Klappscheinwerfer, auch Schlafaugen genannt, sind Scheinwerfer, die versenkt oder verdeckt sind, wenn sie ausgeschaltet sind.
Das erste in Serie hergestellte Automobil mit Klappscheinwerfen war der im Jahr 1935 vorgestellte Cord 810/812. Bei ihm wurden Scheinwerfer verwendet, die von Stinson Aircraft hergestellt wurden und ursprünglich als versenkbare Landescheinwerfer in Flugzeugen zum Einsatz kamen.
Limousinen mit Klappscheinwerfern auszustatten, wurde nur in den USA populär. Andernorts wurden typischerweise Sportwagen mit derartigen Scheinwerfern ausgestattet. Durch sie war es möglich, die Frontpartie so zu gestalten, dass sie aerodynamisch besonders günstig ist, solange die Scheinwerfer nicht benötigt werden - allerdings um den Preis umso schlechterer Windschlüpfigkeit, wenn die Scheinwerfer eingeschaltet sind.
Seit die Kriterien für den Fußgängerschutz strenger wurden und neuartige Beleuchtungstechniken kleinere Bauweisen von Scheinwerfern ermöglichten, montierten die Automobilhersteller immer häufiger normale Fahrzeugscheinwerfer. 2004 wurde die Produktion der letzten beiden Fahrzeuge mit Klappscheinwerfern, der Corvette C5 und des De Tomaso Guarà, eingestellt.
Es existieren verschiedene Grundprinzipien, nach denen Klappscheinwerfer in Automobilen umgesetzt sind:
In einigen Ländern ist es vorgeschrieben, bei Fahrzeugen mit Klappscheinwerfern zusätzlich noch ein weiteres Paar Scheinwerfer mitzuführen, da ansonsten beim Einsatz der Lichthupe im Notfall die Reaktionszeit mit 0,2–0,5 Sekunden zu lang wäre.
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