| Ippendorf
Stadt Bonn
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| Koordinaten: | 50° 42′ N, 7° 5′ O50.6977777777787.0836111111111161 Koordinaten: 50° 41′ 52″ N, 7° 5′ 1″ O |
| Höhe: | 161 m |
| Fläche: | 3,08 km² |
| Einwohner: | 7.213 (31. Dez. 2011) |
| Eingemeindung: | 1. Aug. 1969 |
| Postleitzahl: | 53127 |
| Vorwahl: | 0228 |
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Lage Ippendorfs in Bonn |
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Ippendorf ist ein Ortsteil von Bonn im Stadtbezirk Bonn. Er liegt südwestlich der Innenstadt am Fuße des Venusbergs und Kreuzbergs und wird im Osten durch den Engelsbach, im Norden durch die Kreuzbergallee, im Westen durch offene Felder und den Katzenlochbach und im Süden durch Dottendorfer Weg und Gudenauer Weg begrenzt. Im Süden Ippendorfs liegt die Waldau. In Ippendorf wohnen mit 7213 Einwohnern, die etwa 2,2 % der Einwohner Bonns ausmachen, auf einer Fläche von 3,08 km².
Im Bonner Stadtgebiet ist die Kaufkraft in Ippendorf und Venusberg mit 24 428 Euro bei weitem am höchsten. Es folgen Röttgen (21 965 Euro) und Schweinheim (21 800 Euro). (Stand 2008)
Ippo war ein fränkischer Personenname im 8. Jahrhundert. Ippendorf bedeutet also Dorf des Ippo. Die erste urkundliche Erwähnung Ippendorfs stammt aus dem Jahr 1320. 1959 fand der Bauführer H. Schmidt am Schafberg in Ippendorf einen etwa 50.000 Jahre alten Bogenschaber (Moustérien-Doppelschaber) aus hellgrauem Feuerstein; er ist das älteste Zeugnis der Ippendorfer Geschichte und befindet sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Außerdem gibt es am Stationsweg Spuren eines Ringwalls aus jungsteinzeitlicher Zeit. Aus römischer Zeit fanden sich vereinzelt Münzen sowie ein Altar aus Sandstein, dem Gott Mercurius geweiht. Die Kreuzbergkirche ließ Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln bis 1627 erbauen. Sehenswert ist insbesondere die von Balthasar Neumann im Rokoko-Stil errichtete Heilige Stiege.
Ippendorf gehörte von 1816 bis 1927 zur Bürgermeisterei Poppelsdorf, anschließend zum Amt Duisdorf. Die Gemeinde wurde am 1. August 1969 zusammen mit Buschdorf, Duisdorf, Lengsdorf, Lessenich/Meßdorf, Röttgen sowie Ückesdorf in die damalige Bundeshauptstadt und heutige Bundesstadt Bonn eingemeindet.[1] Von 1973 bis 2005 war in Ippendorf an der Gudenauer Straße 134-136 die Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amtes („Diplomatenschule“), bevor diese in die Borsig-Villa Reiherwerder in Tegel umzog. Heute ist Ippendorf eine bevorzugte und durch viele Villen geprägte Wohngegend.
In Ippendorf (Buchholzstraße) wurde am 10. Oktober 1986 der Diplomat Gerold von Braunmühl von der RAF in der Dunkelheit (21:36 Uhr) auf offener Straße erschossen.
Auf einer Länge von sieben Kilometern erstreckt sich unmittelbar an Ückesdorf angrenzend und nur durch die Reichsstraße getrennt das Naturschutzgebiet Katzenlochbachtal, in dem es nur vier Querungen zwischen Röttgen und Ückesdorf auf der westlichen und Lengsdorf und Ippendorf auf der östlichen Seite gibt: zwei Holzbrücken, den Weg, "Am Katzenlochbach", und den Schiffgesweg. Das Tal wird Katzenlochbachtal genannt, aufgrund des gleichnamigen Bachs, der von Röttgen über Ückesdorf durch das Katzenlochbachtal fließt (und später als Endenicher Bach nach ca. 10,6 km als längster Bach Bonns in Dransdorf mündet[2]). Am Katzenlochbach haben vor langer Zeit - die namensgebenden - Wildkatzen gelebt, die jedoch durch die Jagd ausgerottet wurden. Das Katzenlochbachtal ist ansonsten jedoch sehr naturbelassen: Das Tal verfügt über ausgezeichnete Erlen-Auwälder und Quellsümpfe am Talhang. Es gibt dort geschütze Tier- (besonders Vogel-)arten, wie die Nachtigall den Pirol und den Eisvogel. Auch Dachs, Iltis, Steinmarder, Baummarder, Ringelnatter und diverse Amphibien sind oft gesehene Bewohner des Naturschutzgebietes. Das Katzenlochbachtal ist bereits seit 1999 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um diese biologische Vielfalt dort zu erhalten. Im Jahre 2004 wurde der gesamte Kottenforst als Naturschutzgebiet ausgewiesen und umfasst seitdem u.a. auch das Katzenlochbachtal. Seit 2000 ist das Katzenlochbachtal als Teil des Kottenforstes weiterhin als [Vogelschutzgebiet]] und FFH-Gebiet "Waldreservat Kottenforst mit Waldville" [3] ausgewiesen.
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