Die Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern wurde 1951 vom damaligen Bundesinnenminister Gustav Heinemann (damals CDU) als Kommission der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft eingeführt, um das Bundeskabinett in Fragen verheerender Folgen eines neuen Weltkrieges, sowie bei anderen länderübergreifenden Großschadenslagen zu warnen und zu beraten. Ihr Arbeitsgebiet sind allgemeine und spezielle Katastrophengefahren in Krieg und Frieden. Sie ist in § 19 Zivilschutzgesetz (ZSG) geregelt.
Es ist eine ungewöhnlich unabhängige Kommission: Sie wurde aus angesehenen Experten der Fachbereiche Naturwissenschaften, Technik, Medizin und Sozialwissenschaften berufen, ergänzt sich seither durch Kooptationen und wählt selber ihre Vorsitzenden. Sie bearbeitet innenministerielle Anfragen, schlägt eigene Forschungsprojekte vor, publiziert die Schriftenreihe Schriften der Schutzkommission[1] und erstellt in unregelmäßigen Abständen Gefahrenberichte (den ersten 1996; den zweiten 2001; den dritten 2006 und den Vierten Gefahrenbericht im Mai 2011). Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig,[2] ernannt bzw. berufen durch den Bundesinnenminister auf Vorschlag der Schutzkommission.[3]
Seit 2012 ist Rolf-Dieter Wilken Vorsitzender der Schutzkommssion, der seit 2002 Mitglied und seit 2009 Vorsitzender des Fachbereichs Natur- und Ingenieurswissenschaften ist.[4] Zuvor war seit 2010 Johann Wilhelm Weidringer der Vorsitzende. Der ehemalige Vorsitzende (1987–2003) und Ehrenvorsitzende (2003–2012), Arthur Scharmann, verstarb am 13. April 2012 im Alter von 84 Jahren.[5] Ehrenvorsitzender ist nunmehr Heinz Reichenbach.[3]
2006 lagen danach die sechs wichtigsten Lücken in folgenden Bereichen:
Zur Schließung dieser Lücken gibt die Schutzkommission ihre Vorstellungen und Empfehlungen:
Darüber hinaus: Weitere Empfehlungen sowie Hinweise auf Forschungsbedarf, der zum Schließen der identifizierten Lücken besteht, sind dem Bericht zu entnehmen.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Katastrophenforschung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |