Heribert Mühlen (* 27. April 1927 in Mönchengladbach; † 25. Mai 2006) war ein deutscher katholischer Theologe.
Heribert Mühlen promovierte 1951 zum Dr. phil. bei Max Müller in Freiburg im Breisgau mit der Arbeit „Sein und Person nach Johannes Duns Scotus.“ Am 5. März 1955 wurde er in Aachen zum Priester geweiht; 1962 in Münster Promotion zum Dr. theol. mit der Arbeit „Der Heilige Geist als Person.“
1964 in München Habilitation mit der Arbeit „Una Mystica Persona. Die Kirche als Mysterium der heilsgeschichtlichen Identität des heiligen Geistes in Christus und den Christen.“ Ab 1962 wissenschaftlicher Assistent in Paderborn; vom 1. April 1964 an ordentlicher Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn, wo er bis zu seiner Emeritierung am 30. September 1997 lehrte.
Mühlen wurde von Papst Paul VI. 1964 zum Konzilstheologen beim 2. Vatikanischen Konzil ernannt; nach dem Konzil war er Mitglied in Dialog-Kommissionen des vatikanischen Einheitssekretariates.
Ab 1971 engagierte sich Mühlen für eine Erneuerung des kirchlichen Lebens aus der persönlichen Erfahrung des Heiligen Geistes, wie sie vor allem in Segnungsgottesdiensten und Glaubenskursen ihren Ausdruck fand. Er stand dabei der Charismatischen Gemeindeerneuerung, dem katholischen Zweig der Charismatischen Bewegung, nahe. Sein Anliegen war „eine bundesgemäße Verpersönlichung der Beziehung zu Gott.“ Sein Wirken wurde in zahlreichen Diözesen aufgegriffen und bildete auch einen festen Bestandteil von Katholikentagen und Kirchentagen. 1984 war H. Mühlen Mitbegründer des Katholischen Evangelisationszentrum Maihingen (KEM).
Mühlen wurde 1984 mit dem Sexauer Gemeindepreis für Theologie geehrt.
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