Montag, 28. Mai 2012

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Jürgen Wilke (Medienwissenschaftler)

Leben

Wilke studierte in Mainz und Münster Germanistik, Publizistik und Kunstgeschichte. 1971 wurde er promoviert und begann seine journalistische Tätigkeit. 1983 schloss er seine Habilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ab. Von 1984 bis 1988 war er Professor (Lehrstuhl Journalistik I) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit 1988 ist Wilke Professor für Publizistik am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dazu kommen Gastprofessuren an der University of Washington in Seattle (USA), der Lomonossow-Universität Moskau (Russland) und der Universität der italienischen Schweiz in Lugano (Schweiz). 2004 wird er zum „Professor honoris causa“ an der Fakultät für Journalistik der Lomonossow-Universität Moskau ernannt. 2005 folgt die Wahl zum Korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Wissenschaftliche Leistungen

Jürgen Wilke war Schüler von Elisabeth Noelle-Neumann und gilt als Vorreiter einer historischen Kommunikationsforschung, die auch quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung nutzt. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Medien- und Kommunikationsgeschichte, Propaganda und Medienlenkung, Nachrichtenagenturen, internationale Kommunikation, Wahlkampfberichterstattung. Er ist Mitherausgeber beziehungsweise Autor mehrerer Standardwerke zur Publizistik/Kommunikationswissenschaft und Mediengeschichte, Area Editor für die Media Systems Section der 2008 erschienenen International Encyclopedia of Communication.

Schriften

  • Mediengattungen. In: Europäische Geschichte Online. Hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz). 2011 (Zugriff am 4. November 2011).
  • mit M. Welke: 400 Jahre Zeitung. Die Entwicklung der Tagespresse im internationalen Vergleich. Bremen 2008.
  • Presseanweisungen im zwanzigsten Jahrhundert. Erster Weltkrieg – Drittes Reich – DDR. Köln u. a. 2007.
  • mit A. Cohen, T. Zemach-Marom, B. Schenk: The Holocaust and the Press. Nazi War Crime Trials in Germany and Israel. Cresskill 2002.
  • Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. Von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert. Köln u. a. 2000.
  • mit C. Reinemann: Kanzlerkandidaten in der Wahlkampfberichterstattung. Eine vergleichende Studie zu den Bundestagswahlen 1949-1998. Köln u. a. 2000.
  • Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1999, ISBN 3-412-14898-9.
  • mit Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz (Hrsg.): Fischer Lexikon: Publizistik Massenkommunikation. Fischer, Frankfurt am Main 1989, 1994. 5. Auflage 2009, ISBN 978-3-596-18192-6.

Weblinks

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