| Gymnasium Carolinum Illustre | |
|---|---|
| Schulform | Gymnasium |
| Gründung | 1528 |
| Ort | Ansbach |
| Land | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 49° 18′ 4,2″ N, 10° 34′ 11,3″ O49.30116111111110.5698 Koordinaten: 49° 18′ 4,2″ N, 10° 34′ 11,3″ O |
| Website | www.gymnasium-carolinum.de |
Das Gymnasium Carolinum Illustre ist das traditionsreichste und kleinste der drei heute bestehenden Gymnasien im mittelfränkischen Ansbach.
Im Jahr 1528 gründete Markgraf Georg der Fromme eine Lateinschule in Ansbach, dem damaligen Onolzbach. Sie sollte sich bald zum Bildungszentrum des Ansbacher Unterlandes entwickeln. Im Jahr 1736 zog die Schule in das bis heute bestehende Gebäude. Dieses wurde 1727 als geplantes Zuchthaus erbaut, jedoch bereits 1736 zum Gymnasium umkonzipiert. Nach Auflösung der Heilsbronner Fürstenschule wurde die Ansbacher Lateinschule zum Gymnasium Carolinum Illustre erhoben (Stiftungsbrief vom 1. Mai 1737). Die Namensgebung erfolgte nach ihrem Gönner, dem Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich.
Die heutige Schule befindet sich in dem barocken Gebäude des frühen 18. Jahrhunderts mit einem dicken Turm, in dem Bibliotheken und das Lehrerzimmer untergebracht sind. Bei einer Komplettsanierung in den 1960er Jahren wurde das gesamte Gebäude entkernt und von Grund auf modernisiert. Besonders auffällig ist die rosa Außenfarbe sowie der moderne Aufbau des „dritten Stocks“, der aus Platzmangel in den 1990er Jahren (Einweihung am 1. März 1996) dem alten Gebäude einem Hut gleich aufgesetzt wurde. Erwähnenswert sind ebenfalls die beiden von Arkaden gesäumten Innenhöfe. Mittlerweile wurde einer von ihnen wegen Platzmangel umgewandelt. So entstanden zwei Würfel, die aufeinander gesetzt wurden und in denen man Unterricht betreiben kann. Allerdings sind diese Räume nicht besonders groß. Darüber wurde ein Dach gebaut, und im Erdgeschoss kann man an den Würfeln vorbeigehen, wobei daneben noch eine kunstvolle und moderne Mensa eingerichtet wurde.
Beim Betreten der Schule fällt der Blick auf eine massive Bronzetafel an der Wand, auf der die Worte des griechischen Dichters Pindar die Schüler, Lehrer und Besucher mahnen wollen, dass der Krieg dem Unerfahrenen zwar als süße Herausforderung erscheinen mag, dem aber, der ihn erlebt hat, als Schrecken unvergesslich bleibt.
Neben dem sprachlichen/humanistischen Zweig mit Latein ab der 5. Klasse, Englisch als zweiter Sprache und dann wahlweise Altgriechisch oder Französisch ist auch der Ausbildungsweg über den musischen Zweig möglich.
Gerade von Seiten der „Musen“, wie die Schüler des musischen Zweigs schulintern genannt werden, wurden Konzerte angeboten. Besonders großen Erfolg konnte die Rockoper nox antea (lat., „die Nacht davor“) in den Jahren 1994/1995 erzielen. Weitere von der Schule organisierte und dargebotene Oratorien waren Der verlorene Sohn (1982) sowie Exodus (1987/1988).
Daneben sorgte auch die Theatergruppe durch ihre Aufführungen für Aufmerksamkeit. Höhepunkte waren in jüngerer Zeit die Aufführungen der antiken Stücke Lysistrate von Aristophanes und Antigone von Sophokles.
Am 17. September 2009 ereignete sich an dieser Schule ein Amoklauf, der unter dem Namen Amoklauf von Ansbach bekannt wurde.[1]
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