| Verbrauchte 0.01M HCl, um extrahierte basische Oxide zu neutralisieren, ml | Extrahiertes Na2O- Äquivalent, μg | Hydrolytische Klasse |
|---|---|---|
| bis zu 0,1 | bis zu 31 | 1 |
| mehr als 0,1 bis zu 0,2 | mehr als 31 bis zu 62 | 2 |
| mehr als 0,2 bis zu 0,85 | mehr als 62 bis zu 264 | 3 |
| mehr als 0,85 bis zu 2,0 | mehr als 264 bis zu 620 | 4 |
| mehr als 2,0 bis zu 3,5 | mehr als 620 bis zu 1085 | 5 |
| mehr als 3,5 | mehr als 1085 | >5 |
Die hydrolytische Klasse oder auch hydrolytische Resistenz eines Glases quantifiziert das Maß für die Extrahierbarkeit basischer Verbindungen aus dem Glas durch den Angriff von Wasser bei 98 °C. Die hydrolytische Klasse ist auch Grundlage für die Einteilung von Glasarten für die pharmazeutische Verwendung nach dem Europäischen Arzneibuch.[1] Für die Ermittlung der hydrolytischen Klasse besteht der normierte Test ISO 719 (DIN 12111). Die Einteilung der Glassorten erfolgt dabei in fünf Klassen nach folgender Prozedur: 2 g Glas, Korngröße 300–500 μm, wird 60 min in 50 ml de-ionisiertem Wasser der Güte 2 bei 98 °C gekocht. 25 ml der erhaltenen Lösung wird gegen 0.01 mol/l HCl bis zur Neutralisation titriert. Das Volumen der verbrauchten HCl wird notiert und das Glas klassifiziert nach den Angaben in folgender Tabelle:[2]
Der normierte Test ISO 719 ist demzufolge nicht für Gläser geeignet, die nur wenig oder keine extrahierbaren basischen Bestandteile enthalten, aber dennoch von Wasser angegriffen werden, zum Beispiel Quarzglas, B2O3-Glas, oder P2O5-Glas.
Gebräuchliche Gläser werden in folgende Klassen unterschieden:
Hydrolytische Klasse 1 (Typ I)
Hydrolytische Klasse 2 (Typ II)
Hydrolytische Klasse 3 (Typ III)
Von der hydrolytischen Klasse nach DIN 12111 (ISO 719) sind die Säureklasse nach DIN 12116 und die Laugenklasse nach DIN 52322 (ISO 695) zu unterscheiden.
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