Industriearchitektur ist die Architektur von Gebäuden, in denen industrielle Produktions- und Fertigungsprozesse stattfinden, wie zum Beispiel Fabriken und Werkstätten. Seit der Industrialisierung ab dem 18. Jahrhundert sind diese Gebäude ein wichtiger Bestandteil der gebauten Umgebung und unterliegen den Wandlungen der Architekturstile.Sie gelten aber auch als Vorreiter der Modernen Architektur. Prägende Bautypen sind Fabrikationshallen, Heiz- oder Hüttenwerke, Fördertürme, Verkehrsbauten - zunächst der Eisenbahn, dann der Kraftfahrzeuge - und Wasserbauwerke wie Wasserwerke und Wassertürme. Zur Industrie- und Fabrikarchitektur als Produktionsstätten zählen weder die Heiz- und Hüttenwerke noch die Verkehrsbauten oder die Wasserwerke. Die letztgenannten gehören zu den Infrastrukturbauten.
Bei der Industriearchitektur im 19. und 20. Jahrhundert dominieren funktionelle Bedürfnisse technischer Großanlagen die Architektur. Bisweilen spielen jedoch auch repräsentative Aspekte eine Rolle. Zugleich formt sie Landschaft und verändert die Landschaftsästhetik.
Herausragende Beispiele der Entwicklung in Deutschland sind:
Vielfältig ist inzwischen die Rede von der Industriekultur, die in Museumsstraßen oder Ausstellungen über eine Region oder einen Industriezweig deren Verknüpfung mit der architektonischen Formensprache zeigt. War zunächst oft von einer Zerstörung oder zumindest Zersiedelung der Landschaft durch die Industrieansiedlung die Rede, stellen manche Firmen heute den Anspruch auf, das Stadtbild ihres jeweiligen Standortes positiv zu prägen. Die Eheleute Becher, aufgrund ihres Werks als fotografische Industriearchäologen bezeichnet, sprechen von einer Gleichrangigkeit der Sakralarchitekur des Mittelalters und der Industriearchitektur.
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