Igor Ustinov (* 30. April 1956 in London) ist ein französisch-schweizerischer Bildhauer, Biologe und Sänger.
Igor Ustinov ist ein Sohn von Peter Ustinov und dessen zweiter Ehefrau Suzanne Cloutier, einer kanadischen Schauspielerin. Die vielen Umzüge aufgrund des künstlerischen Wirkens seines Vaters sorgten dafür, dass Igor viele verschiedene Schulen in unterschiedlichen Ländern besuchte. Er studierte Kunst an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris, schloss ein Studium der Biologie 1979 mit dem M. P. O an der Universität Paris VII ab und studierte Gesang am Pariser Konservatorium. Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt im Bereich der Bildhauerei. Er gehört dem Kuratorium der Peter-Ustinov-Stiftung an. Seit dem Tod seines Vaters ist er Vorsitzender des Stiftungsrats und trägt mit dem bekannten Namen zum Erhalt der Spendenorganisation bei.
In Russland, damals noch in der Stadt Leningrad, wurde 1992 ein Benoit-Museum eröffnet – Benoit ist der Familienname seiner Großmutter, aus deren Familie mehr als 40 Künstler, Komponisten, Architekten oder Bühnenbildner hervorgegangen sind. In diesem Museum wurde ein Raum für Peter Ustinov und ein Raum für Skulpturen von Igor Ustinov eingerichtet.[1]
Igor Ustinov ist seit 1986 verheiratet und hat eine Tochter.
Die überwiegend aus Bronze hergestellten Skulpturen entstehen unter dem Aspekt des Lebens-Festes; sie sollen zu einer nie vergehenden Wirklichkeit gehören. Igor Ustinov formuliert seine künstlerischen Ziele wie folgt: „Ich will die Zeit in einem Kunstwerk anhalten“.
Die meisten menschlichen Figuren sind von 20 cm bis 1,20 m groß und wiegen zwischen 20 und 60 Kilogramm. Er modelliert schlanke und schöne Körper, die seinem Ideal von einem unerschütterlichen Stolz und der Expression eines positiven Geistes entsprechen.
Als weiteres Projekt strebt Ustinov eine Aktionskunst in Paris an. Seine Idee heißt Der Schatten des Eiffelturms. Dieser filigrane Schatten soll über die Seinebrücke Pont d’Iéna zum Palais de Chaillot auf die Straße gemalt werden. Es soll ein begehbares von Scheinwerfern beleuchtetes Kunstwerk werden. Die Aktion selbst ist als Happening gedacht: 100 fröhliche Maler tanzen vor Fernsehkameras mit Farbtöpfen und Pinseln zu der Arbeit einer Nacht.[1]
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