Jalisco ist ein Bundesstaat im Westen Mexikos, am Pazifik gelegen. Er grenzt im Nordwesten an Nayarit, im Norden an Zacatecas und Aguascalientes, im Osten an Guanajuato, Michoacán und im Süden an Colima. Er hat 80.386 km² und ca. 6.487.000 Einwohner. Die Hauptstadt ist Guadalajara.
In der Antike war Jalisco auch der Name eines Königreiches der Chimalhuacán-Konföderation, die mit den Azteken freundliche Beziehungen unterhielt. 1539 unterworfen, war die Gegend als Nueva Galicia eine Provinz Neuspaniens.
Die größte Touristenattraktion ist das Seebad Puerto Vallarta. Auch die berühmte Stadt Tequila befindet sich in diesem Staat.
Der Bundesstaat erstreckt sich von der Pazifikküste über die Vulkangebirge im Süden mit dem Colima und das Tal des Río Grande de Santiago mit der Hauptstadt Guadalajara bis in den Gebirgszug der Sierra Madre Occidental.
Zentral in Jalisco befindet sich der Lago de Chapala, der größte See Mexikos.
Im Dezember 1529 startete der Konquistador Nuño Beltrán de Guzmán seinen Eroberungsfeldzug gegen die Völker im westlichen Neuspanien.[1] Dabei unterwarf er Jalisco, Zacatecas, Nayarit und Sinaloa. Die rücksichtslose Suche nach Gold und die schlechte Behandlung der einheimischen Indios löste im Frühjahr des Jahres 1540 den Mixtón-Krieg aus. Dieser Krieg wurde zur Rebellion gegen die spanische Kolonialmacht und breitete in andere Regionen Mexikos aus.
Jalisco ist heute einer der wohlhabendsten Staaten Mexikos. Er besitzt reiche Bodenschätze, u. a. Silber, Gold und Kupfer, hat eine vielseitige Industrie und ist das Land des Tequilas, das in der Umgebung der gleichnamigen Stadt aus der blauen Agave destilliert wird.
In Jalisco befindet sich mit dem Río Teuchitlán die einzige Fundstelle des Hochlandkärpflings Zoogoneticus tequila. Dieser gilt jedoch mittlerweile dort als ausgestorben und wird nun nur noch in Aquarien gepflegt und vermehrt.[2]
20.566666666667-103.67638888889
Koordinaten: 21° N, 104° W
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Jalisco aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |