Dienstag, 29. Mai 2012

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Kloster Weihenstephan

Kloster Weihenstephan, Kupferstich von Michael Wening in Topographia Bavariae, um 1700
Kloster Weihenstephan mit der Kapelle St. Korbinian am Südhang. Kupferstich von J. A. Zimmermann, 1767, Ausschnitt
Kloster Weihenstephan, Blick vom Domberg in Freising, 2007
Der Heiligen Leben Winterteil, Seite aus einer Handschrift aus dem Benediktinerstift Weihenstephan, vermutlich um 1475, Bayerische Staatsbibliothek, München

Das Kloster Weihenstephan ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner und früheres Säkularkanonikerstift im Bistum Freising in Freising in Bayern.

Geschichte

Das zuerst Sankt Veit, später Sankt Stephan und Sankt Michael geweihte Kloster wurde um das Jahr 830 durch den Freisinger Bischof Hitto von Freising auf dem „Weihenstephaner Berg“ gegründet.

Um 1020 lebten hier Säkularkanoniker („weltgeistliche Chorherren“); diese versetzte der Freisinger Bischof Egilbert von Moosburg in das um 833 gegründete, damals verödete Freisinger Kloster Sankt Veit und ersetzte sie durch Benediktinermönche aus dem Moosburger Kloster St. Kastulus.

Im Zuge der Säkularisation in Bayern wurde die Abtei 1803 aufgelöst; 1810 wurde die zur Pfarrkirche erhobene Abteikirche abgebrochen.

Gebäude und Stallungen, Felder und Wälder des säkularisierten Klosters wurden verkauft bzw. der im Herbst 1803 aus München übergesiedelten Forstschule und einem neu gegründeten „Musterlandwirtschaftsbetrieb“ übertragen. Mit der Verwaltung des ehemaligen Klostergutes wurde Max Schönleutner beauftragt, der an der forst- und landwirtschaftlichen Schule auch als Lehrer wirkte.

1807 musste der Betrieb beider Schulen eingestellt werden, da viele Schüler und Lehrer am Feldzug des mit Napoleon Bonaparte verbündeten Bayerns gegen Preußen und Russland teilnahmen, von dem nur wenige zurückkehren sollten.

1852 wurde die Landwirtschaftsschule erneut nach Weihenstephan verlegt und 1895 zur „Akademie für Landwirtschaft“ erhoben; diese war die Keimzelle der heutigen Einrichtungen der Technischen Universität München und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising.

Äbte[1]

1. Gerhardus (1021–1022) 2. Arnoldus (1022–1041) 3. Dietfriedus (1041–1047) 4. Heinricus I. (1047–1062) 5. Beringerus (1062–1064) 6. Hagano oder Hartwicus (1064–1080) 7. Heinricus II. (1080–1082) 8. Erchangerus (1082–1096) 9. Pabo (1096–1097 und 1099–1114), zwischenzeitlich: Erchangerus 10. Meginhardus I. (1116–1138) 11. Sigmarus (1138–1147) 12. Guntherus (1147–1156) 13. Rapoto (1156–1172) 14. Siboto (1172–1174) 15. Reginpoto (1174–1182) 16. Altunus (1182–1197) 17. Eberhardus (1197–1219) 18. Meginhardus II. (1219–1224) 19. Ulricus I. (1224–1226) 20. Ulricus II. (1226–1251) 21. Heinricus III. (1251–1254) 22. Ulricus III. (1254–1256) 23. Ludovicus (1256–1261) 24. Conradus I. (1261–1300) 25. Conradus II. (1300–1312) 26. Heinricus III. (1312–131?) 27. Walterus (131?–1319) 28. Conradus III. (1319–1328) 29. Conradus IV. (1328–1331) 30. Marcwardus (1331–1367) 31. Gallus (1367 bis um 1370) 32. Albertus (um 1370–1378) 33. Ulricus IV. Minebeck (1378) (–) Verwalter: Albertus (1378–1380) 34. Leonhardus I. (1380–1415) 35. Fridericus (1415–1416) 36. Eberhardus II. (1416–1448) 37. Johannes (1448–1481) 38. Leonhardus II. (1481–1484) 39. Christophorus I. (1484 bis um 1487; gest. 1507) 40. Wolfgang (um 1487–1495) 41. Antonius (1495–1508) 42. Benedictus I. (1508–1520) 43. Thomas (1520–1553) 44. Christophorus II. (1553–1563) 45. Kaspar Fras (1563–1576) 46. Paulus (1576–1579) 47. Benedictus II. (1579–1600) 48. Sixtus (1600–1618) 49. Christophorus (1618) 50. Georg Tanner (1618–nach 1645) 51. Romanus (1645–1649) 52. Gregorius (1649–1674) 53. Benediktus III. (1674–1705) 54. Ildefons Huber (1705–1749) 55. Michael Renz (1749–1761) 56. Innozenz Völkl (1761–1769) 57. Gerhard II. Bartl (1769–1803)

Einzelnachweise

  1. Äbteverzeichnis (bis 1767) laut: Monumenta Boica, Band 9 (1767), S. 347–350 Google Books. Abgerufen am 10. Mai 2011

Siehe auch

Literatur

Weblinks

48.39513888888911.728333333333
Koordinaten:
48° 23′ 43″ N, 11° 43′ 42″ O

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