| iPhone 4 | |
|---|---|
| Hersteller | Apple (Entwickler),Foxconn (Auftragshersteller) |
| Veröffentlichung | 24. Juni 2010 (u. a. Deutschland), 30. Juli 2010 (u. a. Liechtenstein, Österreich, Schweiz) |
| Technische Daten | |
| Anzeige | 89 mm (3,5″), 960 × 640 Pixel (326 ppi),berührungsempfindlich |
| Digitalkamera | 5 MP mit 720p-HD-Video (30fps) |
| Frontkamera | 0,3 MP mit 480p-VGA-Video (30fps) |
| Betriebssystem | iOS 5.1 |
| Prozessor | Apple A4 (ARM Cortex-A8) |
| RAM | 512 MB eDRAM |
| Interner Speicher | 16 oder 32 GB NAND |
| Sensoren |
3-Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Umgebungslichtsensor |
| Konnektivität | |
| Mobilfunknetze | |
| weitere Funkverbindungen | |
| Akkumulator | |
| Typ | Lithium-Ionen-Batterie |
| Akkulaufzeit(laut Hersteller)[1] | max. 300 Std. Bereitschaftsbetrieb |
| Sprechdauer(laut Hersteller)[1] | max. 7 Std. (3G-Netz) max. 14 Std. (2G-Netz) |
| Abmessungen und Gewicht | |
| Maße (H×B×T) | 115,2 mm × 58,6 mm × 9,3 mm |
| Gewicht | 137 g |
Das iPhone 4 ist das vierte Smartphone der iPhone-Reihe von Apple. Es wurde am 7. Juni 2010 im Rahmen der WWDC 2010, welche im Moscone Center von San Francisco abgehalten wurde, von Steve Jobs vorgestellt.
Auf dem Gerät kommt Apples Betriebssystem iOS zum Einsatz. Hauptsächlich wird es wie sein Vorgänger, das iPhone 3GS, durch Fingerberührungen am Multi-Touch-Bildschirm bedient.
Veröffentlicht wurde das iPhone 4 schon wenige Wochen nach der Präsentation. Am 24. Juni 2010 kam es in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich sowie Japan, Frankreich und Deutschland in die Läden.[2]
Nachfolger ist das iPhone 4S, welches im Oktober 2011 auf den Markt kam.
Das Handy-Gehäuse wurde neu gestaltet und besteht aus einem rostfreien Edelstahl-Rahmen, der gleichzeitig als Antenne fungiert. Vorder- und Rückseite bestehen aus einem versiegelten und kratzfesten Sicherheitsglas. Vorerst war das iPhone 4 nur in schwarz erhältlich. Nach mehreren Komplikationen erschien die weiße Variante am 28. April 2011.[3] Insgesamt ist das iPhone 9,3 Millimeter dick, also rund 3 Millimeter dünner als sein Vorgänger. Eine Micro-SIM-Karte ist erforderlich.
Der Verkaufsstart wurde auf Grund der hohen Nachfrage von über 600.000 Vorbestellungen innerhalb der ersten 24 Stunden zunächst verschoben. Apple gab an, nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet zu haben, und davon völlig überrascht worden zu sein. In den ersten drei Verkaufstagen wurde das iPhone 4 nach Angaben von Apple 1,7 Mio. Mal verkauft, das waren 700.000 Exemplare mehr als beim iPhone 3GS im Jahr zuvor. Die reinen Herstellungs- und Materialkosten des iPhone 4 bezifferte das Marktforschungsunternehmen iSuppli mit 188 $ pro Stück.[4]
Das iPhone 4 bietet gegenüber seinem Vorgänger UMTS-Datenübertragung über HSUPA mit bis zu 5,7 Mbps Geschwindigkeit an. Für Wi-Fi-Verbindungen unterstützt es die Standards IEEE 802.11b/g/n, wobei bei 802.11n nur der Betrieb im teilweise stark frequentierten 2,4-GHz-Band möglich ist.[5]
Die in den Medien diskutierten Empfangsprobleme des Smartphones wies Apple-Chef Steve Jobs zurück und verwies auf eine generell auftretende Empfangsbeeinträchtigung von Smartphones durch ein festes Umfassen des Gehäuses. Dieses Statement[6] zusammen mit dem Eingeständnis eines Software-Berechnungsfehlers, der sich seit dem iPhone 3G durch iOS zieht, hat bei vielen anderen Mitwettbewerbern (RIM, Nokia, HTC, etc.) für Empörung gesorgt.[7]
Seit dem 10. Februar 2011 verkauft auch der amerikanische Mobilfunkanbieter Verizon Wireless das iPhone 4 in den USA; diese Variante verwendet den von Verizon Wireless an Stelle von GSM/UMTS eingesetzten Mobilfunkstandard CDMA2000.[8] Der Verizon-Konkurrent AT&T hatte seit Einführung des iPhone mit Überlastung und Schlechtabdeckung seiner 3G-Mobilfunknetze zu kämpfen; um die Zuverlässigkeit und Netzabdeckung der eigenen Netze zu untermauern, bewirbt Verizon Wireless unter anderem auch explizit die im iPhone-Betriebssystem iOS ab der Version 4.2.5 enthaltene Hotspot-Funktion. Diese Funktion ermöglicht das Anlegen eines WLAN-Hotspots, an dem sich bis zu fünf Nutzer anmelden und die Internetverbindung des iPhones nutzen können. Bei dem CDMA2000-iPhone befindet sich ein weiteres Antennensegment im Stahlrahmen, das Empfangsproblemen entgegenwirken soll.[9] Ein zusätzliches Mikrofon filtert Umgebungsgeräusche heraus um so die Sprachqualität des Smartphones zu verbessern.
