| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 50° 14′ N, 8° 46′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Wetteraukreis | |
| Höhe: | 110 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,94 km² | |
| Einwohner: |
21.717 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 494 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 61184 | |
| Vorwahlen: | 06039 06034 (Burg-Gräfenrode) | |
| Kfz-Kennzeichen: | FB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 40 012 | |
| LOCODE: | DE KBN | |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 61184 Karben | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Guido Rahn (CDU) | |
| Lage der Stadt Karben im Wetteraukreis | ||
Karben ist eine Stadt im Wetteraukreis. Sie liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich von Frankfurt am Main. Der Fluss Nidda verläuft durch die Ortsteile Okarben, Klein-Karben und Groß-Karben.
Karben grenzt im Norden an die Gemeinden Wöllstadt und Niddatal, im Osten an die Stadt Nidderau (Main-Kinzig-Kreis), im Südosten an die Gemeinde Schöneck (Main-Kinzig-Kreis), im Süden an die Gemeinde Niederdorfelden (Main-Kinzig-Kreis), die Stadt Bad Vilbel und die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, im Westen an die Städte Bad Homburg vor der Höhe (Hochtaunuskreis) und Friedrichsdorf sowie im Nordwesten an die Stadt Rosbach vor der Höhe.
Karben besteht aus den Stadtteilen Burg-Gräfenrode, Groß-Karben, Klein-Karben, Kloppenheim, Okarben, Petterweil und Rendel.
Die Stadt Karben entstand am 1. Juli 1970 aus dem Zusammenschluß der Gemeinden Groß-Karben, Klein-Karben, Kloppenheim, Okarben und Rendel. Die Gemeinde Burg-Gräfenrode wurde am 31. Dezember 1971 eingemeindet und am 1. August 1972 erfolgte der weitere Zusammenschluss mit der Gemeinde Petterweil. Diese ausgedehnte Kommune wurde neben Dietzenbach und Neu-Anspach für einige Jahre zum musterhaften Entwicklungsschwerpunkt im ländlichen Raum vor den Toren Frankfurts erklärt. Die für Karben prognostizierten 30-40.000 Einwohner konnten jedoch bis heute nicht erreicht werden.
Der Stadtteil Okarben entstand auf der Stelle eines Römerkastells; der Ortsname „Carben“ ist aus dem 9. Jahrhundert belegt. Im Mittelalter sind zwei Adelsfamilien fassbar, die sich nach dem Ort benannten: Die Herren von Carben und die Dugel von Carben. Beide stellten mehrere Burgmannen und Burggrafen in der Reichsburg Friedberg.
Im Stadtteil Kloppenheim befand sich seit dem 13. Jahrhundert eine Deutschordenskommende, deren Mittelpunkt später das Deutschordensschloss Kloppenheim bildete. Die Liegenschaften dort werden heute im Volksmund als „Schloss“ bezeichnet, wie auch das Anwesen der Adelsfamilie Leonhardi im Stadtteil Groß-Karben. Im Stadtteil Burg-Gräfenrode steht die „Oberburg“.
Rendel ist mit einer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 774 der älteste Stadtteil Karbens.
Am 7. Juli 1848 hielt der Leiter der demokratischen Linken der Frankfurter Nationalversammlung, Robert Blum, auf einem Feld vor Petterweil die letzte Rede vor seiner Hinrichtung. An dieses Ereignis erinnert noch heute ein Gedenkstein.
Die letzten drei Kommunalwahlen hatten folgende Ergebnisse: [2]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011[3] | Sitze 2011 | % 2006 | Sitze 2006 | % 2001 | Sitze 2001 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 49,8 | 18 | 42,0 | 15 | 38,3 | 14 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 27,5 | 10 | 39,4 | 15 | 47,6 | 18 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 10,9 | 4 | 7,3 | 3 | 7,4 | 3 |
| FWG-Karben | Freie Wählergemeinschaft Karben | 7,3 | 3 | 7,9 | 3 | 4,1 | 1 |
| Die Linke | Die Linke | 2,7 | 1 | – | – | – | – |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 1,9 | 1 | 3,4 | 1 | 2,1 | 1 |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | – | – | – | – | 0,5 | 0 |
| Gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 56,1 | 52,8 | 59,2 | ||||
Zwischen 1997 und 2006 durch eine parlamentarische Mehrheit einer rot-grünen Koalition getragen. Seit der Kommunalwahl 2006 besteht eine Mehrheits-Koalition von CDU-FWG-FDP im Stadtparlament. Bürgermeister ist der direkt gewählte Guido Rahn(CDU).
