James Brown (eigentlich James Joseph Brown, Jr., * 3. Mai 1933 in der Nähe von Barnwell, South Carolina; † 25. Dezember 2006 in Atlanta, Georgia) war ein US-amerikanischer Musiker. Er spielte Orgel, Klavier, Gitarre und Schlagzeug, trat aber fast ausschließlich als Sänger und Tänzer auf. Außerdem war er Bandleader und Musikproduzent. Durch seine herausragende Stellung im Rhythm and Blues und Soul der 1950er und 1960er Jahre, aber vor allem durch seinen maßgeblichen Einfluss bei der Entstehung eines neuen Stils des Soul, des Funk, war James Brown einer der bedeutendsten Pop-Musiker des 20. Jahrhunderts.
James Brown wuchs in für afro-amerikanische Familien der damaligen Zeit typischen ärmlichen Verhältnissen in Augusta (Georgia) auf. Als er vier Jahre alt war, verließ seine Mutter die Familie. Er kam zu seiner Tante nach Augusta und verbrachte seine weitere Jugend bei ihr. Nachdem er wegen bewaffneten Raubüberfalls vier Jahre im Gefängnis verbracht hatte und auf Bewährung entlassen wurde, schloss er sich den von Bobby Byrd geleiteten Gospel Starlighters an. In dieser Zeit änderte sich der Stil der Gruppe unter dem Einfluss von Louis Jordan, Ray Charles und Little Richard, den er kurzzeitig auch bei dessen Live-Band The Upsetters vertrat, von Gospel zu R&B, was sich auch in einer Namensänderung in The Famous Flames äußerte. Aufgrund seiner markanten Stimme und durch seinen leidenschaftlichen Gesang wurde James Brown bald zum herausragenden Künstler dieser Gruppe. Im November des Jahres 1955 hörte der Produzent Ralph Bass den Song „Please, Please Please“ der Famous Flames und nahm die Band sofort unter Vertrag, worauf sich die Famous Flames in James Brown and the Famous Flames umbenannten. Ab diesem Zeitpunkt begann für James Brown eine ebenso erfolgreiche wie wechselhafte Karriere.
James Browns erste Platte Please, Please, Please erschien 1956 bei Federal Records, einem Tochterlabel von King Records und wurde zum Millionenseller. Die leidenschaftlich vorgetragene, repetitive Ballade wurde später bei Live-Auftritten zu seinem Markenzeichen. Er veröffentlichte daraufhin einige weitere Singles, die jedoch floppten. Mit Titeln wie „Try Me“, „I’ll Go Crazy“ oder „Lost Someone“ gelangen ihm aber Ende der 1950er Jahre Erfolge, die ihn im Showbusiness etablierten. Der endgültige Durchbruch gelang ihm mit der Veröffentlichung der LP „Live at the Apollo“ im Jahr 1963, und das, obwohl dies gegen den Willen seiner Plattenfirma geschah, die nicht an den Erfolg eines Live-Albums glaubte. James Brown finanzierte die LP daher aus eigener Tasche. Es wurde zwar keine Single ausgekoppelt, was für den damals von Singles dominierten Plattenmarkt sehr ungewöhnlich war. Dennoch wurde „Live at the Apollo“ ein enormer kommerzieller Erfolg. Mit „I Got You“, „This is a Man’s World“ oder „Cold Sweat“ konnte er danach weitere Hits landen. Im Jahr 1968 veröffentlichte Brown ein zweites im New Yorker Apollo aufgenommenes Doppel-Album, das ebenso wie die erste heute als Klassiker gilt. Später veröffentlichte er noch weitere dort aufgenommene Alben. Diese Aufnahmen gelten als Dokumente von Browns ausgesprochen charismatischer Bühnenpräsenz, die entscheidend zu seinem Erfolg beitrug.
