Montag, 28. Mai 2012

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Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)
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Gründung 1830 (1992)
Trägerschaft staatlich
Ort Eberswalde
Bundesland Brandenburg
Staat Deutschland
Studenten ca. 1.800
Professoren 44
Website www.hnee.de

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Haus 2, Stadtcampus
Stadtcampus
Campus der FH an der Friedrich-Ebert-Straße
Waldcampus

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) (Abkürzung: HNE Eberswalde bzw. HNEE) wurde 1830 als Höhere Forstlehranstalt in Eberswalde (Brandenburg) gegründet und bietet Bachelor- und Master-Studiengänge an.

Das Angebot an Studiengängen und -inhalten ist seit der Wiedergründung als Fachhochschule Eberswalde 1992 konsequent auf nachhaltige Entwicklung, Umwelt und Naturschutz ausgerichtet, womit sie bezüglich eines „grünen“ Lehrprofils in Deutschland führend ist.[1]

Am 26. März 2010 wurde die Fachhochschule Eberswalde in „Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)“ umbenannt.

Studienangebote

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde gliedert sich in vier Fachbereiche.

Wald und Umwelt

  • Forstwirtschaft (B.Sc.)
  • International Forest Ecosystem Management (B.Sc.)
  • Forest Information Technology (M.Sc.)
  • Global Change Management (M.Sc.)

Landschaftsnutzung und Naturschutz

  • Landschaftsnutzung und Naturschutz (B.Sc.)
  • Ökolandbau und Vermarktung (B.Sc.)
  • Regionalentwicklung und Naturschutz (M.Sc.)
  • Öko-Agrarmanagement (M.Sc.)
  • Nachhaltiges Tourismusmanagement (M.A.)

Holztechnik

  • Holztechnik (B.Sc.)
  • Holztechnik (M.Sc.), ab Sommersemester 2010
  • Holztechnik (Dualer Studiengang/B.Sc.)

Nachhaltige Wirtschaft

  • Finanzmanagement (B.A.)
  • Regionalmanagement (B.A.)
  • Unternehmensmanagement (B.A.)
  • Marketing - Management (M.A.)
  • Nachhaltiges Tourismusmanagement (M.A.)
  • Kommunalwirtschaft (M.A. als Fernstudium), ab Wintersemester 2010/11

Abkürzungen der Abschlüsse: B.Sc. = Bachelor of Science M.Sc. = Master of Science B.A. = Bachelor of Arts M.A. = Master of Arts

Zur Zeit studieren an der Fachhochschule etwa 1.800 Studierende, die von 50 Hochschullehrern unterrichtet werden. Die Hochschule in Eberswalde ist somit die kleinste Fachhochschule in Brandenburg.

Zur Hochschule zählen die Bibliothek der Hochschule für nachhaltige Entwicklung, deren Fassade aus Fotobeton von dem Fotokünstler Thomas Ruff gestaltet wurde, und der Forstbotanische Garten Eberswalde.

Geschichte

Die forstliche Lehre in Eberswalde hat eine wechselvolle Entwicklung hinter sich. Sie entstand aus den forstlichen Vorlesungen an der Universität Berlin. Auf Betreiben von Georg Ludwig Hartig wurde von 1821 bis 1830 in Berlin eine Forstakademie, die mit der Universität verbunden war, eingerichtet. Zu ihrem ersten Leiter wurde Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil (1783–1859) ernannt. Aufgabe der Forstakademie sollte es sein, „die forsttechnische, wissenschaftlich begründete Ausbildung für den Forstverwaltungsdienst“ in Preußen sicherzustellen. 1830 wurde die Akademie als Höhere Forstlehranstalt unter Leitung Pfeils nach Neustadt-Eberswalde verlegt. Als Lehrgebäude kaufte der Staat das 1793 für den Bankier und Besitzer der Stahl- und Eisenwarenfabrik David Schickler errichtete massive zweigeschossige Wohnhaus. Das Gebäude wurde 1913 um eine Etage reduziert. Im Haupteingang des heute eingeschossigen Putzbaus mit Walmdach ist zur Erinnerung ein Medaillon mit dem Bildnis Pfeils eingelassen.