Seit Stadtgründung gab es folgende Bürgermeister: + Gerd Klein (SPD/ÜWG) Seit Gründung 1970
Guido Rahn (CDU) wurde am 27. September 2009 zum neuen Bürgermeister gewählt. Er trat am 1. April 2010 die Nachfolge von Roland Schulz (SPD) an und ist damit der erste CDU-Bürgermeister seit der Stadtgründung.
Karben liegt an der Bundesstraße 3. Die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse sind Friedberg (Bundesautobahn 5, Anschlussstelle 16) im Norden und Preungesheimer Dreieck (Bundesautobahn 661, Anschlussstelle 8) im Süden.
Die Strecke der Main-Weser-Bahn verläuft über Karbener Gemarkung. Die Stadt ist auf ihr mit dem Bahnhof Groß Karben und dem Haltepunkt Okarben angeschlossen. Mit der S-Bahn-Linie S6 ist die Innenstadt von Frankfurt am Main in einer halben Stunde erreichbar.
Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Karben
Oberhalb des Ortes am Friedhof liegt der Karbener Rosenhang. Es handelt sich um ein etwa 5000 Quadratmeter großes Grundstück mit altem Baumbestand, auf dem seit 1993 über 700 verschiedene historische Rosen gepflanzt wurden. Der frei zugängliche Rosenhang ist kein Rosengarten im klassischen Sinne. Die Rosen wachsen in naturbelassener Umgebung gemäß ihrer natürlichen Wuchsform. Vielfach haben die gepflanzten alten Rosensorten nur eine Blütephase im Jahr. Insbesondere im Juni ist daher der Rosenhang ein Meer von Blüten und Duft. Ebenfalls im Juni findet seit 2001 das Rosenfest statt.
In Karben liegt auch eine Parkanlage des berühmten Frankfurter Gartenarchitekten Franz Heinrich Siesmayer (1817-1900). Der in Groß-Karben aufgewachsene Gartenkünstler schuf zeitlebens an die 300 Parks und Gärten, darunter den Frankfurter Palmengarten. Zu den Kennzeichen seiner Arbeiten zählten unter anderem das Spiel mit Wasser und konzentrierte Sichtachsen. Beides findet sich auch im nach ihm benannten Siesmayer-Park wieder. Die Anlage ist öffentlich zugänglich und wird inzwischen als Schaugarten des ortsansässigen Gartenmöbelhändlers Wilhelm Trabandt genutzt. Im Sommer beherbergt der Park die größte Sonnenschirmausstellung Hessens.
Zwischen den Stadtteilen Klein-Karben und Rendel wurde im Oktober 2006 ein Geologisches Denkmal (Geotop) von Geowissenschaftlern der Universität Frankfurt, des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie, des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege und mit der Stadtverwaltung von Karben errichtet. Es ist ein paläontologisches Boden- und Kulturdenkmal nach §19 des hessischen Denkmalschutzgesetz.
Im Geotop kann man die Bodenschichten betrachten und Fossilien finden, die aus dem Wetteraussee stammen, der vor 23 Millionen Jahren das Rhein-Main Gebiet bedeckte. Der westexponierten Hang des Geotops ist mitverantwortlich dafür, dass während der letzten Eiszeiten nur wenig Löss dorthin geweht wurde. Dadurch ist die Bodenbedeckung nur sehr gering und der Zugang zum Festgestein im Untergrund ist leichter zu erreichen. Dies ist sehr beliebt für Wissenschaftler, da dort entsprechende Untersuchungen leicht durchgeführt werden können.
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