Seit den 60er Jahren traten die rhythmischen Elemente von Browns Musik mehr und mehr in den Vordergrund. Er skelettierte seine Stücke bis auf das rhythmische Gerüst, die Melodien wurden auf riffartige Kürzel reduziert. Dominierend wurde hingegen ein meist von Schlagzeug, E-Gitarre und Bass gespielter, scharf akzentuierter und treibender Groove, der oft minutenlang beibehalten und variiert wurde. Bei vielen Stücken wurde ein einziges Riff über die gesamte Länge ständig wiederholt. Ein Break oder die Bridge – von James Brown häufig mit dem Zuruf „Take me to the bridge!“ von seiner Band gefordert – bildeten meist den Höhepunkt der Stücke. Der Gesang James Browns entwickelte sich zu einem rhythmischen Sprechgesang, womit er Elemente des Rap vorwegnahm. Teilweise reduzierte Brown die Rolle seiner Stimme sogar auf kurze vokale Einwürfe wie „Hit Me!“ oder nur noch auf hervorgestoßenes Ächzen und Kreischen. Den Höhepunkt dieser Entwicklung erreichte James Brown Anfang der 70er Jahre.
Als für die damalige Zeit provozierend selbstbewusst auftretender Afro-Amerikaner wurde er ab Ende der 60er Jahre zu einer Identifikationsfigur der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Sein Lied „Say It Loud – I'm Black And I'm Proud“ lieferte ein Schlagwort für diese Bewegung. Dies ließ ihn zwar zu einem Idol der schwarzen Bevölkerung der USA werden, kostete ihn aber auch Sympathien bei den Weißen. Auch sein offensives Zurschaustellen der eigenen Sexualität – Lied: „Sex Machine“ – sorgte für Aufsehen. James Brown galt lange Zeit als einer der meistbeschäftigten Künstler im Show-Business mit bis zu 300 Auftritten und oft mehreren LP-Veröffentlichungen im Jahr. „Soul Brother Number One“, „The Hardest Working Man In Show Business“, „The Godfather Of Soul“ und zuletzt „The Minister Of New Heavy Super Funk“ sind die „Ehrentitel“, mit denen er im Lauf seiner fast 50-jährigen Karriere berühmt wurde – und die er sich meist selbst verliehen hat.
Im Herbst 1974 trat er mit Miriam Makeba, B.B. King, The Spinners und The Crusaders auf einem Großkonzert in Afrika auf. Es war Teil des Rahmenprogramms für den von Don King veranstalteten historischen Boxkampf Rumble in the Jungle (dt.: „Der Kampf im Dschungel“) zwischen dem damaligen Schwergewichts-Weltmeister George Foreman und dem Ex-Weltmeister Muhammad Ali, der am 30. Oktober 1974 in Kinshasa (Zaire, heute: Demokratische Republik Kongo) stattfand. Die gesamte Veranstaltung war für das Selbstwertgefühl der indigenen Bevölkerung Afrikas von ungeheuerer Bedeutung, da bis zu jenem Zeitpunkt keine anderen Großereignisse wie Olympische Spiele oder eine Fußball-WM auf diesem Kontinent stattgefunden hatten.
Mitte der 70er Jahre ließ James Browns Erfolg mit dem Aufkommen der Disco-Musik, deren Entstehen paradoxerweise ohne James Brown kaum denkbar gewesen wäre, nach. Bei Aufnahmen und Auftritten aus dieser Zeit sind auch Verschleißerscheinungen und nachlassende Inspiration festzustellen, was einige seiner Musiker bewog, sich andere Engagements zu suchen. Im Jahr 1976 blieb ihm daher nur noch ein Teil seiner bisherigen Band. Außerdem sackten die Verkaufszahlen seiner Platten ab, so dass Polydor James Brown schließlich seinen Plattenvertrag kündigte.
