Abiturprüfung. Aufgrund der Schulfinanzierungsgesetze werden aber alle privaten Gymnasien zu etwa 65 bis 85 Prozent aus öffentlichen Geldern finanziert.
In der DDR wurde 1959 die polytechnische Oberschule (POS) eingeführt, die 10 Klassenstufen umfasste. Auf sie folgte anfangs ab der neunten Klasse, ab 1983 mit der elften Klasse die vier- beziehungsweise zweijährige Erweiterte Oberschule. Die Alliierten haben nach dem Zweiten Weltkrieg in der Direktive Nr. 53 von 1947 den Aufbau eines gesamtschulartigen Schulsystems gefordert, in dem für das traditionelle Gymnasium kein Platz mehr gewesen wäre. In der DDR wurde daher damals schon die Erweiterte Oberschule zur Erlangung der Hochschulreife eingeführt. In den fünf neuen Bundesländern und in Ost-Berlin wurde nach deren Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland 1990 das Gymnasium wieder eingeführt.
Im Schuljahr 2005/2006 bestanden in Deutschland 3096 Gymnasien (24 weniger als im Vorjahr) mit 2,43 Millionen Schülern (etwa 27.000 mehr als im Vorjahr). Die Schüler wurden in 62.430 Klassen von 163.500 Lehrkräften (davon etwa 73,6 Prozent Frauen) unterrichtet.
Im Jahr 2007 besuchten 1.701.109 Gymnasiasten die Sekundarstufe I und 763.891 Gymnasiasten die Sekundarstufe II. Die Schüler der Sekundarstufe I wurden von 97.220 Lehrern unterrichtet, die Schüler der Sekundarstufe II von 56.555 Lehrern.[5] Im Schuljahr 2008/2009 besuchten 2.468.949 das Gymnasium.[6] Es gibt 3.070 Gymnasien im Schuljahr 2008/2009 in Deutschland.[7]
Siehe auch:
In der Schweiz wird das Gymnasium in einigen Kantonen als Kantonsschule bezeichnet, in anderen als Gymnasium, auch Mittelschule, Seminarium finden sich, französischsprachige Kantone nennen das Gymnasium Gymnase, Collège (Kollegium) oder selten noch Lycée, italienische Liceo (Lyzeum) in Anlehnung an die französisch-italienische Schulform. Es ist eine reine Form der Sekundarstufe II und dauert 3–4 Jahre. Daneben gibt es als Vorstufe das Unter-/Progymnasium (3 Jahre), dann sind die Schulen als Langzeitgymnasium (LZG) 6–7-jährig. Es gibt zahlreiche Schwerpunkttypen (Buchstabencode der Profile).
In der Schweiz gab es im Jahr 2003 170 Gymnasien mit 63.400 Schülern. Seit 1993/1994 ist der Frauenanteil größer als der Männeranteil und belief sich im Jahr 2003/2004 auf 56 Prozent. 2004 wurden rund 16.000 gymnasiale Maturitätszeugnisse ausgestellt[14] und im Jahr 2010 etwa 18.900.[15]
Das Klassische Lyzeum (Lycée classique) beginnt in Luxemburg in der 7. Klasse und schließt nach dem 13. Schuljahr mit dem diplôme de fin d’études secondaires, das den Zugang zum Universitätsstudium ermöglicht, ab. Unterrichtssprache ist dabei in der 7. Klasse Deutsch (mit Ausnahme im Mathematikunterricht), von Klasse 8 an Französisch. Das klassische Lyzeum wählt etwa ein Drittel der luxemburgischen Schüler.
In Italien gibt es sechs Arten von Gymnasien (Liceo):
Die ersten vier Gymnasien haben gemeinsam, dass sie eine gute Basis an Allgemeinwissen vermitteln, Latein und Philosophie lehren und auf ein weiterführendes Studium ausgerichtet sind. Das Kunstgymnasium lehrt kein Latein und der allgemeinbildende Anteil ist gegenüber dem künstlerischen zweitrangig.
Siehe auch: Italienisches Schulsystem
Liechtenstein unterhält das Liechtensteinische Gymnasium.
