Jörg Jaksche (* 23. Juli 1976 in Fürth) ist ein deutscher Radrennfahrer.
Jörg Jaksche gehört zu den Radprofis, die in den Dopingskandal um den ehemaligen Teamarzt von Liberty Seguros, Eufemiano Fuentes, verwickelt sind. Dieser Skandal sorgte ab Mai 2006 für Aufsehen. Mit Hilfe eines Rechtsanwalts versuchte Jaksche im Juli 2006 seine Teilnahme bei der Nacht von Hannover einzuklagen, verzichtete nach Bekanntwerden der Dopingvorwürfe gegen Floyd Landis jedoch freiwillig auf eine Teilnahme. Aufgrund dieser Vorwürfe sah es lange so aus, als würde Jaksche kein neues Team für die Saison 2007 finden.
Mitte April 2007 wurde jedoch bekannt, dass er einen Vertrag beim italienisch-russischen Team Tinkoff Credit Systems unterschrieben hat. Am 30. April 2007 wurde er – im Zusammenhang mit den bereits erwähnten Dopingvorwürfen – von seinem Team suspendiert. Ende Mai kehrte er in den Radsport zurück und gewann auf Anhieb den Circuit de Lorraine.
Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gestand Jaksche Ende Juni 2007, unter Anleitung seiner Betreuer und Ärzte jahrelang gedopt zu haben. Er habe – als Teil eines verbreiteten Systems – 1997 mit der Einnahme von EPO begonnen und sich ab 2005 als Kunde von Eufemiano Fuentes verbotenen Eigenbluttherapien unterzogen.[1] Jaksche sagte in dem Interview weiter, dass er bei der Aufklärung der „Puerto“-Affäre helfen und dadurch eine kürzere Sperre für sich bewirken wolle.[2][3] Er hoffe auf eine Anwendung der Kronzeugenregelung und zeige sich nun kooperativ, nachdem er in der Woche zuvor vom Bund Deutscher Radfahrer von der Startliste zu den deutschen Straßen-Meisterschaften in Wiesbaden gestrichen worden war.
Im Herbst 2007 erklärte Jörg Jaksche, Bjarne Riis habe ihm mit „massiven Konsequenzen“ gedroht, falls Jaksche bei seiner Doping-Beichte Namen nenne. Der Däne wollte angeblich „dafür sorgen, dass Jaksche niemals in den Radsport zurückkomme“.[4]
Am 25. April 2008 verkündete Jörg Jaksche seinen Rücktritt aus dem Radsport. Dies geschah, nachdem er eine Absage des Team Milram bekam.[5] 2008 war er während der Tour de France als Kolumnist für SPIEGEL-ONLINE tätig.
Am 29. November 2008 wurde bekannt, dass Jaksche beim italienischen Continental Team Cinelli-OPD sein Comeback beginnen wird.[6] Am 13. Februar 2009 wurde bekannt, dass Cinelli-OPD keine Lizenz für die Saison 2009 erhalten hat.[7]
Anfang 2011 plante Jaksche ein Comeback beim Team Christina Watches-Onfone. Aufgrund der Dopingvorfälle bei Riccardo Ricco (6. Februar 2011) und Patrik Sinkewitz (am 18. März 2011 bekannt geworden) kam Jaksche zu der Auffassung, "dass sich doch nichts geändert hat in der Radsportszene." Entsprechend sagte er dem Team Christina Watches-Onfone im Frühjahr 2011 ab und verzichtete auf ein Comeback.[8]
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