Ab Mitte der 80er Jahre wurde seine Musik jedoch vor allem von Hip-Hop-Musikern wiederentdeckt und häufig gesampelt. Ein von seinem damaligen Schlagzeuger Clyde Stubblefield gespielter Drumbreak aus Browns Stück „Funky Drummer“ aus dem Jahr 1969 gilt als eine der am häufigsten gesampelten Aufnahmen überhaupt. In der Folge des Revivals seiner Musik erlebte James Brown 1986 mit der Single „Living In America“ ein kommerzielles Comeback, das jedoch nicht von Dauer war. Seine danach erschienenen Platten waren verglichen mit seinen klassischen Aufnahmen qualitativ unbeständig, wurden bei Kritik und Publikum teils entsprechend skeptisch aufgenommen und konnten nicht an seine früheren kommerziellen Erfolge anknüpfen. Dies hielt James Brown jedoch nicht davon ab, weiterhin auf der ganzen Welt aufzutreten. Er blieb mit seiner Show nach wie vor ein Publikumsmagnet.
James Browns Musik übte bedeutenden Einfluss auf Popmusiker wie Michael Jackson, Booker T. & the M.G.'s, The Meters, Sly Stone, George Clinton, Prince und viele andere aus. Auch viele Jazzmusiker, wie Grant Green und Idris Muhammad, nahmen Instrumentalversionen seiner Stücke auf. Der jamaikanische Reggaesänger Bob Marley coverte in den späten 60er Jahren auch einige seiner Songs. Miles Davis bekannte, dass während seiner „elektrischen Phase“ Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre James Brown ein prägender Einfluss für ihn gewesen ist. James Browns Bedeutung für die Entwicklung der afro-amerikanischen Musik im Allgemeinen und insbesondere des Hip Hop ist kaum zu überschätzen.
Neben seiner Karriere im Musikbetrieb wirkte Brown auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, sei es als Beiträger zur Filmmusik, sei es als Interpret seiner eigenen Stücke. Bekannte Beiträge dieser Art waren sein Auftritt als Showband in Rocky IV mit dem Stück Living in America sowie sein Auftritt als Reverend in den Filmen Blues Brothers und Blues Brothers 2000.
Als einer der ersten afro-amerikanischen Musiker, die sich aktiv für die Rechte Farbiger in den USA einsetzten, ist James Brown bis heute eine Symbolfigur schwarzen Selbstbewusstseins.
James Brown wurde 1986 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 2006 ehrte die Stadt Augusta, in der er aufgewachsen ist, James Brown, indem sie das „Augusta Civic Center“ in „James Brown Arena“ umbenannte.
Die erste wichtige Formation hinter James Brown waren die „Famous Flames“, die spätere und einflussreichste Band im Hinblick auf die Prägung des Funk waren die „J.B.'s“ in den 70er Jahren. Über lange Jahre spielten die am Jazz geschulten Saxophonisten Maceo Parker und Pee Wee Ellis sowie der Posaunist Fred Wesley in seiner Band. Einige Zeit Anfang der 70er Jahre war auch Bootsy Collins Bassist bei ihm. Mit Clyde Stubblefield und Jabo Starks spielten auch hervorragende Schlagzeuger in Browns Band. Die „J.B.s“ gingen aus den Pacemakers, eine Band aus Cincinnati, hervor und wurden von James Brown angeheuert, nachdem ihn seine bisherige Band fast komplett verlassen hatte. Die „J.B.'s“ veröffentlichten mit wechselnder Besetzung und teilweise unter anderen Namen (z. B. Maceo And The Macks, Fred & The New J.B.'s) auch eigene Aufnahmen, die ebenfalls von James Brown produziert wurden.
Da James Brown keine Noten lesen oder schreiben konnte, sang er seinen Musikern seine musikalischen Ideen vor. Für deren Umsetzung war er jedoch immer auf die Unterstützung durch einen professionellen Bandleader angewiesen. Er war aber auch bekannt für seinen patriarchalischen und autoritären Führungsstil, der immer wieder zu Konflikten mit seinen Musikern führte. So reagierte er auf die Forderung seines Bandleaders Fred Wesley nach einer pünktlichen Bezahlung der Band einmal mit dessen fristloser Entlassung – nur um ihn wenig später wieder einzustellen. Sowohl Fred Wesley als auch Maceo Parker, Pee Wee Ellis und Bootsy Collins verließen ihn Mitte der 70er Jahre, um mit Mick Jagger in dessen Band Rolling Stones zu spielen oder Solokarrieren zu bestreiten.
