Die Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) wurde 1996 von mehreren Personen der Friedens- und Sozialen Bewegung, unter anderem Tobias Pflüger, initiiert. Die Gründung war auch eine Reaktion auf die Aufstellung der Spezialeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr in Calw am gleichen Tag. Vom Verfassungsschutz Baden-Württemberg wird sie als „linksextremistisch beeinflusste Organisation“ beschrieben.[1]
Der Sitz des gemeinnützigen Vereins ist Tübingen.
Ziel ist es mit eigenen Analysen und Informationen einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Die IMI versteht sich als ein Mittler zwischen der Sozialen- und Friedensbewegung und der wissenschaftlichen Bearbeitung von Konflikten und Konfliktkonstellationen. Die IMI will Information für alle Akteure der Gesellschaft bereitstellen sowohl für die politische als auch für die pädagogische Arbeit. [2]
Die Arbeit von IMI zeichnet sich durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten im friedenspolitischen Bereichen mit einem starken Fokus auf Deutschland und seine Rolle in der Welt aus. Bereiche der Arbeit sind Friedens- und Konfliktforschung, Rüstung und Rüstungsexporte, Umstrukturierung der Bundeswehr, Militarisierung in Europa, NATO sowie Flüchtlingspolitik. Die Informationen der IMI sind frei und kostenlos auf ihrer Homepage zugänglich. Des Weiteren haben Mitarbeiter an mehreren Büchern mitgewirkt oder selbst welche geschrieben.
Am 1. September 2011 wurde der IMI der Aachener Friedenspreis verliehen.[3]
Das Finanzamt Tübingen verweigerte dem Verein im Februar 2007 einen Freistellungsbescheid und damit die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins. Begründet wurde die Ablehnung mit Zweifeln einer nicht genannten Behörde an der Verfassungstreue der IMI. Im Juli 2007 drohte das Finanzamt mit einer rückwirkenden Aberkennung der Gemeinnützigkeit bis 2001. Dies hätte bedeutet, dass die gesamten Spendeneinnahmen seit 2001 mit 40 Prozent zu versteuern wären. Jürgen Wagner, geschäftsführender Vorstand der IMI bezeichnete den Vorgang als politischen Skandal und gezielte staatliche Repression gegen Kritiker. [4][5] Am 24. August 2007 wurde die Allgemeinnützigkeit des Vereines letztendlich doch vom Finanzamt Tübingen anerkannt. [6]
Der vertretungsberechtigte Vorstand der IMI besteht aus: [7]
ehemaliger Beirat: [8]
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