Montag, 28. Mai 2012

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Kernkraftwerk Oskarshamn

Kernkraftwerk Oskarshamn
Das Kernkraftwerk Oskarshamn
Das Kernkraftwerk Oskarshamn
Lage
Kernkraftwerk Oskarshamn (Schweden)
Kernkraftwerk Oskarshamn
Koordinaten 57° 24′ 56″ N, 16° 40′ 16″ O57.41555555555616.671111111111
Koordinaten:
57° 24′ 56″ N, 16° 40′ 16″ O
Land: Schweden
Daten
Eigentümer: OKG Aktiebolag
Betreiber: OKG Aktiebolag
Projektbeginn: 1965
Kommerzieller Betrieb: 6. Feb. 1972

Aktive Reaktoren (Brutto):

3  (2308 MW)
Eingespeiste Energie im Jahre 2006: 15.736 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: 389.797 GWh
Website: Homepage des Betreibers
Stand: 25. Juli 2007
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

f1

Das Kernkraftwerk Oskarshamn ist eines von vier (davon drei aktiven) Kernkraftwerken in Schweden.

Die Anlage befindet sich etwa 30 Kilometer nördlich von Oskarshamn direkt am Kalmarsund an der Ostseeküste und produziert mit den drei Reaktoren Oskarshamn 1, 2 und 3 etwa 10 Prozent des Stroms für Schweden. Alle drei Blöcke sind Siedewasserreaktoren.

Block 1 hat eine installierte Leistung von 487 MW, Block 2 verfügt über 627 MW. Block 3, der neueste Reaktorblock, verfügt über eine installierte Leistung von 1.194 MW und wurde 2008 auf 1.450 MW ausgebaut. Das Kernkraftwerk Oskarshamn ist damit eines der leistungsstärksten Kraftwerke im nordischen Raum.

Auf dem Gelände der Anlage liegt auch das zentrale Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente aus allen schwedischen Reaktoren CLAB.

Betreiber

Betreiber ist die Oskarshamnsverkets Kraftgrupp AB, kurz OKG, die seit 1993 zu Sydkraft gehört, die wiederum heute E.ON Sverige heißt. E.ON Sverige besitzt 54,5 Prozent und der andere Teilhaber Fortum 45,5 Prozent an der OKG.

Geschichte

Reaktor 1

Nachdem es im Kernkraftwerk Forsmark am 25. Juli 2006 zu einem schweren Zwischenfall kam, wurden als Konsequenz zwei baugleiche Blöcke (Block 1 und Block 2) in Oskarshamn vorläufig abgeschaltet.[1] Am 21. Dezember 2006 wurde das Konsortium AREVA NP, Siemens und Heitkamp mit der Modernisierung und Leistungserweiterung des 2. Reaktorblockes auf 845 MW beauftragt. Geplante Fertigstellung ist 2013.

Am 21. Mai 2008 wurde bei einer Kontrolle auf sprengstoffrelevante Chemikalien bei zwei Handwerkern das Vorhandensein von Triaceton-Tetraperoxid (TATP) angezeigt. Es könnte sich aber auch um Schmauchspuren eines Gewehres handeln. Das Kraftwerksgelände wurde daraufhin abgeriegelt. Die beiden Handwerker waren mit Servicearbeiten an dem abgeschalteten Block 2 zu Isolierarbeiten beschäftigt. Diese sind nicht Beschäftigte des Kraftwerkes, sondern eines Handwerkerunternehmens. Die Männer wurden daraufhin wegen Verdachts auf Sabotage vorläufig festgenommen. Die Polizei durchsuchte vom Abend an bis zum nächsten Tag die gesamte Anlage des Reaktors 2 mit Spürhunden, ohne dass weitere Spuren von Sprengstoffen gefunden wurden. Die Männer haben sich während ihrer Zeit im Kernkraftwerk frei über das Gelände bewegt und auch in sicherheitsrelevanten Räumen sowie in der Nähe des Reaktors aufgehalten. [2][3]

Am 23. Oktober 2011 ereignete sich ein Brand in der Turbinenhalle von Reaktor 2 aufgrund eines Öllecks[4], der allerdings schnell mit Handfeuerlöschern gelöscht werden konnte.[5]

Daten der Reaktorblöcke

Das Kernkraftwerk Oskarshamn hat insgesamt drei Blöcke:

Reaktorblock [6] Reaktortyp Netto- leistung Brutto- leistung Baubeginn Netzsyn- chronisation Kommer- zieller Betrieb Abschal- tung
Oskarshamn - 1 Siedewasserreaktor 473 MW 487 MW 01.08.1966 19.08.1971 06.02.1972
Oskarshamn - 2 Siedewasserreaktor 590 MW 623 MW 01.09.1969 02.10.1974 01.01.1975
Oskarshamn - 3 Siedewasserreaktor 1400 MW 1450 MW 01.05.1980 03.03.1985 15.08.1985

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Der Spiegel: Vier Atomkraftwerke nach schwerem Störfall abgeschaltet, 3. August 2006
  2. Weiter Verwirrung um AKW-Zwischenfall in Schweden
  3. Sprengstoff in schwedischem Atomkraftwerk gefunden
  4. morgenpost.de, abgerufen am 23. Oktober 2011
  5. bild.de, abgerufen am 23. Oktober 2011
  6. Power Reactor Information System der IAEA: „Sweden, Kingdom of Power Reactors“ (englisch)
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Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2012 um 11:22 Uhr geändert.

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