Seine letzte Backing-Band waren die Soul Generals, die in Phantasie-Uniformen das Fundament seiner Bühnenshow bildeten. Mit zwei Drummern, Percussion, zwei Bassisten, drei Gitarristen, drei Bläsern und zwei Keyboardern sorgten sie mit den Sängerinnen Bittersweet für den nötigen Druck der detailliert durcharrangierten Konzerte. Langjährige Wegbegleiter wie Fred Thomas (Bass) und Tony Cook (Drums) trafen hier auf junge Talente.
James Brown war bekannt für seine mitreißenden Auftritte, von denen er auf dem Höhepunkt seiner Popularität mehrere Hundert im Jahr absolvierte. Er trat mit einer vielköpfigen Band auf, die meist durch Tänzer und Tänzerinnen ergänzt wurde. Der unumstrittene Star der Show war jedoch James Brown selbst, der mit seiner lebhaften, fieberhaften Art zu tanzen und seiner Fähigkeit, mit dem Publikum in direkten Kontakt zu treten, eine äußerst charismatische Ausstrahlung hatte. In seiner Art nicht nur mit seiner Band, sondern auch mit dem Publikum in der Form des Call and Response zu kommunizieren und die Stimmung seiner Zuhörer anzuheizen, waren bis zuletzt seine Wurzeln in der Gospelmusik zu erkennen.
Seine Shows waren von einem detailliert durcharrangierten Konzept geprägt, das über 50 Jahre immer wieder geändert wurde. Eine übliche James-Brown-Show begann damit, dass seine Band einige Instrumentalversionen seiner Kompositionen (Gimme' some more, Soul Power ’74) spielte und anschließend James Browns langjähriger Wegbegleiter, MC und Modedesigner Danny Ray James Brown mit den wichtigsten seiner Titel ansagte. James Brown hatte in seinen Shows in der Regel keine feste Setlist, sondern gab seiner Band mit Handzeichen oder kurzen Stichworten zu verstehen, welches Stück als nächstes zu spielen war. Wenn er während eines Stücks hörte, dass ein Musiker eine falsche Note spielte, benutzte er in der Regel diese Methode, um zum nächsten Stück zu wechseln.
Ein fester Bestandteil seiner Shows war das erste Brown-Stück Please, Please, Please. Während des Refrains war Brown – scheinbar – erschöpft, sein MC hängte ihm einen oder gleich mehrere Umhänge über, Brown ging von der Bühne und kam mit neuer Energie zurück, warf den Umhang ab, um dann eine von seinen Funk-Kompositionen wie etwa Papa’s got a brand new bag folgen zu lassen. Zuletzt schloss Brown seine Shows mit einer 20-Minuten-Version von Sex Machine ab, die er live mit seinem Orgelspiel gekonnt ergänzte. Ein Veranstalter, der Brown buchte, musste sich gleichzeitig dazu bereit erklären, die gesamte Show aufzuzeichnen. Nach Aussagen seiner Musiker hörte sich Brown danach die gesamte Show an, um die Fehler seiner Musiker festzustellen.
James Browns Privatleben war durch viele Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend und mit kleinkrimineller Vergangenheit arbeitete er sich im Show-Business zum Millionär hoch und stellte damit eine Verkörperung des Amerikanischen Traumes dar. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere besaß er einen Nachtclub, eine Restaurantkette, einen Privatjet und mehrere Radiostationen. Trotz seines enormen kommerziellen Erfolges als Musiker plagte er sich aufgrund seines aufwändigen Lebensstiles und Steuernachzahlungen in Millionenhöhe zeitweise mit finanziellen Problemen, die ihn dazu zwangen, Teile seines Besitzes zu verkaufen.
James Brown war viermal verheiratet. Sein ältester Sohn Teddy kam im Jahr 1973 bei einem Autounfall ums Leben.
