| Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Aschaffenburg | |
|---|---|
| Gründung | 1995 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Aschaffenburg |
| Bundesland | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Präsident | Wilfried Diwischek |
| Studenten | 2.400 (WS 2010/2011) |
| Website | http://www.h-ab.de |
Die Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Aschaffenburg (kurz Hochschule Aschaffenburg - bis 30. September 2007 Fachhochschule Aschaffenburg)[1] ist eine Fachhochschule im bayerischen Aschaffenburg, die 1995 gegründet wurde. Sie gehört damit zu den neueren Hochschulen in Deutschland.
Der Bayerische Ministerrat beschloss im Jahre 1991, neben den Hochschulstandorten in Amberg/Weiden, Ansbach, Deggendorf, Hof, Ingolstadt und Neu-Ulm auch in Aschaffenburg eine neue Fachhochschule aufzubauen - zunächst als Abteilung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg, später als eigenständige Hochschule.
Am 9. Oktober 1995 wird der Lehrbetrieb mit 89 Studenten der Betriebswirtschaftslehre sowie vier Professoren und acht Lehrbeauftragten unter dem Präsidenten der FH Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg, Prof. Dr. Wolfgang Fechner aufgenommen. Gründungsdekan und Leiter der Hochschulabteilung Aschaffenburg ist von 1995 bis 2000 Prof. Dr. Ulrich Brunsmann. Erster gewählter Rektor ist seit 2001 der Volkswirtschaftler Prof. Dr. Wilfried Diwischek. Seit 2007 hat die Hochschule Aschaffenburg einen Präsidenten, nach Wiederwahl ist dies erneut Wilfried Diwischek.
Im Wintersemester 2001/2002 zählt die Fachhochschule Aschaffenburg über 950 Studierende, 29 Professoren, rund 60 Lehrbeauftragte und 35 weitere Mitarbeiter. Im Wintersemester 2009/2010 studieren bereits über 2000 Studenten an der Hochschule. Die Zahl der Professoren ist auf 58 angewachsen, die Zahl der Lehrbeauftragten auf 50 und die der Mitarbeiter auf über 90.
Seit 1990 unterstützt die Gesellschaft der Förderer und Freunde der Hochschule Aschaffenburg e.V. die Entwicklung der Hochschule.
Am 1. Oktober 2007 trat eine neue Grundordnung in Kraft, nach der die Fachhochschule Aschaffenburg jetzt Hochschule Aschaffenburg heißt.
Der Schwerpunkt der Hochschule liegt im betriebswirtschaftlichen und technisch orientierten Studienangebot. Der Studiengang Betriebswirtschaft und Recht wurde in Bayern erstmalig angeboten und vermittelt betriebswirtschaftliche und rechtliche Lehrinhalte. Als einzige Hochschule in Bayern bietet sie die Studiengänge Internationales Immobilienmanagement sowie Internationales Technisches Vertriebsmanagement an.
Die Hochschule Aschaffenburg setzt auf Kooperation mit Unternehmen der Region zum Austausch im Bereich anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung. Sie arbeitet zusammen mit Großunternehmen und mittelständischen Unternehmen und beteiligt sich am Innovationsnetz Bayerischer Untermain.
Neben den üblichen Hochschuleinrichtungen stehen ein Sprachenzentrum, ein Zentrum Naturwissenschaften sowie verschiedene Labore zur Verfügung. Ein Weiterbildungszentrum bietet in erster Linie Seminare für Ingenieure bzw. Techniker an, die sich auf den Gebieten der Kommunikationstechnik, Informatik, Mechatronik oder Betriebswirtschaft weiterbilden möchten.
Die Hochschule Aschaffenburg hat ihren Sitz in der ab 1896 erbauten Jäger-Kaserne, in der im 19. Jahrhundert das 2. Königlich-Bayerische Jägerbataillon stationiert war. Diesen Namen trägt die Anlage auch heute noch.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage zwar durch Bomben getroffen, war aber schnell wieder benutzbar. Noch im Jahre 1945 zog mit einem Motorpool der 1. US-Infanteriedivision die US-Armee in die Jägerkaserne ein, wo sie bis 1992 blieb.
Danach begannen die Umbauarbeiten zur Fachhochschule. Ziel war es, ältere Gebäude mit guter Bausubstanz und zum Teil denkmalgeschützter Architektur funktionsgerecht zu sanieren, jüngere Bauten mit minderer Qualität abzureißen. Im ersten Bauabschnitt wurden Verwaltungsgebäude, Hörsaalgebäude und Rechenzentrum fertiggestellt. Von 1996 bis 1998 wurden im zweiten Bauabschnitt der Hörsaal, Aula, Mensa, Heizzentrale, Bibliothek, Labor, Verwaltungs- und Bürogebäude errichtet. Im Jahre 2004 wurde ein Neubau mit Laboren für die Mechatronik in Betrieb genommen.
