Die Hamilton-Skala (HAMD oder HAM-D) (Abkürzung für Hamilton rating scale for depression), ist ein Diagnosewerkzeug zur Ermittlung der Schwere einer depressiven Störung.
Die Hamilton-Skala, eine so genannte klinische Fremdbeurteilungsskala, wurde 1960 von Max Hamilton eingeführt.
Sie besteht aus 17 bzw. in anderen Versionen aus 21 oder 24 Fragen, bei denen der Untersucher (nicht der Patient selbst, daher "Fremdbeurteilung") jeweils auf einer Punkteskala von 0 bis 4 oder 0 bis 2 beurteilt, wie schwer ein bestimmtes Symptom ausgeprägt ist. Beispiele sind Schuldgefühle, verschiedene Arten von Schlafstörungen, Hypochondrie oder Suizidgedanken.
Als Ergebnis erhält man einen Zahlenwert. Ab 10 Punkten spricht man von einer leichten, ab 20 von einer mittelschweren und ab 30 Punkten von einer schweren Depression.[1] Bei klinischen Studien zu Depressionen ist die HAMD die meistgebrauchte solche Skala.
Die Deutsche Version der Skala hat nur 14 Fragen und wurde 1995 veröffentlicht.
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