Montag, 28. Mai 2012

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Jewgeni Walentinowitsch Kasperski

Jewgeni Kasperski, 2007

Jewgeni Walentinowitsch Kasperski (russisch Евгений Валентинович Касперский, wiss. Transliteration Evgenij Valentinovič Kasperskij; * 4. Oktober 1965 in Noworossijsk, RSFSR) ist ein russischer Experte für Computersicherheit. International ist er auch unter seiner anglisierten Namensform Eugene Kaspersky bekannt.

Biographie

Nach seiner Ausbildung am Institut für Kryptografie, Kommunikation und Informationswesen arbeitete Jewgeni Kasperski bis 1991 an einem wissenschaftlich-technischen Institut in mehreren Forschungsbereichen. Im Oktober 1989 begann er Computerviren zu erforschen, als auf seinem Rechner das Computervirus Cascade gefunden wurde. 1991 bis 1997 arbeitete er am wissenschaftlich-technischen Zentrum KAMI. Dort entwickelte er zusammen mit einer Gruppe Gleichgesinnter das Antiviren-Projekt AVP, den Vorläufer des Programms „Kaspersky Anti-Virus“. Jewgeni Kasperski gründete 1997 zusammen mit seiner damaligen Frau Natalja Kasperskaja das Unternehmen Kaspersky Lab, das Antivirensoftware und andere Sicherheitssoftware anbietet.

Jewgeni Kasperski gehört zu den weltweit führenden Spezialisten im Bereich Viren-Schutz. Er hat eine große Anzahl von Artikeln und Übersichten zu Problemen der Computer-Virologie veröffentlicht und tritt regelmäßig in Seminaren und Konferenzen in Russland und im Ausland auf. Kasperski ist Mitglied der Organisation der Computervirenforscher CARO.

Im Oktober 2009 forderte er eine stärkere Kontrolle des Internets, die seiner Ansicht nach unter anderem durch die Einführung von Internet-Pässen und Internet-Sicherheitsbehörden erreicht werden soll.[1][2]

Kasperskis Vermögen wurde vom Magazin Forbes Russia 2010 auf 800 Millionen US-Dollar (ca. 549 Millionen Euro) geschätzt. Damit rangiert er auf Platz 125 der reichsten Menschen in Russland.[3]

Im April 2011 wurde Kasperskis 20-jähriger Sohn Iwan entführt. Die Entführer wollten damit 3 Millionen Euro erpressen. Bei der Übergabe des Lösegeldes einige Tage später nahe Moskau wurden fünf Verdächtige festgenommen. An der Befreiungsaktion waren der Inlandsgeheimdienst FSB, Polizei-Spezialeinheiten und Kasperskis eigenes Sicherheitspersonal beteiligt. Iwan sei frei und es gehe ihm gut. Es wurde kein Lösegeld bezahlt.[3][4] Der Sohn hatte seine Wohnungsadresse über ein Soziales Netzwerk im Internet preisgegeben.[5]

Preise

Werke

  • Malware: Von Viren, Würmern, Hackern und Trojanern und wie man sich vor ihnen schützt. Hanser Verlag, München 2008, ISBN 3-446-41500-9

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Kaspersky-Chef will Ende der Anonymität im Internet“, Golem.de, 18. Oktober 2009; abgerufen am 19. Oktober 2009, 15:15 Uhr.
  2. Kaspersky fordert Einführung von Internet-Pässen: Meldung vom 19. Oktober 2009, 11:00 bei heise.de; abgerufen am 19. Oktober 2009, 15:15 Uhr.
  3. ab Russischer Geheimdienst befreite Kaspersky-Sohn in: der Standard vom 25. April 2011; Archiv-Version
  4. Kaspersky Lab statement Mitteilung in: Kaspersky vom 24. April 2011; Archiv-Version
  5. Das Netz wird Kriegsschauplatz in: Der Spiegel 22/2011 vom 20. Juni 2011
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