Konstantin Novoselov, eigentlich Konstantin Sergejewitsch Nowosjolow (russisch Константин Сергеевич Новосёлов, wiss. Transliteration Konstantin Sergeevič Novosёlov; * 23. August 1974 in Nischni Tagil) ist ein russisch-britischer Physiker, der durch seine Untersuchungen an Graphen bekannt wurde. Im Jahre 2010 wurde ihm dafür zusammen mit Andre Geim der Nobelpreis für Physik zuerkannt.
Novoselov schloss 1997 sein Studium am Moskauer Institut für Physik und Technologie cum laude ab. Von 1997 bis 1999 forschte er am Institut für mikroelektronische Technologie in Tschernogolowka, von 1999 bis 2001 an der Radboud-Universität Nijmegen, die ihn 2004 zum Doktor promovierte. Seit 2001 arbeitet er an der University of Manchester. 2005 bis 2006 war er dort Leverhulme Research Fellow, seit 2007 ist er Royal Society Research Fellow und wird seit 2008 durch einen "Starting Grant" des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) gefördert[1].
Er war an der Entwicklung der ballistischen Hall-Magnetometrie beteiligt, die erstmals die Messung der Magnetisierung individueller Supraleiter im Submikrometerbereich ermöglichte.[2] Dies nutzte er, um die Bewegung magnetischer Domänengrenzen in ferromagnetischen Materialien aufzuzeigen.[3] Er war Mitentwickler von Gecko tape, das auf demselben Mechanismus beruht, der Geckos das Klettern auf glatten Oberflächen erlaubt.[4] Außerdem beschäftigt er sich mit zweidimensionalen Kristallen, deren bekanntestes Graphen ist.[5]
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