Montag, 28. Mai 2012

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ISO 3166-2

ISO 3166-2 ist der zweite Teil des ISO-Standards ISO 3166. Er definiert mehr als 4000 Kennungen (Codes) für subnationale Einheiten und von Staaten abhängige Gebiete.

Format

Die Codes bestehen aus zwei Teilen, die durch einen Bindestrich voneinander getrennt sind. Der erste Teil entspricht dem in ISO 3166-1 definierten Landescode aus zwei Großbuchstaben. Der zweite Teil besteht aus bis zu drei Ziffern und/oder Buchstaben für die einzelnen Gebiete des jeweiligen Landes. So ist beispielsweise die Bundesrepublik Deutschland (ISO 3166-1-Code: DE) in 16 Bundesländer unterteilt, die jeweils durch zwei Buchstaben repräsentiert werden. So steht zum Beispiel DE-NI für das Bundesland Niedersachsen. Die Österreichischen Bundesländer sind mit den Ziffern 1 bis 9 durchnummeriert, beispielsweise AT-4 für Oberösterreich, während es für die Schweizer Kantone ebenfalls Kennungen aus zwei Buchstaben gibt. Andere Länder verwenden auch Kennungen unterschiedlicher Länge, die teilweise aus Buchstaben und teilweise aus Zahlen bestehen. So gibt es in Frankreich Buchstaben für die Regionen, zwei Buchstaben für die Überseedépartements und zwei Ziffern für die Départements.

Geschichte

Der Teilstandard wurde 1998 durch die Internationale Organisation für Normung (ISO) unter dem vollständigen Titel ISO 3166-2:1998 Codes for the representation of names of countries and their subdivisions - Part 2: Country subdivision code mit Codes für weltweit jedes Land verabschiedet. Änderungen an Einzelstaaten und subnationalen Einheiten, wie sie beispielsweise durch eine Verwaltungsreform vorkommen, werden laufend in den Standard eingearbeitet. Seit 2000 hat die Maintenance Agency for ISO 3166 country codes dazu Newsletter herausgegeben, die online frei zugänglich sind.

2007 erschien die 2. Auflage des Standards (ISO 3166-2:2007).

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die einzelnen Auflagen und Newsletter.

Auflage-Newsletter Veröffentlichungsdatum Geänderte Einträge
I 20. Dezember 1998 1. Auflage des Standards mit allen Codes
I-1 21. April 2000 BY, CA, DO, ER, ES, IT, KR, NG, PL, RO, RU, TR, VN, YU
I-2 21. Mai 2002 AE, AL, AO, AZ, BD, BG, BJ, CA, CD, CN, CV, CZ, ES, FR, GB, GE, GN, GT, HR, ID, IN, IR, KZ, LA, MA, MD, MW, NI, PH, TR, UZ, VN
I-3 20. August 2002 AE, CZ, IN, KZ, MD, MO, PS (neu aufgenommen), TP (ersetzt durch TL), UG
I-4 10. Dezember 2002 BI, CA, EC, ES, ET, GE, ID, IN, KG, KH, KP, KZ, LA, MD, MU, RO, SI, TJ, TM, TL, TW, UZ, VE, YE
I-5 5. September 2003 BW, CH, CZ, LY, MY, SN, TN, TZ, UG, VE, YU (ersetzt durch CS)
I-6 8. März 2004 AF, AL, AU, CN, CO, ID, KP, MA, TN, ZA
I-7 13. September 2005 AF, DJ, ID, RU, SI, VN
I-8 17. April 2007 AD, AG, BB, BH, CI, DM, GB, GD, GG (neu aufgenommen), IM (neu aufgenommen), IR, IT, JE (neu aufgenommen), KN, LI, ME (neu aufgenommen), MK, NR, PW, RS (neu aufgenommen), RU, RW, SB, SC, SM, TD, TO, TV, VC, YU (gelöscht)
I-9 28. November 2007 BG, BL (neu aufgenommen), CZ, FR, GB, GE, LB, MF (neu aufgenommen), MK, MT, RU, SD, SG, UG, ZA
II 13. Dezember 2007 2. Auflage des Standards, die alle bisherigen Änderungen umfasst sowie vorher nicht veröffentlichte Änderungen an BA, DK, DO, EG, GN, HT, KE, KW, LC, LR, TV, YE
II-1 3. Februar 2010(korrigiert 19. Februar 2010) AL, BO, CZ, ES, FR, GN, GR, GW, ID, IE, IT, KN, KP, LK, MA, MH, NP, RS, UG, VE
II-2 30. Juni 2010 AG, AR, BA, BF, BI, BS, BY, CF, CL, CV, EC, EG, GB, GL, HU, IT, KE, KM, LY, MD, MW, NG, NZ, OM, PA, PE, PH, RU, SC, SH, SI, SN, TD, TM, YE
II-3 13. Dezember 2011 (korrigiert 15. Dezember 2011) AF, AN (gelöscht), AW, AZ, BD, BE, BG, BQ (neu aufgenommen), BS, CV, CW (neu aufgenommen), DJ, DK, ER, FI, FR, GB, GQ, HN, HR, HT, ID, IE, IN, JO, KW, LS, LV, MC, ME, MK, MM, MV, NL, NO, NP, NR, PG, PK, PL, PS, QA, SA, SD, SE, SH, SS (neu aufgenommen), SX (neu aufgenommen), TL, TN, TR, VN

Siehe auch

Weblinks

Nachschlagewerke:

  • Subdivision Codes, UN/LOCODE der UNECE, unece.org (unvollständig, März 2008)
  • statoids.com von Gwillim Law – ein Verzeichnis der subnationalen Einheiten und abhängigen Gebiete, für die er die Bezeichnung „statoids“ erfunden hat

Einzelnachweise

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