| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 50° 59′ N, 13° 52′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | |
| Höhe: | 113 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,07 km² | |
| Einwohner: |
16.431 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1484 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 01801–01809 | |
| Vorwahl: | 03529 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PIR | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 28 160 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Dresdner Straße 47 01809 Heidenau | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Jacobs (CDU) | |
| Lage der Stadt Heidenau im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | ||
Die Stadt Heidenau liegt südöstlich von Dresden im Oberen Elbtal an der Mündung der Müglitz in die Elbe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen.
Heidenau besteht aus den Stadtteilen Gommern, Großsedlitz, Heidenau-Süd, Kleinsedlitz, Mügeln und Wölkau.
Die Stadtflur wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Große freigelegte Gräberfelder aus der Bronzezeit zeugen vom uralten Besiedlungsgebiet. Seit etwa dem 7. Jh. wurde der Raum Heidenau von Slawen besiedelt.
Heidenau war bis ins späte 19. Jahrhundert hinein ein ruhiges Bauerndorf. Wahrscheinlich hat der Dohnaer Burggraf Otto Heyde das Dorf als Vorwerk der Burg gegründet. Die überlieferten Dorfnamen im 14. Jahrhundert Heydenowe und Heydenaw weisen darauf hin.
Das heutige Heidenau wurde 1920 aus den Dörfern Mügeln, Heidenau und Gommern gebildet. 1923 wurde der Ort Großsedlitz eingemeindet, im Jahr darauf erhielt die Gemeinde das Stadtrecht. Heidenau wurde als Name der Stadt gewählt, weil die weitaus meisten Industriebetriebe ihren Sitz auf der Heidenauer Flur hatten und einer Namensänderung ablehnend gegenüber standen. 1933 kam noch der Stadtteil Kleinsedlitz dazu, 1950 schließlich Wölkau.
Das Dorf Meuscha, gelegen im Bereich der Stadtgrenze zu Dohna, fiel während des Dreißigjährigen Krieges bis auf ein bis ins 19. Jahrhundert genutztes Einzelgut wüst. Erhalten blieb die Flurbezeichnung Meuschaer Höhe.
Während Heidenau, das 1347 erstmals urkundlich erwähnt wurde, bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts agrarisch geprägt blieb, befindet sich in Großsedlitz einer der bedeutendsten Barockgärten Sachsens. 1719 hatte Graf August Christoph von Wackerbarth das Rittergut Kleinsedlitz und weite Teile der umliegenden Gegend gekauft und eine Schlossanlage, das Friedrichschlösschen Großsedlitz, errichtet. 1723 verkaufte er sie an den Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen, genannt August der Starke.
1848 wurde der jetzige Ortsteil Mügeln an die Bahnstrecke Dresden–Děčín angeschlossen, was das Aufkommen der ersten Industriebetriebe in der Region zur Folge hatte. 1890 wurde die nach Altenberg (Erzgebirge) führende Müglitztalbahn eröffnet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden Zellulose- und Papierfabriken, Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenfabrikation, Elektrizitäts- und Elektromotorenwerke, Netz- und Farbwerke sowie chemische und fotochemische Industrie.
Beim Hochwasser im Osterzgebirge 1927 erlitt Heidenau schwere Schäden.
Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden politische Gegner und anders Unerwünschte verfolgt. Zu ihnen gehörte der Kommunist Fritz Gumpert, der im April 1933 in das frühe Konzentrationslager bei Königstein verbracht und dort von SA-Männern zu Tode gefoltert wurde. Fotos von dem bestialisch Gefolterten, die nach Öffnung seines Sarges angefertigt wurden, gelangten über Prag in die europäische Öffentlichkeit und lösten Empörung über den NS-Terror aus.