Das alte Offizierswohnheim wurde ebenfalls im Jahre 2005 abgerissen, an seiner Stelle entstand ein Studentenwohnheim.
Im 2. Quartal 2008 begannen die Abrissarbeiten an den Gebäuden, die durch die US-Armee errichtet wurden. Im Herbst 2008 wurde mit dem Bau eines Labor- und Hörsaalgebäudes für die Mechatronik und das Wirtschaftsingenieurwesen begonnen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2011 geplant. Im Frühjahr 2010 werden außerdem 3 teils aus Studienbeiträgen finanzierte Modulbauten errichtet, die zum WS2010/2011 in Betrieb gehen sollen und den neuen Studiengängen die bisher fehlenden Raumkapazitäten zur Verfügung stellen.
Am 12. September 2007 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau des neuen, an der Maintalbahn von Aschaffenburg nach Miltenberg gelegenen Bahnhalts „Aschaffenburg – Hochschule“. Nach über 100 Jahren erhält Aschaffenburg damit wieder einen zusätzlichen Bahnhaltepunkt. Die Inbetriebnahme des 140m langen Bahnsteigs erfolgte zum Fahrplanjahr 2008.[2]
2. Betriebswirtschaft und Recht
3. Internationales Immobilienmanagement [3][4]
4. Elektro- und Informationstechnik
6. Mechatronik
7. Internationales Technisches Vertriebsmanagement[5]
8. Erneuerbare Energien und Energiemanagement [6]
9. Kommunikation und Dokumentation (Start WS2011)
Regelmäßig im Herbst veranstaltet die Hochschule in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Aschaffenburg eine Kinder-Uni. Das ist eine Vorlesungsreihe für Kinder von sieben bis elf Jahren, in der kindgerecht Themen aus Naturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Technik vermittelt werden. Der Einsatz der Dozenten ist ehrenamtlich. Der Hörsaal fasst rund 80 Personen, es werden nur Kinder eingelassen. In den Sommerferien können Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Jahrgangsstufe an einer Ferien-Uni teilnehmen. Unter dem Motto „Technik zum Anfassen“ finden Workshops zu unterschiedlichen Themen aus dem Gebiet der Ingenieurwissenschaften statt.
Seit dem Wintersemester 2005/06 bietet die Hochschule Aschaffenburg Bachelor- und Master-Studiengänge an. In den ingenieurwissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen wird der Titel "Bachelor of Engineering" verliehen, in Internationalem Immobilienmanagement, Betriebswirtschaft und Betriebswirtschaft und Recht heißt der erste akademische Grad entsprechend "Bachelor of Arts" bzw. seit Einführung des Y-Modelles im Studiengang Betriebswirtschaft und Recht mit Wahl eines Teilstudiengangs (Wirtschaft/ Recht) "Bachelor of Law". Des Weiteren werden in Elektro- und Informationstechnik sowie in Wirtschaft und Recht Masterstudiengänge angeboten. Das Master-Studium schließt mit dem Titel "Master of Engineering" (EIT) beziehungsweise "Master of Business Administration and Law" (WR) ab. In Kooperation mit der Hochschule Darmstadt und der Zentralstelle für Fernstudiengänge an Fachhochschulen (ZFH) wird der Weiterbildungsstudiengang "Master of Science" in Elektrotechnik im Fernstudium angeboten. In Planung ist der Master-Studiengang "Wirtschaftsingenieurwesen".
Die Bachelor-Studiengänge Elektro- und Informationstechnik, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen sind bei der Akkreditierungsagentur ASIIN akkreditiert, die Master-Studiengänge "Elektro- und Informationstechnik" und "Wirtschaft und Recht" sowie die Bachelor-Studiengänge "Betriebswirtschaft" und "Betriebswirtschaft und Recht" bei der Akkreditierungsagentur ACQUIN. Der Master-Studiengang Elektrotechnik wurde bei der Agentur ZEvA akkreditiert.
Beide Master-Studiengänge ermöglichen den Absolventinnen und Absolventen den Zugang zum höheren Dienst. Im Masterstudiengang "Wirtschaft und Recht" kann bei Wahl der Vertiefung "Wirtschaftsprüfung" eine teilweise Anrechnung von Prüfungsleistungen auf das Wirtschaftsprüferexmanen nach § 8 WPAnRV erfolgen.
49.9719444444449.1613888888889
Koordinaten: 49° 58′ 19″ N, 9° 9′ 41″ O
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