Montag, 28. Mai 2012

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Internet Assigned Numbers Authority

Logo der IANA

Die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) ist eine Abteilung der ICANN und für die Zuordnung von Nummern und Namen im Internet, insbesondere von IP-Adressen, zuständig. Sie ist eine der ältesten Institutionen im Internet.

Funktionen

Die IANA dient ähnlich einem Buchhalter bestimmten Registrierungen, ohne sie selbst zu gestalten.[1] Die Buchungen bei der IANA haben den Zweck der Koordination.[2]

Die IANA veröffentlicht den Bestand öffentlicher IP-Adressen jeder einzelnen Regional Internet Registry.[3] Anhand dieser Informationen erfolgt das Routing zwischen den Kontinenten.

Umgekehrt koordiniert die IANA die Namensauflösung, indem sie Root-Nameserver und Network Information Center registriert und publiziert.[4][5]

Außerdem registriert die IANA viele in Spezifikationen von Netzwerkprotokollen enthaltene Codes.[6]

Geschichte

Ursprünglich war Jonathan Postel die IANA.[7] Postel übernahm als Student an der University of California at Los Angeles diese Aufgabe und führte sie an der University of Southern California fort.[8] Offiziell war die IANA bis zur Jahrtausendwende ein Forschungsprojekt im Auftrag der DARPA, das der National Telecommunications and Information Administration vom United States Department of Commerce unterstand.[9] Seit Februar 2000 ist die zu diesem Zweck gegründete ICANN mit der Durchführung der IANA-Aufgaben beauftragt.[10]

IP-Adressen

Die IANA verteilte IPv4-Adressen in großen Blöcken (typischerweise /8 in CIDR-Notation) an die RIRs, die diese dann nach ihren eigenen Regelungen für die Zuweisung von Adressen an Endkunden (in diesem Sinne Provider oder Organisationen, die ihre IP-Adressen selbst verwalten) verteilen, wobei dann meist /19er- oder /20er-Blöcke zugeteilt werden.

Die IANA ist auch für die Delegation und Zuweisung von IPv6-Adressen zuständig, hat es sich hier aber insofern leicht gemacht, als sie einfach sehr große Blöcke an die RIRs verteilt und damit auf absehbare Zeit weitere Delegationen unnötig gemacht hat. Der Vorrat an delegierten IPv6-Adressen übersteigt derzeit um ein Mehrfaches die Nachfrage, da IPv6 erst langsam in den Produktivbetrieb geht.

Einzelnachweise

  1. Common questions regarding abuse issues. IANA. Abgerufen am 12. März 2012.
  2. Network Infrastructure Activities. University of Southern California. Abgerufen am 12. März 2012.
  3. Internet Assigned Numbers Authority (IANA) Policy For Allocation of IPv6 Blocks to Regional Internet Registries. ICANN. Abgerufen am 12. März 2012.
  4. Root Servers. IANA. Abgerufen am 12. März 2012.
  5. Root Zone Database. IANA. Abgerufen am 12. März 2012.
  6. Protocol Registries. IANA. Abgerufen am 12. März 2012.
  7. Vinton Cerf (1998): RFC 2468 - I remember IANA. Internet Engineering Task Force. Abgerufen am 12. März 2012.
  8. Statement of Policy on the Management of Internet Names and Addresses. United States Department of Commerce (5. Juni 1998). Abgerufen am 12. März 2012.
  9. USC/ICANN Transition Agreement. ICANN. Abgerufen am 12. März 2012.
  10. ICANN's Major Agreements and Related Reports. ICANN. Abgerufen am 12. März 2012.

Weblinks

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Diese Seite wurde zuletzt am 4. Mai 2012 um 18:38 Uhr geändert.

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