Hans Alexis von Biehler (* 16. Juni 1818 in Berlin; † 30. Dezember 1886 in Charlottenburg) war ein preußischer General der Infanterie.
Hans Alexis Biehler wurde am 16. Juni 1818 als Sohn eines Berliner Arztes geboren. Nach seiner schulischen Ausbildung am Köllnischen Realgymnasium wurde er am 1. Oktober 1836 Pionier in der Garde-Pionier-Abteilung. Nach seiner militärischen Ausbildung wurde er schließlich im März 1842 Adjutant. Frisch zum Hauptmann befördert, verbrachte er die Jahre von 1852 bis 1854 in Paris zur Vertiefung seiner französischen Sprachkenntnisse. Am 9. November 1863 heiratete er in Berlin Maria Albertine von Kleist. Aus dieser Verbindung gingen drei Kinder hervor. Am 16. Juni 1871 wurde Hans Biehler in den Adelsstand erhoben.
Er war von 1877 bis 1884 Chef des Ingenieurkorps und der Pioniere sowie Generalinspektor der preußischen Festungen. Nach der im März 1884 erfolgten Ernennung zum General der Infanterie schied Biehler bereits Anfang November 1884 aus gesundheitlichen Gründen aus. Er starb am 30. Dezember 1886 und wurde auf dem Friedhof in der Hasenheide beigesetzt.[1]
Kurz nach seinem Amtsantritt als Chef des Ingenieurkorps organisierte Biehler selbiges neu und installierte vier Ingenieursinspektionen.[2] Er war zudem maßgeblich an der Planung der preußischen Einheits- oder Schemaforts beteiligt, die später unter dem Namen Biehler-Forts kategorisiert wurden.
Seine Eignung und seine Amtsführung werden allerdings von Zeitgenossen wie z.B. Hermann Frobenius stark kritisiert. Aus den vorgenannten Gründen verließen einige seiner Mitarbeiter das Ingenieurkorps. „Vermutlich war die Stimmung im Ingenieurskorps höheren Orts bekannt, doch fand niemand den Mut, Biehler zu verabschieden.“ Letztlich geht es auch auf ihn zurück, dass die Entwicklung der Panzerbefestigungen noch über Jahre hinaus verzögert wurde.
Demgegenüber lobt Kurt von Priesdorff Hans von Biehler für seine Arbeit im Ingenieurskorps, die er trotz seiner gesundheitlichen Probleme mit großer Arbeitskraft meisterte.[3]
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