Montag, 28. Mai 2012

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Kabinett Merkel II

Mit dem Begriff Kabinett Merkel II wird die seit dem 28. Oktober 2009, dem Tag ihrer Vereidigung, amtierende deutsche Bundesregierung in der 17. Legislaturperiode bezeichnet. Das gebildete Kabinett der schwarz-gelben Koalition aus CDU, CSU und FDP wurde am 23. beziehungsweise 24. Oktober 2009 öffentlich bekannt und stellt das 22. Kabinett der Bundesrepublik Deutschland dar.[1][2] Der Koalitionsvertrag trägt den Titel Wachstum. Bildung. Zusammenhalt.[3]

Minister

Kabinett Merkel II – seit dem 28. Oktober 2009
Amt Name Partei Parlamentarischer Staatssekretär bzw. Staatsminister Partei
Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU Eckart von KlaedenBernd NeumannMaria Böhmer CDU
Stellvertreter der Bundeskanzlerin Guido Westerwellebis 16. Mai 2011[4]Philipp Röslerab 16. Mai 2011 FDP
Auswärtiges Guido Westerwelle FDP Werner Hoyerbis 31. Dezember 2011Michael Link[5]ab 24. Januar 2012Cornelia Pieper FDP
Inneres Thomas de Maizièrebis 3. März 2011Hans-Peter Friedrichab 3. März 2011 CDUCSU0 Christoph BergnerOle Schröder CDU
Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger FDP Max Stadler FDP
Finanzen Wolfgang Schäuble CDU Steffen KampeterHartmut Koschyk CDUCSU
Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderlebis 12. Mai 2011Philipp Röslerab 12. Mai 2011 FDP Peter HintzeHans-Joachim OttoErnst Burgbacher CDUFDPFDP
Arbeit und Soziales Franz Josef Jungbis 30. November 2009Ursula von der Leyenab 30. November 2009 CDU Hans-Joachim FuchtelRalf Brauksiepe CDU
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner CSU Julia Klöcknerbis 15. Februar 2011Peter Bleser[6]seit 15. Februar 2011Gerd Müller CDUCDUCSU
Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenbergbis 3. März 2011Thomas de Maizièreab 3. März 2011 CSUCDU0 Christian SchmidtThomas Kossendey CSUCDU
Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ursula von der Leyenbis 30. November 2009Kristina Schröder (geb. Köhler)ab 30. November 2009 CDU Hermann Kues CDU
Gesundheit Philipp Röslerbis 12. Mai 2011Daniel Bahrab 12. Mai 2011 FDP Annette Widmann-MauzDaniel Bahrbis 12. Mai 2011Ulrike Flach[7]ab 12. Mai 2011 CDUFDP0FDP0
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Peter Ramsauer CSU Enak FerlemannAndreas ScheuerJan Mücke[8] CDUCSUFDP
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Norbert Röttgenbis 22. Mai 2012Peter Altmaierab 22. Mai 2012 CDU Ursula Heinen-EsserKatherina Reiche CDU
Bildung und Forschung Annette Schavan CDU Helge BraunThomas Rachel CDU
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel FDP Gudrun Kopp FDP
Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla CDU

Veränderungen

Die erste Kabinettsumbildung wurde am 30. November 2009 vollzogen. Franz Josef Jung, im Kabinett Merkel I noch Verteidigungsminister, erklärte am 27. November seinen Rücktritt als Konsequenz der Informationspolitik im Zusammenhang mit dem umstrittenen Luftangriff auf zwei Tanklastwagen nahe Kunduz vom 4. September 2009. Als neue Bundesministerin für Arbeit und Soziales schlug Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Bundespräsidenten Ursula von der Leyen vor, zuvor Familienministerin. Ihre Nachfolgerin im Ressort Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde Kristina Schröder (zur Zeit der Ernennung Köhler). Die Ernennung der neuen Ministerinnen durch den Bundespräsidenten erfolgte am 30. November 2009 – die Vereidigung vor dem Deutschen Bundestag fand am 2. Dezember statt.[9]

Am 1. März 2011 erklärte Karl-Theodor zu Guttenberg infolge der Plagiatsaffäre seinen Rücktritt als Bundesminister der Verteidigung, am 3. März 2011 erfolgte seine Entlassung und der bisherige Innenminister, Thomas de Maizière, wurde zum Verteidigungsminister ernannt. Hans-Peter Friedrich wurde neuer Bundesminister des Inneren.

Am 10. Mai 2011 gab Rainer Brüderle aufgrund der Wahl zum Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion sein Amt als Bundesminister für Wirtschaft und Technologie auf. Sein Amt übernahm Philipp Rösler, bisheriger Bundesminister der Gesundheit, dessen Nachfolger wiederum wurde Daniel Bahr, Vorsitzender der NRW-FDP und bisheriger Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Am 12. Mai 2011 wurden Philipp Rösler und Daniel Bahr vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff ernannt, Rainer Brüderle erhielt seine Entlassungsurkunde.

Mit der Übernahme des Parteivorsitzes der FDP ersetzte Rösler auch den bisherigen Vizekanzler Guido Westerwelle in dieser Funktion.

Am 16. Mai 2012 schlug die Bundeskanzlerin dem Bundespräsidenten die Entlassung des Bundesumweltministers Norbert Röttgen nach Artikel 64 des Grundgesetzes vor. Am 22. Mai 2012 erfolgte die Entlassung Röttgens und die Ernennung des bis dahin Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier, zum neuen Umweltminister.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Neues Kabinett Merkel setzt auf Routiniers und Debütanten, abgerufen am 23. Oktober 2009
  2. Neumann bleibt im Amt, abgerufen am 24. Oktober 2009
  3. Koalitionsvertrag, abgerufen am 30. Oktober 2009
  4. Philipp Rösler neuer Vizekanzler, Bundesregierung. 18. Mai 2011. 
  5. ´Michael Link Staatsminister im Auswärtigen Amt. Auswärtiges Amt, 27. Januar 2012, abgerufen am 27. Januar 2012. 
  6. Peter Bleser ist neuer Parlamentarischer Staatssekretär, Pressemitteilung des BMELV vom 17. Februar 2011
  7. Ulrike Flach wird Staatssekretärin, rp-online
  8. FDP besetzt fünf Ministerposten und stellt acht Staatssekretäre
  9. Rücktritt von Bundesarbeitsminister Franz-Josef Jung, 27. November 2009

Weblinks

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Diese Seite wurde zuletzt am 23. Mai 2012 um 19:12 Uhr geändert.

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