Siehe auch: Bildungssystem in Liechtenstein
In Frankreich heißt die Entsprechung der gymnasialen Oberstufe deutschsprachiger Länder Lycée und bereitet auf das Baccalauréat vor, welches für unterschiedlichste wissenschaftliche Fächer sowie berufliche Tätigkeiten herausgegeben wird. In Frankreich verfügen deshalb rund 40 Prozent der arbeitstätigen Bevölkerung über einen solchen Abschluss. Das Besondere am französischen System ist, dass das Baccalauréat trotz gymnasialer Ausbildung ein Universitätsschulabschluss ist: Die Abschlussprüfungen werden von der Universität geleitet, und die Prüfungsleistung hat erhebliche Konsequenzen für das spätere Studium.
Siehe auch: Französisches Schulsystem
Siehe: Bildungssystem in den Niederlanden
Seit der polnischen Bildungsreform 1999 folgt auf die Grundschule (szkoła podstawowa) (sechs Jahre) zunächst eine Mittelschule mit der Bezeichnung gimnazjum (drei Jahre), deren Besuch für alle Schüler verpflichtend ist. Danach kann an einem liceum (Oberschule – verschiedene Varianten) in weiteren drei Jahren die Hochschulreife erworben werden. Vor 1999 gab es das gimnazjum nicht, statt dessen schlossen das liceum (vier Jahre) und andere weiterführende Schulformen direkt an die Grundschule (acht Jahre) an.
Gymnázium, eine allgemein bildende Oberschule, die mit der allgemeinen Hochschulreife (maturita) abgeschlossen wird. Der Besuch des Gymnasiums dauert 4 Jahre (nach 9 Jahren Grundschule), seltener 8 oder 6 Jahre (nach 5 bzw. 7 Jahren Grundchule).
In Griechenland[16][17] und Zypern ist das Gymnasio Γυμνάσιο die gemeinsame Sekundarstufe I/Unterstufe für alle Schüler, und reicht vom Alter 12 bis 15, mit dem Esperino Gymnasio (Abendgymnasium) als Sonderform. Das griechisch Γενικό Λύκειο, Geniko lykeio ‚Allgemeines Lyzeum, Gesamtschule‘) schließt als Sekundarstufe II/Oberstufe im allgemeinbildenden Sektor an, daneben gibt es die Tehnika Epangelmatika Ekpedeftiria TEE (Berufbildungseinrichtungen). Diese Typen gibt es seit der Schulreform 1997/98.
Auch in der Türkei wird eine Art der weiterführende Schule (zwischen Grundschule und der Universität) als Lise bezeichnet (wobei der Ursprung das französische Wort lycée ist). Sie dauert vier bis fünf Jahre, je nach Schultyp, und schließt mit dem Öğrenci Seçme Sınavı (ÖSS) als Studienberechtigungsprüfung ab.
In Großbritannien existieren die Grammar Schools, die in etwa den deutschsprachigen Gymnasien entsprechen. Allerdings gibt es heute nur noch wenige Grammar Schools, da viele von Labour geschlossen oder in Gesamtschulen (Comprehensive schools) umgewandelt wurden. Viele der bekannten Grammar Schools wie King Edward's in Birmingham wollten jedoch das Selektionsprinzip nicht aufgeben und wurden deshalb Public Schools (Privatschulen).
In den Vereinigten Staaten gibt es University-preparatory schools, die vom Curriculum her der Oberstufe des deutschsprachigen Gymnasiums ähneln, allerdings auch einige Unterschiede aufweisen. Sie kosten im Durchschnitt ungefähr 10.000$ bis 50.000$ pro Schuljahr. Dadurch bedingt haben sie Vorteile, wie eine sehr niedriges Schüler-Lehrer-Verhältnis und zahlreiche Sportmöglichkeiten. Etwa einer von 100 amerikanischen Schülern besucht eine solche Schule. Die Absolventen besuchen typischerweise die besten Hochschulen der USA.[18][19]
In Kanada existieren ebenfalls University-preparatory schools.
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