Iwanowo
Stadtgliederung
| Stadtrajon(Gorodskoi Rajon) |
Russischer Name |
Einwohner1. Januar 2006 |
Bemerkung |
|---|
| Frunsenski |
Фрунзенский |
110.487 |
Name nach Michail Frunse |
| Leninski |
Ленинский |
150.593 |
Name nach Lenin |
| Oktjabrski |
Октябрьский |
87.790 |
Name von Oktjabr (Oktober, bezogen auf die Oktoberrevolution) |
| Sowetski |
Советский |
64.198 |
Name bedeutet Sowjetischer Rajon |
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Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation
Geschichte
Die Stadt Iwanowo wurde 1561 das erste Mal urkundlich erwähnt, im 17. Jahrhundert hatte sie sich zu einer Handelsstadt entwickelt. Zar Peter der Große ordnete 1710 die Einrichtung von Textilbetrieben an und warb holländische Handwerker und Unternehmer zur Gründung von Manufakturen nach Iwanowo. 1825 existierten bereits 125 Manufakturen in und um Iwanowo. Mit der Eröffnung der ersten Textildruckfabrik 1787 und der Baumwollspinnerei 1838 entwickelte sich Iwanowo zu einem Zentrum der Textilindustrie und der Arbeiterbewegung und wurde russisches Manchester genannt. Nach der Vereinigung mit dem Dorf Wosnessenski Posad (Вознесенский Посад) hieß die Stadt 1871 bis 1932 Iwanowo-Wosnessensk (Иваново-Вознесенск). Die offizielle Vergabe der Stadtrechte erfolgte am 30. August 1873. Zu diesem Zeitpunkt lag die Einwohnerzahl bei etwa 11.000. Iwanowo gehörte zu den Zentren der Revolution von 1905, hier entstand der erste Arbeiterrat (Sowjet). In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 324 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Schwer Erkrankte wurden im 30 km entfernten Kriegsgefangenenhospital 3840 in Schuja versorgt. Heute ist die Stadt Hauptstadt einer Oblast mit zahlreichen Verwaltungs- und Kulturinstitutionen. Wichtige Industriezweige sind immer noch die Textilindustrie, daneben die chemische Industrie und der Maschinenbau. Im Volksmund wird die Stadt auch „Город невест“ – „Stadt der Bräute“ – genannt, weil die Textilindustrie in ihrer Blütezeit viele junge Frauen als Arbeiterinnen angelockt hat. Die Stilllegung zahlreicher Betriebe der Textilindustrie in den 1990er Jahren führten die Stadt in eine langjährige wirtschaftliche Krise.
Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten von Iwanowo zählen das Baumwollmuseum sowie das Kunstmuseum, in dem unter anderem zahlreiche Ikonenmalereien zu sehen sind.In der Stadt sind alle Kunstrichtungen von Barock bis zur Moderne zu finden. Besonders interessant ist die große Ansammlung von Gebäuden des Konstruktivismus, zu den sehr schönen Bauten dieser Zeit gehört das Operntheater der Stadt. Auch der Jugendstil ist in Iwanowo in sehr schönen Formen zu finden. Die Stadt war Sitz vieler adliger Familien und deswegen gibt es unzählige prächtige Paläste und Villen hier.
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Staatliche chemisch-technologische Universität Iwanowo
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Iwanowo, Platz der Revolution
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Eine Straßenbahn in Iwanowo im Sommer 2007; inzwischen wurde der Straßenbahnverkehr in der Stadt vollständig eingestellt
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Weiterführende Bildungseinrichtungen
- Staatliche Akademie für Architektur und Baukunst Iwanowo (ab ca. 2000)
- Staatliche chemisch-technologische Universität Iwanowo
- Staatliche Energetische Universität Iwanowo
- Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Iwanowo
- Staatliche Medizinakademie Iwanowo
- Staatliche Textilakademie Iwanowo
- Staatliche Universität Iwanowo
- Territorialfakultät der Nordöstlichen Akademie für Staatsdienst Iwanowo
- Filiale der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
- Filiale des Institut für Unternehmertum und Recht Moskau
Städtepartnerschaften
Söhne und Töchter der Stadt
Einzelnachweise
- ↑ ab Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).
- ↑ Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
Weblinks
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Diese Seite wurde zuletzt am 25. Mai 2012 um 20:21 Uhr geändert.