| Intercell AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | AT0000612601 |
| Gründung | 1997 |
| Sitz | Wien, Österreich |
| Leitung | Thomas Lingelbach, Chief Executive Officer |
| Mitarbeiter | ~ 270 (2011) |
| Umsatz | 34,215 Mio € (Gesamtjahr 2010) |
| Branche | Biotechnologie |
| Website | www.intercell.com |
Die Intercell AG ist ein österreichisches Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Wien, das auf die Entwicklung von prophylaktischen und therapeutischen Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten spezialisiert ist. Intercell kooperiert mit den Pharmaunternehmen Novartis, Merck & Co., Inc. oder Sanofi-Aventis.
Das Unternehmen wurde 1997 als Ableger des Forschungsinstituts für Molekulare Pathologie am Campus Vienna Biocenter in Wien gegründet.
Bis 2004 erfolgte die Finanzierung über Risikokapital, seit dem 28. Februar 2005 notiert Intercell an der Wiener Börse. Im Juni 2006 erfolgte eine Kapitalerhöhung, womit das Unternehmen bis zu der für 2008 geplanten Erreichung der Gewinnschwelle ausfinanziert ist.
Anfang Dezember 2008 wurde ein Vertrag zwischen Intercell USA und dem Gesundheitsministerium der Vereinigten Staaten entsprechend geändert, um Intercell weitere Zahlungen zur Entwicklung des immunstimulierenden Pflasters gegen pandemische Grippe zukommen zu lassen. Im Mai 2009 wurde die entsprechende Phase-II-Studie in den USA gestartet.
Mitte Dezember 2008 erhielt Intercell zunächst vom Australian Drug Evaluation Committee und kurz danach auch vom Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur positive Stellungnahmen zur Zulassung des Impfstoffes gegen die Japanische Enzephalitis (Handelsname: Ixiaro®), was zu einer weiteren Meilensteinzahlung des Großaktionärs und Kooperationspartners Novartis führte. Seit April 2009 ist das Medikament in den USA und Europa zugelassen.[1] Ende März 2009 hat Intercell einen mehrjährigen Exklusivvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium über den Ankauf von IXIARO® abgeschlossen.[2]
Am 5. April 2010 kaufte das Unternehmen von der Cytos Biotechnology Ltd. eine Technologieplattform zur Identifizierung von monoklonalen Antikörpern für 15 Millionen Euro. Die Technologie basiert auf der Expressionsklonierung monoklonaler Antikörper aus humanen B-Zellen und ermöglicht die Identifizierung anti-infektiöser Antikörper zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten.[3]
Im Dezember 2008 ernannte das Weltwirtschaftsforum Intercell als erstes österreichisches Unternehmen zum Technology Pioneer 2009. Ebenfalls im Dezember 2008 erhielt Intercell in London den Scrip Award als Biotechnologieunternehmen des Jahres.[4]
Laufende Projekte von Intercell, die sich zumindest in der Studienphase II befinden, sind:
Zur Entwicklung dieser und weiterer geplanter Impfstoffe verwendet Intercell ein eigenes Antigen-Identifikationsprogramm und eigene Adjuvans-Technologien.
Bekannte abgebrochene Projekte sind:
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