| Kernkraftwerk Emsland | ||
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| Kernkraftwerk Emsland | ||
| Lage | ||
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| Koordinaten | 52° 28′ 27,2″ N, 7° 19′ 4,3″ O52.4742305555567.3178583333333 Koordinaten: 52° 28′ 27,2″ N, 7° 19′ 4,3″ O |
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| Land: | Deutschland | |
| Daten | ||
| Eigentümer: | 87,5 % RWE 12,5 % E.ON | |
| Betreiber: | KKW Lippe-Ems | |
| Projektbeginn: | 1982 | |
| Kommerzieller Betrieb: | 20. Juni 1988 | |
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Aktive Reaktoren (Brutto): |
1 (1400 MW) | |
| Eingespeiste Energie im Jahre 2009: | 10'849.244 GWh | |
| Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: | 231'563.81 GWh | |
| Website: | Seite bei RWE | |
| Stand: | 31. Dezember 2009 | |
| Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation. | ||
Das Kernkraftwerk Emsland (KKE) befindet sich nahe Lingen im Landkreis Emsland, Niedersachsen.
Das Kraftwerk wurde als Ersatz für das 1977 stillgelegte Kernkraftwerk Lingen geplant und Anfang der 1980er Jahre gebaut. Der Reaktor wurde am 14. April 1988 zum ersten Mal kritisch und nahm am 20. Juni 1988 den kommerziellen Betrieb auf. Das Kraftwerk besitzt einen Druckwasserreaktor vom Typ Konvoi, der 4. Druckwasserreaktor-Generation in Deutschland. Im Reaktor befinden sich 193 Brennelemente mit einem Schwermetallgewicht von insgesamt 103 Tonnen. Das Kernkraftwerk Emsland hat eine elektrische Leistung von 1.400 MW (brutto). Abzüglich des Eigenbedarfes von 71 MW werden 1.329 MW in das Verbundnetz eingespeist.
Die endgültige Abschaltung des Kernkraftwerks Emsland ist für 2020 vorgesehen. Nördlich des Kraftwerks befinden sich das stillgelegte Kernkraftwerk Lingen und das Erdgaskraftwerk Emsland.
Im Dezember 2002 wurde auf dem Gelände des Kernkraftwerks das Standortzwischenlager Lingen (SZL) in Betrieb genommen. Dort werden die verbrauchten Brennelemente in Castor-Behältern zwischengelagert, bis diese in ein Endlager, das die Bundesregierung bis spätestens 2030 bereitstellen muss, gebracht werden können.[1] In diesem Zwischenlager befinden sich 130 Lagerplätze für Behälter mit einem Schwermetallgewicht von 1.250 Tonnen.[2] Das SZL hat zum Schutz vor äußerlichen Einwirkungen, wie Erdbeben, Explosionen oder Flugzeugabstürzen, ein 1,30 Meter dickes Betondach und 1,20 Meter dicke Betonwände.
Betriebsbedingt leiten Kernkraftwerke über Abluft und Abwasser geringe Mengen radioaktiver Stoffe ab (Emission). Das Atomgesetz verpflichtet die Aufsichtsbehörden unter anderem dazu, den Betrieb hinsichtlich der zugelassenen Grenzwerte zu überwachen. Eine entsprechende Übersicht auch für das KKE findet sich auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz.[3]
Am 24. Juli 2009 wurde durch eine Störung der Kategorie N (Normal) im Stufenschalter eines Maschinentransformators das Kraftwerk vom Netz getrennt und in der Folge eine Reaktorschnellabschaltung noch in der Nacht veranlasst.[4] Im Quartalsbericht 3/2009 des Bundesamtes für Strahlenschutz ist dieses Ereignis aufgelistet als "24.07.2009, KKE, Ausfall der Blockeinspeisung mit nachfolgender Reaktorschnellabschaltung über niedrigen Dampferzeugerfüllstand, 09/072, N, 0."[5] In der Systematik der internationalen Bewertungsskala hat der Zwischenfall unter der Betrachtung des dritten Aspekts, der Beeinträchtigung der Sicherheitsvorkehrungen, keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung.
Das Kernkraftwerk Emsland hat einen Kraftwerksblock:
| Reaktorblock[6] | Reaktortyp | Netto- leistung | Brutto- leistung | Baubeginn | Netzsyn- chronisation | Kommer- zieller Betrieb | Abschal- tung |
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| Emsland (KKE) | Druckwasserreaktor | 1329 MW | 1400 MW | 10.08.1982 | 19.04.1988 | 20.06.1988 | (bis 2022)[7] |
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