Montag, 28. Mai 2012

Themen


Iwanowo

Stadt
IwanowoИваново
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Iwanowo
Stadtkreis Iwanowo
Oberhaupt Wjatscheslaw Swertschkow
Erste Erwähnung 1561
Stadt seit 1871
Fläche 105 km²
Bevölkerung 409.277 Einwohner(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 3.898 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 120 m
Offizielle Sprache russisch, Russisch
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7)4932
Postleitzahl 153000–153048
Kfz-Kennzeichen 37
OKATO 24 401
Website http://ivgoradm.ru/
Geographische Lage
Koordinaten 57° 0′ N, 40° 59′ O5740.983333333333120
Koordinaten:
57° 0′ 0″ N, 40° 59′ 0″ O
Iwanowo (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Iwanowo (Oblast Iwanowo)
Red pog.svg
Oblast Iwanowo
Liste der Städte in Russland

Iwanowo (russisch Ива́ново) ist eine russische Stadt in der Oblast Iwanowo. Sie liegt rund 250 km (Luftlinie) nordöstlich von Moskau und hat 409.277 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Stadtgliederung

Stadtrajon(Gorodskoi Rajon) Russischer Name Einwohner1. Januar 2006 Bemerkung
Frunsenski Фрунзенский 110.487 Name nach Michail Frunse
Leninski Ленинский 150.593 Name nach Lenin
Oktjabrski Октябрьский 87.790 Name von Oktjabr (Oktober, bezogen auf die Oktoberrevolution)
Sowetski Советский 64.198 Name bedeutet Sowjetischer Rajon

Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation

Geschichte

Die Stadt Iwanowo wurde 1561 das erste Mal urkundlich erwähnt, im 17. Jahrhundert hatte sie sich zu einer Handelsstadt entwickelt. Zar Peter der Große ordnete 1710 die Einrichtung von Textilbetrieben an und warb holländische Handwerker und Unternehmer zur Gründung von Manufakturen nach Iwanowo. 1825 existierten bereits 125 Manufakturen in und um Iwanowo. Mit der Eröffnung der ersten Textildruckfabrik 1787 und der Baumwollspinnerei 1838 entwickelte sich Iwanowo zu einem Zentrum der Textilindustrie und der Arbeiterbewegung und wurde russisches Manchester genannt. Nach der Vereinigung mit dem Dorf Wosnessenski Posad (Вознесенский Посад) hieß die Stadt 1871 bis 1932 Iwanowo-Wosnessensk (Иваново-Вознесенск). Die offizielle Vergabe der Stadtrechte erfolgte am 30. August 1873. Zu diesem Zeitpunkt lag die Einwohnerzahl bei etwa 11.000. Iwanowo gehörte zu den Zentren der Revolution von 1905, hier entstand der erste Arbeiterrat (Sowjet). In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 324 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Schwer Erkrankte wurden im 30 km entfernten Kriegsgefangenenhospital 3840 in Schuja versorgt. Heute ist die Stadt Hauptstadt einer Oblast mit zahlreichen Verwaltungs- und Kulturinstitutionen. Wichtige Industriezweige sind immer noch die Textilindustrie, daneben die chemische Industrie und der Maschinenbau. Im Volksmund wird die Stadt auch „Город невест“ – „Stadt der Bräute“ – genannt, weil die Textilindustrie in ihrer Blütezeit viele junge Frauen als Arbeiterinnen angelockt hat. Die Stilllegung zahlreicher Betriebe der Textilindustrie in den 1990er Jahren führten die Stadt in eine langjährige wirtschaftliche Krise.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten von Iwanowo zählen das Baumwollmuseum sowie das Kunstmuseum, in dem unter anderem zahlreiche Ikonenmalereien zu sehen sind.In der Stadt sind alle Kunstrichtungen von Barock bis zur Moderne zu finden. Besonders interessant ist die große Ansammlung von Gebäuden des Konstruktivismus, zu den sehr schönen Bauten dieser Zeit gehört das Operntheater der Stadt. Auch der Jugendstil ist in Iwanowo in sehr schönen Formen zu finden. Die Stadt war Sitz vieler adliger Familien und deswegen gibt es unzählige prächtige Paläste und Villen hier.

  • Staatliche chemisch-technologische Universität Iwanowo

  • Iwanowo, Platz der Revolution

  • Eine Straßenbahn in Iwanowo im Sommer 2007; inzwischen wurde der Straßenbahnverkehr in der Stadt vollständig eingestellt

  • Michail-Frunse-Denkmal

Weiterführende Bildungseinrichtungen

  • Staatliche Akademie für Architektur und Baukunst Iwanowo (ab ca. 2000)
  • Staatliche chemisch-technologische Universität Iwanowo
  • Staatliche Energetische Universität Iwanowo
  • Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Iwanowo
  • Staatliche Medizinakademie Iwanowo
  • Staatliche Textilakademie Iwanowo
  • Staatliche Universität Iwanowo
  • Territorialfakultät der Nordöstlichen Akademie für Staatsdienst Iwanowo
  • Filiale der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
  • Filiale des Institut für Unternehmertum und Recht Moskau

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. ab  Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

Weblinks

 Commons: Iwanowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite wurde zuletzt am 25. Mai 2012 um 20:21 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Iwanowo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

TOP



TOP