Das 1793 errichtete Gebäude der Alten Forstakademie an der Schicklerstraße
Lehrpersonal der Forstakademie um 1868 (v.l.): Robert Hartig (mit Peter Danckelmann im Arm), unbekannt, Julius Theodor Christian Ratzeburg, Bernhard Danckelmann, Adolf Remelé, Friedrich Wilhelm Schneider und Wilhelm Schütze. Aufnahme von Adolf Remelé.

Am 1. Mai 1830 begannen die Vorlesungen, zunächst mit den drei Professoren Pfeil, Friedrich Wilhelm Schneider und Julius Theodor Christian Ratzeburg. Aus Berlin kamen 25 Studenten mit nach Eberswalde, wo dann noch weitere 15 immatrikuliert wurden. Gleichzeitig hielten Georg Ludwig und Theodor Hartig noch bis 1838 forstliche Vorlesungen an der Berliner Universität.

1868 wurde die Forstlehranstalt Eberswalde in Forstakademie Eberswalde umbenannt. 1921 folgte dann die Umwandlung in eine Forstliche Hochschule mit Rektoratverfassung, Promotions- und Berufungsrecht. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es 1946 einen Neubeginn als Forstwirtschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität Berlin in Eberswalde. Die Fakultät wurde jedoch 1963 aus politischen Gründen geschlossen. In Eberswalde verblieb lediglich das Institut für Forstwissenschaften; die forstliche Hochschulausbildung in der DDR fand von da an nur noch in Tharandt statt.

Erst 1992 begann in Eberswalde wieder der Unterricht, als im Zuge der Wiedervereinigung die Fachhochschule Eberswalde neu begründet wurde. Hierbei entstanden der Waldcampus in der Alfred-Möller-Straße, welcher die Fachbereiche Wald & Umwelt sowie Holztechnik beheimatet und der Stadtcampus in der Friedrich-Ebert-Straße, wo Landschaftsnutzung und Naturschutz und Wirtschaft untergebracht sind.

Am 26. März 2010 erhielt der traditionsreiche Hochschulstandort den Namen „Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)“.

Forschungsschwerpunkte

Zu den Schwerpunkten der Forschungsthemen gehören: Erneuerbare Energien, nachwachsende Rohstoffe, Waldschutz, Holzver- und -bearbeitung, regionale Wirtschaftsentwicklung, Monitoring und Planung in Großschutzgebieten, GIS und Fernerkundung, Unternehmensberatung, Tourismusentwicklung sowie Ökolandbau und Vermarktung.

Ehrungen

Siehe auch

Bekannte Hochschullehrer, die in Eberswalde gelehrt und geforscht haben, sind unter der Kategorie:Hochschullehrer (Eberswalde) zu finden.

Literatur

  • Albrecht Milnik: Geschichte der forstlichen Lehre und Forschung in Eberswalde. Ausstellungen in der Alten Forstakademie Eberswalde, Heft 1. ABM-Projektgruppe 2264/91, Eberswalde 1993, 52 S.
  • Rainer Wudowenz (Red.): 175jährige Wiederkehr der Begründung der forstakademischen Ausbildung an der Universität Berlin durch Prof. Dr. phil. h.c. Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, Geheimer Oberforstrat. Ausstellungen in der Alten Forstakademie Eberswalde, Heft 7. Fachhochschule Eberswalde & Verein der Freunde und Förderer der Forstwissenschaftlichen Lehre und Forschung Eberswalde e.V., Eberswalde 1996
  • Jürgen Walther: Die Forstakademie Eberswalde. In: Die Mark Brandenburg. Heft 63, Marika Großer Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-910134-22-5

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Deutschlands grünste Hochschulen

52.83294444444413.817583333333
Koordinaten:
52° 49′ 59″ N, 13° 49′ 3″ O

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Diese Seite wurde zuletzt am 21. Mai 2012 um 19:14 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hochschule_für_nachhaltige_Entwicklung_Eberswalde aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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