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Horch und Guck ist der Name der Zeitschrift zur kritischen Aufarbeitung der SED-Diktatur, die vom Bürgerkomitees „15. Januar” e.V., Berlin herausgegeben wird, das wiederum aus der Bürgerbewegung der DDR hervorging.
Die Zeitschrift befasst sich vor allem mit Widerstand und Repression in der DDR. Sie enthält viele Originalbeiträge, Dokumente, historische Fotos und oft Fundstücke aus Stasi-Akten. Ein Überblick über Neuerscheinungen zum Thema DDR rundet das Magazin ab.
Horch und Guck erscheint seit 1992 in der Regel alle drei Monate in einer Auflage von 1.000 Exemplaren. Jedes Heft hat einen thematischen Schwerpunkt, der etwa die Hälfte des Umfangs von durchschnittlich 80 Seiten einnimmt. Weiterhin gibt es die Rubriken "Themen", "Aktuell & Kontrovers", "Lebensläufe" und "Rezensionen".
Seit 1998 wurde Horch und Guck von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziell unterstützt. Die Stiftung hat ihre Förderung allerdings Ende 2006 mit der Begründung, die Zeitschrift habe "zunehmend an Qualität, Themenvielfalt, Pluralität, Relevanz und Verbreitung" verloren, eingestellt. Die Herausgeber halten die Begründung der Stiftung jedoch für vorgeschoben und gehen davon aus, dass die Entscheidung mit der politischen Ausrichtung des Blattes zusammenhängt.[1] An anderer Stelle wird hingegen berichtet, dass es sich um einen Konflikt um den angestellten Redakteur handelte.[2]
Nach Änderungen im Vorstand des herausgebenden Vereins wurde im Sommer 2007 eine neue Redaktion berufen. Das letzte von der alten Redaktion verantwortete Heft erschien Ende Juni 2007 mit Schwerpunkt zu den Friedenswerkstätten in der Ostberliner Erlöserkirche in den 80er Jahren (Heft 57 - 1/2007). Die neue Redaktion überarbeitete Konzept und Layout der Zeitschrift. Am 1. Dezember 2007 erschien das erste Heft der neuen Redaktion (Heft 58 - 2/2007) im neuen farbigen Layout mit dem Schwerpunkt "1968 und die DDR". Seitdem erscheint die Zeitschrift wieder vierteljährlich - und zwar am 1. März, 1. Juni, 1. September und am 1. Dezember.
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