Während des Zweiten Weltkriegs forderte die Elbtalwerke AG für ihre Produktion KZ-Häftlinge an, die ihnen wahrscheinlich auch zugesprochen wurden. Eine Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg befand sich in Heidenau.[2] Am letzten Tag des Krieges, dem 8. Mai 1945, kam es zu einem verheerenden Bombenangriff auf Heidenau, bei dem 40 Menschen starben. 32 Häuser wurden zerstört, 412 Gebäude zum Teil schwer beschädigt.
Zu DDR-Zeiten entstanden mehrere Neubauviertel. Dennoch konnte der erhebliche Wohnungsmangel in dieser Zeit nicht beseitigt werden. Heidenau war ein bedeutender Industriestandort zwischen Dresden und Pirna. Heute zählen eine Papierfabrik, eine Malzfabrik, ein Möbelwerk, ein Tanklager der DEA, mehrere Maschinenfabriken und Unternehmen der Reifenproduktion zu den wichtigsten Arbeitgebern des Ortes.
Im August 2002 richtet das Hochwasser der Müglitz schwere Verwüstungen in Heidenau an. Durch das kurz darauf nachfolgende Elbehochwasser standen etliche Stadtteile unter Wasser. Da zu diesem Zeitpunkt Gasrohre ausgetauscht wurden und so das Rohrnetz an mehreren Stellen geöffnet war, wurden große Teile des Gasrohrnetzes überflutet und die Gasversorgung musste für mehrere Tage unterbrochen werden. Zum Schutz vor einem Hochwasser wurde daraufhin an der Elbe an einen Industriebahndamm angrenzend ein Hochwasserschutzdamm gebaut, der an den Zugängen zum Elberadweg geöffnet ist und im Hochwasserfall zugeschoben werden kann. Dadurch wurden zum Beispiel größere Schäden beim Winterhochwasser 2005 verhindert.
Das Max-Leupold-Stadion wurde durch das Hochwasser ebenfalls überschwemmt und in den darauffolgenden Jahren mit der angrenzenden Radrennbahn, die mit Wasser volllief und damit abgerissen sowie neu gebaut werden musste, und dem umgebendem Gelände umgebaut. 2005 wurde das Gelände als "Sportforum" eingeweiht, in dem Zuge wurde die angrenzende Straße in "Am Sportforum" umbenannt.
Ebenfalls 2005 zog die Stadtbibliothek von einem benachbarten Bau in das neugebaute Brunneneck um.
Da die Stadt aus mehreren Dörfern gebildet wurde, existiert kein Marktplatz. Daher wurde ab Juli 2006 die Fläche zwischen Bahnhofstr. und Brunneneck, auf der vorher ein Getränkemarkt angesiedelt war, zum Marktplatz umgebaut, der aber auf Karten nicht so bezeichnet wird. Am Marktpatz wurde das Stadthaus gebaut, in welchem u. a. die Touristinformation und der Heimat- und Kulturverein Heidenau ihr Domizil haben.
2010/2011 wurden der Bahnhofsvorplatz und der angrenzende Platz der Freiheit umgestaltet.
Aktuell wird im Rathaus gebaut und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. Dazu zogen Teile der Verwaltung in eine Nebenstelle und einen Containerbau am Rathaus um. Der Stadtrat muss in der Aula der Goethe-Mittelschule tagen, die Ausschüsse zogen ins Stadthaus am Marktplatz um.
Ende März 2012 kündigte Bürgermeister Michael Jacobs, der im Herbst 65 wird und somit das Renteneintrittsalter erreicht, überraschend an, zum Jahresende sein Amt niederzulegen. Jacobs ist seit rund 22 Jahren Bürgermeister der Stadt.
Nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
| CDU | 11 Sitze |
| Linke | 5 Sitze |
| FDP | 3 Sitze |
| SPD | 1 Sitz |
| GRÜNE | 1 Sitz |
| HBI | 1 Sitz |
Heidenau gewann 2004 den Wettbewerb „Familienfreundliche Gemeinde Sachsen“ des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales. Heidenau ist seit 2010 zertifiziert mit dem „European Energy Award“ und zählt als Energiesparstadt.[3]
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Heidenau_(Sachsen) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |