| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 53° 9′ N, 11° 45′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Prignitz | |
| Höhe: | 34 m ü. NN | |
| Fläche: | 252,18 km² | |
| Einwohner: |
6.376 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 25 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 19357 | |
| Vorwahlen: | 038797, 038783 (Karwe) | |
| Kfz-Kennzeichen: | PR | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 70 173 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Mühlenstraße 1 19357 Karstädt | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Udo Staeck (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Karstädt im Landkreis Prignitz | ||
Karstädt ist eine amtsfreie Gemeinde des Landkreises Prignitz in Brandenburg. Das Gemeindegebiet ist identisch mit dem Amtsgebiet des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Karstädt.
Karstädt befindet sich im Nordwesten des Landes Brandenburg. Südwestliche Teile des Gemeindegebietes liegen innerhalb des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe - Brandenburg. Innerhalb der Gemeindegrenzen münden die Tarnitz, die Karwe und weitere kleine Flüsse und Gräben in die Löcknitz. An der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern verläuft der Meynbach.
Zur Gemeinde Karstädt gehören folgende Ortsteile[2]:
Dazu kommen noch die bewohnten Wohnplätze: Forsthof, Gosedahl, Kolonie, Margarethental, Neu Pinnow, Neuhof Ausbau, Neuhof Mollnitz, Semlin, Siedlung an der Bahn, Tiefenthal, Wendisch Warnow und Ziegelei[4].
Am 15. Mai 1992 erteilte der Minister des Innern seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Karstädt mit Sitz in Karstädt. Die Bildung kam mit der Veröffentlichung der Bekanntmachung am 15. Juni 1992 zustande[5]. Zum Zeitpunkt der Gründung umfasste das Amt 13 Gemeinden des damaligen Kreises Perleberg (heute Landkreis Prignitz, Brandenburg), die späteren Ortsteile der neuen (Groß-)Gemeinde Karstädt.
Zum 31. Dezember 2001 schlossen sich zunächst Blüthen, Dallmin, Groß Warnow, Karstädt, Kribbe, Laaslich, Premslin und Reckenzin zu einer neuen Gemeinde Karstädt zusammen[6]. Zum 31. Dezember 2002 wurden die Gemeinden Garlin[7], Mankmuß[8] und Pröttlin[9] in die Gemeinde Karstädt eingegliedert. Zum 26. Oktober 2003 wurden schließlich noch Boberow und Nebelin nach Karstädt eingegliedert. Das Amt Karstädt wurde aufgelöst[10], die Gemeinde Karstädt amtsfrei. Letzter Amtsdirektor war Dieter Wetzel.
Karstädt wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt und ist ein altes Angerdorf. Der Ortsname geht zurück auf den Ritter Reinhold aus dem anhaltischen Adelsgeschlecht „von Karstede“, der sich hier niederließ. Bereits im 14. Jahrhundert hat es im Ort eine Kirche gegeben, die aufgrund von Platzmangel 1885 größtenteils abgerissen und an 1895 durch den bis heute erhaltenen Bau ersetzt wurde, der wiederum 1989 umfangreich saniert wurde. Postlin wurde 1974 nach Karstädt eingemeindet.
Eine Besiedlung der Region gab es bereits in der Jungsteinzeit, aus der Eisenzeit sind Urnen und Grabbeigaben gefunden worden. Vom 6. bis ins 12. Jahrhundert bestanden mehrere kleine slawische Siedlungen.
Glövzin wurde erstmals 1252 urkundlich erwähnt, die Ortsgründung erfolgte jedoch bereits um 1230 durch die Familie von Karstedt. Ab dem 14. Jahrhundert bestand die Bevölkerung Glövzins überwiegend aus Untertanen des Grundherren zu Stavenow und nur noch wenige Höfe im Ort gehörten der Familie von Karstedt. Diese gab im 16. Jahrhundert den Rittersitz in Glövzin auf, nachdem sie 1540 einen Gutshof in Kaltenhof errichtete, ein Ort der 1542 erstmals erwähnt wurde. Zu dieser Zeit existierten in Glövzin 17 Hufner, sechs Kossäten und ein Schneider. Der Pfarrhof war wüst, die Küsterei wurde erst 1558 wieder besetzt. Im Dreißigjährigem Krieg verlor der Ort fast alle seine Einwohner, noch 1686 wurden nur elf männliche Bewohner gezählt.
