Kleines Arschloch ist neben Käpt’n Blaubär die bekannteste Comicfigur von Walter Moers. Es handelt sich dabei um einen kleinen, kurzsichtigen Jungen, der politisch unkorrekt seine Umwelt terrorisiert und „keinen Scherz auf Kosten von Ostdeutschen, Alten, Behinderten, Trinkern oder Homosexuellen auslässt“.[1]
Seinen ersten Buch-Auftritt hat Das kleine Arschloch in dem im Februar 1989 erschienenen Band Von ganzem Herzen! (ISBN 3-8218-1832-8) mit drei Kurzepisoden, wo neben dem Protagonisten auch seine Schwester und seine Eltern vorgestellt werden. Im September 1988 war schon ein Comic im Magazin Kowalski erschienen[2] (nach Aussage von Moers hat er seine Kunstfigur 1986 das erste Mal zu Papier gebracht[3]). 1990 erschien dann mit Kleines Arschloch (ISBN 3-8218-3000-X) der erste Band, der sich ausschließlich mit dem Thema beschäftigt. Dieser Band wurde mittlerweile in viele verschiedene Sprachen übersetzt (u. a. Englisch, Französisch, Spanisch).
Darüber hinaus erschienen folgende weitere Bände:
Einem Antrag des Landesamtes für Jugend und Soziales in Rheinland-Pfalz vom 7. April 1994 auf Indizierung des Comics wurde ebenso wie mehrere Folgeanträge von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften nicht entsprochen.[4]
1997 entstand der Zeichentrickfilm Kleines Arschloch auf Basis des Comics. 2006 folgte die Fortsetzung Das kleine Arschloch und der alte Sack – Sterben ist Scheiße.
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