Jigal Allon (hebräisch יגאל אלון; * 10. Oktober 1918 in Kfar Tabor, Galiläa; † 29. Februar 1980 in Afula) war ein israelischer Politiker der Arbeitspartei. Er war von 1974 bis 1977 der vierte Außenminister Israels. Nach ihm ist der Allon-Plan zur Besiedlung des Westjordanlandes (Westbank) benannt.
Allon war Mitglied des Kibbuz Ginnossar am See Genezareth und studierte Landwirtschaft. Später wurde er an der Hebräischen Universität Jerusalem und am St Antony’s College der Universität Oxford ausgebildet.
Seine militärische Karriere begann er als Jugendlicher in der Hagana, später wurde er Kommandeur des Palmach und kämpfte im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Briten. Nach der Gründung des Staates Israel trat er in die Armee als Generalmajor ein und kämpfte im Israelischen Unabhängigkeitskrieg.
1955 wurde Jigal Allon für die sozialistische Achdut haAvoda in die Knesset gewählt. Achdut haAvoda ging 1968 in der neuen Arbeitspartei Avoda auf. Bis zu seinem Tod 1980 gehörte Allon dem Parlament an. Er war ein langjähriger politischer Gegenspieler Mosche Dajans und ein Befürworter eines politischen Ausgleichs mit den Arabern.
Allon bekleidete zahlreiche Ministerposten: Arbeitsminister (1961-1967) in der Regierung Ben Gurion, Stellvertretender Ministerpräsident (1967-1974), Einwanderungsminister (1967-1969), Bildungsminister (1969-1974), Außenminister (1974-1977). Nach dem Tod von Levi Eschkols 1969 war er für drei Wochen geschäftsführender israelischer Ministerpräsident.
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