1742 erfuhr das Gutshaus in Kaltenhof eine Neugestaltung. 1791 lebten in Glövzin 240 und in Kaltenhof 43 Einwohner. Ein Großfeuer in Glövzin im Jahr 1809 zerstörte 15 Bauernhöfe. 1822 wurden die Chaussee und ab 1846 die Eisenbahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin erbaut. Ein durch Blitzschlag verursachter Brand vernichtete 1890 die Dorfkirche in Glövzin, bereits 1896 wurde der Neubau eingeweiht. Im 20. Jahrhundert entstanden viele große Bauernhäuser. Der elektrische Strom hielt 1921 Einzug. 1923 wurde Kaltenhof nach Glövzin eingemeindet. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kamen viele Flüchtlinge in die Region, 1946 zählte man 453 Einwohner. 1971 wurde Glövzin mit Kaltenhof nach Premslin eingemeindet.
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Blüthen | 31. Dezember 2001 | |
| Boberow | 26. Oktober 2003 | |
| Dallmin | 31. Dezember 2001 | |
| Dargardt | 1. Februar 1974 | Eingemeindung nach Garlin |
| Garlin | 31. Dezember 2002 | |
| Glövzin | 7. Mai 1971 | Eingemeindung nach Premslin |
| Groß Warnow | 31. Dezember 2001 | |
| Klein Warnow | 3. Juli 1972 | Eingemeindung nach Groß Warnow |
| Kribbe | 31. Dezember 2001 | |
| Laaslich | 31. Dezember 2001 | |
| Lenzersilge | 1. Januar 1973 | Eingemeindung nach Laaslich |
| Mankmuß | 31. Dezember 2002 | |
| Mesekow | 3. Juli 1972 | Eingemeindung nach Mankmuß |
| Nebelin | 26. Oktober 2003 | |
| Pinnow | 1. Februar 1974 | Eingemeindung nach Pröttlin |
| Postlin | 1. Februar 1974 | |
| Premslin | 31. Dezember 2001 | |
| Pröttlin | 31. Dezember 2002 | |
| Reckenzin | 31. Dezember 2001 | |
| Sargleben | 1. Februar 1974 | Eingemeindung nach Garlin |
| Seetz | 1. Februar 1974 | Eingemeindung nach Garlin |
| Streesow | 1. Oktober 1973 | Eingemeindung nach Reckenzin |
| Strehlen | 1. Januar 1973 | Eingemeindung nach Blüthen |
Der Rat der Gemeinde besteht aus 18 Ratsfrauen und Ratsherren und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
Udo Staeck wurde in einer Stichwahl am 16. November 2003 zum Bürgermeister gewählt.
Das Wappen wurde am 26. November 2003 genehmigt.
Blasonierung: „Gespalten und alles in verwechselten Farben: unter einem silbern-roten Schildhaupt, belegt mit einem durchgehenden Schragenkreuz, im rot-silbernen Schild auf der Spaltlinie ein gespaltener Hammer, beseitet rechts von einer Pflugschar und links von einer silbern gestulpten Mütze.“[11]
Die Flagge der Gemeinde Karstädt ist viergeteilt und trägt die Farben Rot - Weiß. In der Mitte befindet sich das Wappen der Gemeinde.
Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Rommerskirchen im Rhein-Kreis Neuss.
Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.
Durch die Gemeinde verlaufen die Bundesstraße 5 sowie die Bahnstrecke Hamburg−Berlin, welche in Karstädt einen Halt für Regionalzüge bietet. Das Teilstück Schwerin–Magdeburg der Bundesautobahn 14 wird künftig durch die Gemeinde führen. Geplant sind Anschlussstellen in Höhe Groß Warnow sowie Karstädt.
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