Die Digitalkamera kann Fotos mit einer Auflösung von 2592 × 1936 Pixel (fünf Megapixel) und Videos mit einer Auflösung von 1280 × 720 Pixeln (HD) bei 30 fps aufnehmen und verfügt über einen LED-Blitz sowie einen fünffach digitalen Zoom. Der Sensor verfügt erstmalig bei Mobiltelefonen über rückwärtige Belichtung, ein System, bei dem die Sensorik auf der Rückseite des Sensors liegt und dadurch eine höhere Lichtempfindlichkeit erreicht wird. Außerdem findet sich auf der Vorderseite des Gerätes eine weitere VGA-Kamera, die für die Funktion FaceTime (Videotelefonie) benötigt wird. Sie kann Fotos und Videos mit einer Auflösung von 640 × 480 Pixeln aufnehmen, Videos bei 30 fps.
Als Prozessor kommt der schon vom iPad der ersten Generation bekannte, von Samsung hergestellte Apple A4 zum Einsatz. Er verbindet CPU (mit ARM-Architektur), integrierte GPU und andere Teile nach dem System-on-a-Chip-Prinzip. Ein veränderter Akku soll in Kombination mit dem neuen Prozessor die Laufzeiten um bis zu 40 Prozent verlängern.
Das Gerät verfügte, je nach Ausführung, über einen 16 oder 32 GB großen NAND-Flash-Speicher für beliebige Daten und 512 MB Arbeitsspeicher – doppelt so viel wie das iPad der ersten Generation und der direkte Vorgänger iPhone 3GS. Seit der Vorstellung des iPhone 4S ist das iPhone 4 nur noch mit 8 GB Flash-Speicher erhältlich.
Den 3,5-Zoll-Bildschirm bezeichnet Apple als „Retina-Display“, da dieser mit 326 ppi (960 × 640 Pixel) mehr Pixel darstellt als das Auge bei normalem Betrachtungsabstand (etwa 25 bis 30 cm) gerade noch erkennen kann. Im Vergleich zum Vorgängermodell mit 480 × 320 Pixel wurde die Zahl der Bildpunkte somit vervierfacht. Davon soll auf dem iPhone 4 vor allem Schrift profitieren und deutlich schärfer dargestellt werden. Beim Retina-Display kommt außerdem auch die In-Plane-Switching-Technologie (IPS) zum Einsatz, die Apple bereits beim Apple LED Cinema Display, beim iMac und beim iPad der ersten Generation einsetzt. Sie sorgt gegenüber einem herkömmlichen TN-Display für einen breiteren Betrachtungswinkel. Der Kontrast des Bildschirms soll laut Apple 800:1 betragen, doch der von Neugeräten liegt dagegen bei über 1100:1 mit einer Maximalhelligkeit von weit über 500 cd/m².[10]
Apple setzt beim iPhone 4 nicht mehr ausschließlich auf den bei den Vorgängermodellen eingesetzten Beschleunigungssensor, sondern auch auf ein dreiachsiges Gyroskop. Es ist damit möglich, Rotationen um alle drei Raumachsen zu erfassen und so weitere Optionen, besonders bei Spielen, zur Verfügung zu stellen.
Das iPhone 4 ist die erste iPhone-Generation, die eine Videotelefoniefunktion namens FaceTime anbietet. Die Videotelefonie wurde von Apple auf der WWDC 2010 im Juni 2010 in Echtzeit vorgestellt. Sie funktioniert zwischen dem iPhone 4, dem iPod touch 4G, einem Apple Computer mit installierter FaceTime-Software sowie mit anderen iPhones (via Jailbreak) mit Einschränkungen nur bei einer aktiven Verbindung über ein drahtloses lokales Netzwerk (WLAN).
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