Hyper-V ist eine Virtualisierungsplattform für Windows Server 2008 und dem zukünftigem Windows 8. Hyper-V ist nach der Installation von Windows Server 2008 und 2008 R2 als Serverrolle verfügbar und somit ein integrierter Bestandteil des Betriebssystems.[1]
Hyper-V kann auch separat als „Hyper-V Server“ installiert werden. Diese Version ist kostenlos bei Microsoft verfügbar und verfügt über sämtliche Funktionen, die für einen Hypervisor erforderlich sind.[2]
Hyper-V stellt das Hostsystem als Parentpartition (Elternpartition) um, die direkt auf den Hypervisor aufbaut. Diese Parentpartition verwaltet dann die Childpartitionen (Kindpartitionen), in denen die Gastsysteme arbeiten.[3]
Virtuelle Maschinen (Childpartitionen) haben dabei keinen direkten Zugriff auf die Hardwareressourcen. Sie besitzen lediglich eine Sicht auf die virtualisierten Ressourcen. Allerdings kann mit „Pass Through“ ein beschleunigter Zugriff auf die Datenträger des Hostsystems stattfinden.[4]
Hyper-V kann einem Gastsystem bis zu vier Prozessoren und 64 GB Arbeitsspeicher zuweisen und sowohl 64-Bit- als auch 32-Bit-Systeme darstellen. Eine Hardwareverwaltung verteilt dynamisch die vorhandenen Ressourcen an die Gastsysteme. Mit Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 wird mit Dynamic Memory auch das Speicherverhalten weitgehend ausgebaut.[5].
Der Hypervisor wird in zwei Varianten ausgeliefert: Als Betriebssystem-Feature (Serverrolle) bei den „Windows Server 2008 R2“-Versionen und als so genannte „Hyper-V Server 2008 R2“-Version. Damit die letztgenannte Installation betriebsfähig ist, wird ein weiteres Gerät zur Verwaltung der Infrastruktur erforderlich.Es ist aber auch möglich, die Hyper-V über PowerShell Skripte zu verwalten(PsHyper-V). Dies und das Fehlen von Failover-Funktionen für Anwendungen sind die Unterschiede, die eine Hyper-V-Standalone-Version gegenüber einer normalen Datacenter-Version aufweist.[6]
Hyper-V ist für den Einsatz als Servervirtualisierung für Datacenter und Außenstellen konzipiert. Die Kernaufgaben liegen daher in der sicheren Abbildung der benötigten Serverinfrastrukturen. Für einen erweiterten Funktionsumfang sorgt System Center Virtual Machine Manager (SCVMM), welcher für die Verwaltung von Hyper-V- und auch VMware-Hosts eingesetzt werden kann.[7].
Microsoft unterstützt neben Windows auch offiziell die Linuxdistributionen SUSE und Red Hat, genauer folgende Versionen:
Eine Liste sämtlicher unterstützter Betriebssystem gibt es bei Microsoft TechNet.[8] Seit der Linux-Kernelversion 2.6.32 sind die Hyper-V Integration Components fester Bestandteil und können auch in anderen Linuxdistributionen einfach aktiviert werden.[9]
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