Nicht nur am Anfang seiner Karriere geriet James Brown mit dem Gesetz in Konflikt. Unter anderem brachte ihn in den 90er Jahren seine damalige Ehefrau vor Gericht, da er sie mit einer Waffe bedroht und sich anschließend eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte. Brown wurde mehrfach wegen illegalen Waffenbesitzes und Drogendelikten verurteilt, verbüßte mehrere Haftstrafen, engagierte sich aber auch in gemeinnützigen Organisationen.
Neben fast täglichen Auftritten mit seiner letzten Band, den Soul Generals, arbeitete Brown zuletzt an seinem neuen Album „World Against The Grain“. Es wurden sowohl Coverversionen von eigenen Stücken als auch neue Stücke eingespielt. Als Auskopplung wurde „Gut Bucket“ im Jahr 2006 in einer Ausgabe des MOJO Magazins auf der dieser Zeitschrift beiliegenden CD „James Browns Funky Summer“ veröffentlicht. Brown sagte im Jahr 2006, die neue CD werde bald erscheinen.
Nachdem bei einem Zahnarzttermin sein schlechter Gesundheitszustand aufgefallen war, wurde James Brown ins Emory-Crawford-Long-Krankenhaus in Atlanta, Georgia, eingeliefert. Dort starb er in der Nacht zum 25. Dezember 2006 um 1:45 Uhr (Ortszeit) an Herzinsuffizienz, offenbar als Folge einer verschleppten Lungenentzündung. Seine letzten Worte sagte er zu seinem engen Freund und langjährigen Manager Charles Bobbitt: „I'm going away tonight.“ („Ich gehe heute Nacht fort.“) [1]
Brown wurde in einer Prozession durch Harlem in einem weißen Sarg auf einer Pferdekutsche zum Apollo-Theatre gefahren, wo einst seine Karriere begonnen hatte. Tausende von Trauernden nahmen Abschied am offenen Sarg. Am 30. Dezember wurde er in seine Heimatstadt Augusta überführt und in der James-Brown-Arena in einem goldenen Sarg aufgebahrt. 8.000 Menschen in der Halle und weitere mehrere Tausend Trauernde davor im Regen erwiesen ihm die letzte Ehre. Unter den Kondolierenden befanden sich die Menschenrechtler Jesse Jackson und Al Sharpton sowie Michael Jackson und Don King. Michael Jackson bekannte: „Als ich ihn sich bewegen sah, war ich hypnotisiert. Ich wusste, dass ich das für den Rest meines Lebens auch tun wollte - wegen James Brown.“ („When I saw him move, I was mesmerized. I knew that's what I wanted to do for the rest of my life because of James Brown.“) [2] Brown hinterlässt seine Frau Tomie Rae Hynie, drei Ex-Ehefrauen, die Töchter Venisha, Deanna und die Söhne Daryl und James Brown Jr.
Aufgrund von Erbstreitigkeiten zwischen Browns letzter Frau Tomie Rae Hynie, die keinen Anteil am Erbe erhielt,[3] und der Familie verzögerte sich dessen Beerdigung.[4] Den größten Teil seines zwischen 100 und 200 Mio. Dollar geschätzten Vermögens überführte Brown in eine Stiftung für bedürftige Kinder, die ihnen ein Musikstudium ermöglichen soll. Browns letzter Wille war es, auf seinem Grundstück in Beech Island, South Carolina, beerdigt zu werden. Die Grablege fand am 3. März 2007 in einer Krypta auf dem Grundstück seiner Tochter Deanna Brown Thomas, etwa 3 km von Browns Zuhause entfernt, im Beisein von Rev. Al Sharpton statt.[5] Nach Angaben seiner Familie soll Brown jedoch seine endgültige Ruhestätte in einem öffentlichen Mausoleum bekommen.
Am 22. Dezember 2007 wurde im Madison Theater in Covington, Kentucky das erste alljährliche Tribute Fit For the King of King Records zu Ehren des verstorbenen Meisters veranstaltet, die Leitung übernahm Bootsy Collins. Seinem Ruf folgten Künstler wie Afrika Bambaataa, Chuck D von Public Enemy, Buckethead, Freekbass, Triage, The Soul Generals sowie viele der noch lebenden Familienangehörigen. Cincinnatis Bürgermeister erklärte den 22. Dezember zum James-Brown-Tag [6].
