| Kraftwerk Scholven | |||
| Lage | |||
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| Koordinaten | 51° 36′ 10″ N, 7° 0′ 34″ O51.6027777777787.0094444444444 Koordinaten: 51° 36′ 10″ N, 7° 0′ 34″ O |
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| Land | Deutschland | ||
| Daten | |||
| Primärenergie | Fossile Energie | ||
| Brennstoff | Steinkohle | ||
| Leistung | 2126 Megawatt | ||
| Typ | Dampfkraftwerk | ||
| Eigentümer | E.ON Kraftwerke GmbH | ||
| Betreiber | E.ON Kraftwerke GmbH | ||
| Schornsteinhöhe | 302 m | ||
Das Kraftwerk Scholven ist ein Kraftwerk der E.ON Kraftwerke GmbH im Stadtteil Scholven der Stadt Gelsenkirchen. Es gilt mit einer installierten elektrischen Leistung von 2126 MW als eines der leistungsstärksten Steinkohlekraftwerke Europas. Zwei am Standort befindliche Kraftwerksblöcke wurden bis zu ihrer Stilllegung 2001 und 2003 mit Heizöl befeuert. Das Kraftwerk produziert jährlich 10,7 Millionen Tonnen CO2; dies entspricht 900 g CO2 pro erzeugter Kilowattstunde.
Die im Kraftwerk Scholven produzierte elektrische Energie deckt etwa drei Prozent des deutschen Bedarfes. Die Blöcke B–F, das Fernwärmekraftwerk Buer (FWK) und das Dampfwerk Scholven (DWS) liefern Dampf an benachbarte Chemiebetriebe und Fernwärme an einige umliegende Städte. Die bereitgestellte elektrische Energie wird in benachbarte Betriebe sowie ins Netz der RWE eingespeist.
Die 302 Meter hohen Schornsteine, welche zu den höchsten in Deutschland gehören, bilden zusammen mit den noch fünf existierenden Kühltürmen eine beeindruckende Industriekulisse. Daher wurde das Kraftwerksgelände und die benachbarte Halde Oberscholven Schauplatz im Tatort „Die Kugel im Leib“ von 1979.
Früher verfügte das Kraftwerk über insgesamt fünf Schornsteine, davon einer baugleich zum südlichen Schornstein; ein weiterer, von geringerer Höhe als die noch existierenden drei, war allein dem Block F zugeordnet. Diese wurden 1992/93 aufgrund der Umstrukturierung der Rauchgasentschwefelungsanlagen zurückgebaut und die Turmstümpfe, die auf aktuellen Luftbildern noch erkennbar sind, umgenutzt.
Die zwei nördlich stehenden Kühltürme wurden am 10. August 2008 gesprengt,[1] da sie nach der Außerdienststellung der ölgefeuerten Blöcke G und H nicht weiter genutzt werden konnten.
Das 67 m hohe und 43 m breite Kesselhaus im Block G wurde 17. Januar 2010 gesprengt.[2] Damit ist der Rückbau der Blöcke G und H weitgehend abgeschlossen.
Hervorgegangen ist das Kraftwerk aus einem Betrieb zur Deckung des Eigenbedarfes an Strom und Dampf der Zeche Scholven. Daraus entwickelte sich ein leistungsstarkes Großkraftwerk. In den Jahren 1968 bis 1971 gingen die nahezu baugleichen Steinkohlekraftwerk-Blöcke B–E in Betrieb, 1974 und 1975 folgten die baugleichen Ölkraftwerk-Blöcke G und H (50 % Anteil RWE Power), 1979 der Block F und Ende 1985 das Fernwärmekraftwerk Buer (FWK). Der Block G wurde im Sommer 2001, der Block H im Sommer 2003 endgültig stillgelegt. Der Rückbau der beiden Blöcke hatte Ende 2007 begonnen. Die Sprengung der beiden Kühltürme fand am 10. August 2008 um 12:17 Uhr statt.
| Brennstoff | Steinkohle |
| Dampfwerk Scholven: Heizöl EL | |
| Dampfwerk Zweckel: HSR, HS | |
| Nettoleistung | Block B − E je 345 MW |
| Block F 676 MW | |
| FWK 138 MW äquivalent | |
| Inbetriebnahme | Block B 1968 |
| Block C 1969 | |
| Block D 1970 | |
| Block E 1971 | |
| Block F 1979 | |
| DWS 1973 | |
| DWZ 1971 | |
| stillgelegte Blöcke, im Rückbau | |
| Brennstoff | Öl |
| Nettoleistung | Block G und H je 672 MW |
| Betriebszeit | Block G • 1974 − 2001 |
| Block H • 1975 − 2003 |
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