Montag, 28. Mai 2012

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Kaufkraft (Währung)

Die Kaufkraft ist der Maßstab für den Wert des Geldes[1]. Die Kaufkraft des Geldes gibt an, welche Gütermenge mit einem bestimmten Geldbetrag gekauft werden kann. Die Preise der Güter verändern sich jedoch ständig. So wird z. B. Heizöl im Winter teurer, während z. B. Fahrräder im gleichen Zeitraum billiger werden (Preisbildung durch Angebot und Nachfrage). Die Kaufkraft des Geldes kann deshalb nur in Bezug auf bestimmte Güter gemessen werden. Dazu wird ein bestimmter repräsentativer Warenkorb zusammengestellt, der die typischen Güter enthält, die von einem Durchschnittshaushalt gekauft werden. Daraus wird ein sogenannter Preisindex für die Lebenshaltung ermittelt. Steigt (sinkt) der Preisindex, hat sich die Kaufkraft des Geldes in Bezug auf die Güter des Warenkorbes verringert (erhöht). Verliert die Währung im Inland an Kaufkraft, so spricht man von Inflation. Steigt die Kaufkraft einer Währung, so herrscht Deflation. Ein Konzept zum Vergleich der nationalen und internationalen Kaufkraft einer Währung ist die Kaufkraftparität.

Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man auch das verfügbare Einkommen einer Person oder Personengruppe als Kaufkraft, siehe Kaufkraft (Konsum).

Weblinks

Fußnoten

  1. Das Lexikon der Wirtschaft 2004: 108; Hrsg. Bundeszentrale für Politische Bildung
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