In dieser Tabelle befinden sich die Songs, die sich in den Charts der drei Länder etablieren konnten.
| Jahr | Single | DE | UK | US |
|---|---|---|---|---|
| 1956 | Please, Please, Please | - | - | 105 |
| 1958 | Try Me | - | - | 48 |
| 1960 | Think | 49 | - | 33 |
| 1960 | You've Got the Power | - | - | 86 |
| 1960 | This Old Heart | - | - | 79 |
| 1960 | The Bells | - | - | 68 |
| 1961 | Bewildered | - | - | 40 |
| 1961 | I Don't Mind | - | - | 47 |
| 1961 | Baby You've Right | - | - | 49 |
| 1961 | Lost Someone | - | - | 48 |
| 1962 | Night Train | - | - | 35 |
| 1962 | Shout and Shimmy | - | - | 61 |
| 1962 | Mashed Potatoes U.S.A. | - | - | 82 |
| 1962 | I've Got Money' | - | - | 93 |
| 1963 | Every Beat of My Heart | - | - | 99 |
| 1963 | Prisoner of Love | - | - | 18 |
| 1963 | These Foolish Things (Remind Me of You) | - | - | 55 |
| 1963 | Signed, Sealed and Delivered | - | - | 77 |
| 1963 | Oh Baby Don't You Weep | - | - | 23 |
| 1964 | Caldonia | - | - | 95 |
| 1964 | The Things That I Used to Do | - | - | 99 |
| 1964 | Out of Sight | - | - | 24 |
| 1964 | Please, Please, Please" (Instrumental) | - | - | 95 |
| 1964 | Have Mercy Baby | - | - | 92 |
| 1965 | Try Me" (Instrumental) | - | - | 63 |
| 1965 | Papa's Got a Brand New Bag | - | 25 | 8 |
| 1965 | I Got You (I Feel Good) | - | 29 | 3 |
| 1965 | Lost Someone (Liveversion) | - | - | 94 |
| 1965 | I'll Go Crazy | - | - | 73 |
| 1966 | Ain't That a Groove | - | - | 42 |
| 1966 | It's a Man's Man's Man's World | - | 13 | 8 |
| 1966 | Money Won't Change You | - | - | 53 |
| 1966 | Don't Be a Drop-Out | - | - | 50 |
| 1966 | Sweet Little Baby Boy | - | - | 8 |
| 1966 | Bring It Up (Hipster's Avenue) | - | - | 29 |
| 1967 | Kansas City | - | - | 55 |
| 1967 | Think (feat. Vicky Anderson) | - | - | 100 |
| 1967 | "Let Yourself Go | - | - | 46 |
| 1967 | Cold Sweat | - | - | 7 |
| 1967 | Get It Together | - | - | 40 |
| 1967 | I Can't Stand Myself (When You Touch Me) | - | - | 28 |
| 1967 | There Was a Time | - | - | 36 |
| 1968 | I Got the Feelin' | - | - | 6 |
| 1968 | Licking Stick – Licking Stick | - | - | 14 |
| 1968 | America is My Home | - | - | 52 |
| 1968 | I Guess I'll Have to Cry, Cry, Cry | - | - | 55 |
| 1968 | Say It Loud – I'm Black and I'm Proud | - | - | 10 |
| 1968 | Goodbye My Love | - | - | 31 |
| 1968 | Tit For That (Ain't No Taking Back) | - | - | 86 |
| 1968 | Give It Up or Turnit a Loose | - | - | 15 |
| 1969 | I Don't Want Nobody To Give Me Nothing (Open Up The Door, I'll Get It Myself) | - | - | 20 |
| 1969 | The Popcorn | - | - | 30 |
| 1969 | Mother Popcorn | - | - | 11 |
| 1969 | Lowdown Popcorn | - | - | 41 |
| 1969 | World | - | - | 37 |
| 1969 | Let A Man Come In and Do the Popcorn, Pt. 1 | - | - | 21 |
| 1969 | Ain't It Funky Now | - | - | 24 |
