Montag, 28. Mai 2012

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Ischialgie

Klassifikation nach ICD-10
M54.3 Ischialgie
M54.4 Lumboischialgie
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Die Ischialgie (oder Ischiassyndrom) bezeichnet Schmerzen in einem Teil des Versorgungsgebietes des Nervus ischiadicus, streng genommen handelt es sich aber um das Areal einer lumbalen Nervenwurzel (fast immer L5 oder S1, wobei L5 den fünften und letzten Lumbal- oder Lendenwirbel und S1 den darunterliegenden Sakral- oder Kreuzbeinwirbel bezeichnet).

Diese wird meist durch Kompression der Nervenwurzel zum Beispiel durch Vorwölbung (Protrusion) oder komplettes Heraustreten (Prolaps) von Bandscheibengewebe (Bandscheibenvorfall) bei fortschreitender Zermürbung (Degeneration) der Bandscheibe verursacht. Auch knöcherne Ausziehungen an den Wirbelkörpern (Spondylophyten) in Folge einer Osteochondrose können die Nervenwurzeln irritieren und so zur Ischialgie führen. Ebenso können das Piriformis-Syndrom, aber auch raumgreifende Tumore oder Herpes Zoster entlang der Nervenbahnen zu ähnlicher Symptomatik führen.[1]

Lumbago, der landläufige „Hexenschuss“, ist dagegen ein reiner Rückenschmerz ohne Ausstrahlung in die Beine. Eine Kombination aus Lumbago und Ischialgie wird als Lumboischialgie bezeichnet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Ischialgie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Diese Seite wurde zuletzt am 18. Februar 2012 um 15:46 Uhr geändert.

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