| Haguenau | ||
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| Region | Elsass | |
| Département | Bas-Rhin | |
| Arrondissement | Haguenau (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Haguenau | |
| Gemeindeverband | Région de Haguenau | |
| Koordinaten | 48° 49′ N, 7° 47′ O48.8166666666677.7877777777778142 Koordinaten: 48° 49′ N, 7° 47′ O |
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| Höhe | 142 m (115–203 m) | |
| Fläche | 182,59 km² | |
| Einwohner | 34.648 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 190 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 67500 | |
| INSEE-Code | 67180 | |
| Website | www.ville-haguenau.fr | |
Haguenau [agˈno] (deutsch: Hagenau, elsässisch: Hàwenàu) ist eine Stadt im Elsass (Frankreich). Sie liegt rund 25 Kilometer nördlich der elsässischen Hauptstadt Straßburg, etwa 50 Kilometer südwestlich von Karlsruhe, etwa 75 Kilometer südöstlich der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken und 40 km westlich von Baden-Baden am kleinen Fluss Moder. Die Stadt ist Sitz des Verwaltungsbezirks (Arrondissement) Haguenau und Hauptort des Kantons Haguenau.
Mit 34.648 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) ist Haguenau nach Straßburg die zweitgrößte Stadt im Département Bas-Rhin (Niederrhein). Die Haguenauer Bevölkerung wächst rapide: 1968 zählte die Stadt 22.644 Einwohner, 2006 bereits 34.891.[1] Der Großraum Haguenau (aire urbaine) wuchs im gleichen Zeitraum ebenso rasch, von 43.904 Einwohnern (1968) auf 64.562 Einwohner (2006).[2]
Der die Stadt umgebende Heilige Forst (Forêt de Haguenau) ist das größte geschlossene Waldgebiet in der elsässischen Ebene. Dieses war Jagdgebiet der Herzöge von Schwaben. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts ließ Herzog Friedrich der Einäugige im Flüsschen Moder eine Wasserburg errichten, die sein Sohn, Kaiser Friedrich I. Barbarossa, zu einer Pfalz ausbaute. Bereits 1164 erhob Kaiser Friedrich Barbarossa den Ort als seinen Lieblingssitz zur Stadt. Die Pfalz war jahrzehntelang staufische Residenz und eine Stätte glänzender Reichstage, die Pfalzkapelle Aufbewahrungsort der Reichsinsignien. Friedrich der Einäugige (1090 - 1147) stiftete gegen 1140 im Hagenauer Forst auch das Zisterzienserinnenkloster Koenigsbruck (Königsbrück), das bis zur Französischen Revolution bestand und dessen nicht mehr vorhandene Kirche im Jahr 1728 von Peter Thumb errichtet wurde. In der Stadt existiert noch das Hôtel de Koenigsbruck (Grande-Rue 142).
Um 1260 wurde Hagenau Freie Reichsstadt, dann durch Rudolf von Habsburg Sitz der Oberlandvogtei; seit 1354 war es Haupt des elsässischen Zehnstädtebundes, bis der Dreißigjährige Krieg Macht und Wohlstand der Stadt brach. Durch den Westfälischen Frieden fiel sie 1648 an Frankreich. Beim Hagenauer Religionsgespräch trafen sich 1540 in dem Ort Fürsten und Theologen, um über die Bedingungen eines Religionsgesprächs zwischen Protestanten und Katholiken zu verhandeln.
Im Jahr 1677 wurde Hagenau auf Befehl Ludwigs XIV. durch die Truppen des französischen Generals Joseph de Montclar niedergebrannt, die Kaiserpfalz dem Erdboden gleichgemacht (die Trümmer wurden in der Vaubanschen Grenzfestung Fort-Louis verbaut).
In den Jahren des Friedens zwischen Holländischem Krieg und Pfälzischem Erbfolgekrieg entwickelte Montclar eine Baumschule für Obstbäume auf dem Land des Marquis von Uxelles, Nicolas Chalon du Blé, in Kintzheim und Haguenau.
Von 1871 bis 1919 gehörte die Stadt zum deutschen Reichsland Elsaß-Lothringen (dieses kam nach dem Deutsch-französischen Krieg 1870/71 im Frieden von Frankfurt an das Deutsche Reich. 1918 wurde es nach dem Waffenstillstand von Compiègne (1918) von französischen Truppen kampflos besetzt und kam durch den Friedensvertrag von Versailles wieder an Frankreich).
| 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 20.457 | 22.944 | 25.147 | 26.629 | 27.675 | 32.206 | 34.891 |
Haguenau liegt an der Bahnstrecke Vendenheim–Wissembourg sowie an der Bahnstrecke Sarreguemines–Haguenau.
In Haguenau befindet sich seit 2006 eine Außenstelle der Universität Straßburg, das Institut universitaire de technologie de Haguenau.
Mit Landau in der Pfalz (Rheinland-Pfalz) wird seit 1963 eine Städtepartnerschaft gepflegt.
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