| 1969 | Let A Man Come In and Do the Popcorn, Pt. 2 | - | - | 40 |
| 1970 | It's a New Day | - | - | 32 |
| 1970 | Funky Drummer | - | - | 59 |
| 1970 | Brother Rapp | - | - | 32 |
| 1970 | Get Up (I Feel Like Being a) Sex Machine | 29 | 32 | 15 |
| 1970 | Super Bad | - | - | 13 |
| 1970 | Santa Claus Is Definitely Here to Stay | - | - | 7 |
| 1970 | Get Up, Get Into It, Get Involved | - | - | 34 |
| 1971 | Spinning Wheel | - | 78 | 90 |
| 1971 | I Cried | - | - | 50 |
| 1971 | Soul Power | 47 | 78 | 29 |
| 1971 | Escape-ism | - | - | 35 |
| 1971 | Hot Pants | 21 | - | 15 |
| 1971 | Make It Funky | - | - | 22 |
| 1971 | I'm A Greedy Man | - | - | 35 |
| 1971 | Hey America | - | 47 | - |
| 1972 | Talkin' Loud and Sayin' Nothing | - | - | 27 |
| 1972 | king Heroin | - | - | 40 |
| 1972 | There It Is | - | - | 43 |
| 1972 | Honky Tonk | - | - | 44 |
| 1972 | Get on the Good Foot | - | - | 18 |
| 1972 | I Got a Bag of My Own | - | - | 44 |
| 1972 | I Got Ants In My Pants (And I Want to Dance) | - | - | 27 |
| 1972 | What My Baby Needs Now Is a Little More Lovin (feat. Lyn Collins) | - | - | 56 |
| 1973 | Down And Out In New York City | - | - | 50 |
| 1973 | Think '73 | - | - | 77 |
| 1973 | Think (Remix) | - | - | 80 |
| 1973 | Sexy, Sexy, Sexy | - | - | 50 |
| 1973 | Stoned to the Bone | - | - | 58 |
| 1974 | The Payback | - | - | 26 |
| 1974 | My Thang | - | - | 29 |
| 1974 | Papa Don't Take No Mess | - | - | 31 |
| 1974 | Funky President (People It's Bad) | - | - | 44 |
| 1974 | Coldblooded | - | - | 99 |
| 1975 | Hustle!!! (Dead on It) | - | 11 | - |
| 1975 | Reality | - | - | 80 |
| 1975 | Sex Machine '76 | - | 61 | |
| 1976 | Get Up Offa That Thing | - | 22 | 45 |
| 1976 | Body Heat | - | 36 | 88 |
| 1980 | Rapp Payback (Where Iz Moses) | - | 39 | - |
| 1983 | Bring It On...Bring It On | - | 45 | - |
| 1984 | Unity (feat. Afrika Bambaataa) | - | 49 | - |
| 1985 | Froggy Mix | - | 50 | - |
| 1985 | Living in America | 12 | 5 | 4 |
| 1986 | Gravity | - | 65 | 93 |
| 1987 | How Do You Stop | 28 | 90 | - |
| 1988 | She's the One | - | 45 | - |
| 1988 | The Payback Mix | - | 12 | - |
| 1988 | I'm Real | - | 32 | - |
| 1988 | Static | - | 83 | - |
| 1989 | Gimme Your Love (feat. Aretha Franklin) | - | 79 | - |
| 1992 | I Got You (I Feel Good) (vs. Dakeyne) | - | 72 | - |
| 1993 | Can't Get Any Harder | - | 59 | - |
| 1998 | Funk On A Roll | - | 40 | - |
Die Diskografie James Browns ist ebenso umfangreich wie unübersichtlich. Viele seiner LPs sind nicht auf CD veröffentlicht worden. Stattdessen sind zahlreiche Kompilationen verschiedener Qualität erhältlich. Die folgende Aufzählung hält sich an die ursprünglich im LP-Format veröffentlichten Platten.
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