Montag, 28. Mai 2012

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Kraftwerk Wilhelmshaven (E.ON)

Kraftwerk Wilhelmshaven
Kohlekraftwerk Wilhelmshaven (E.ON)
Kohlekraftwerk Wilhelmshaven (E.ON)
Lage
Kraftwerk Wilhelmshaven (Niedersachsen)
Kraftwerk Wilhelmshaven
Koordinaten 53° 33′ 52,4″ N, 8° 8′ 47″ O53.5645498.146384
Koordinaten:
53° 33′ 52,4″ N, 8° 8′ 47″ O
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Gewässer Jadebusen
Daten
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Steinkohle
Leistung 756 Megawatt
Typ Dampfkraftwerk
Betreiber E.ON Kraftwerke GmbH
Betriebsaufnahme 1976
Turbine Dampfturbinen
Schornsteinhöhe 275 m

f2

Lage des Kraftwerks und des Neubaus

Das Kraftwerk Wilhelmshaven ist ein deutsches Steinkohlekraftwerk in Wilhelmshaven. Es liegt im Rüstersieler Groden direkt am Deich zum Jadefahrwasser südlich des neu entstehenden Kraftwerks der GDF Suez. Betreiber des Kraftwerks ist die E.ON Kraftwerke GmbH.

Bestehendes Kraftwerk

Das Kraftwerk hat eine elektrische Leistung von 756 Megawatt[1] und wurde Mitte der 1970er Jahre gebaut. Die Inbetriebnahme erfolgte 1976. Es deckt den Mittellast-Bedarf und hat eine Einsatzzeit von bis zu 6.000 Stunden jährlich. Im Kraftwerk werden täglich ca. 6.000 Tonnen Steinkohle benötigt. Das Kraftwerk ist versorgungstechnisch günstig gelegen, da im nahen Tidehafen des Jadebusens Schiffe mit einer Ladekapazität von bis zu 100.000 Tonnen Steinkohle anlegen können. Das Kraftwerk, welches über einen 275 Meter hohen Kamin verfügt, entschwefelte als erstes in der Bundesrepublik seine Rauchgase. Die Asche aus den Elektrofiltern und der Gips aus der Entschwefelung werden von der Bauindustrie zur Weiterverwendung übernommen. 1998 wurde durch den Einbau einer Zweigturbine eine Leistungssteigerung um 42 Megawatt erreicht und gleichzeitig, bei gleichem Brennstoffeinsatz, die CO2-Emissionen um jährlich 200.000 Tonnen reduziert. Im Jahr 2002 wurde die gesamte Regelung und Steuerung komplett erneuert, die nun einen vollautomatischen Betrieb ermöglicht. Mit der Inbetriebnahme einer Klärschlammmitverbrennungsanlage Ende 2004 zur Entsorgung der kommunalen Klärschlämme sowie dem Bau einer Anlage zur Mitverbrennung von Petrolkoks, wurden unter anderem zusätzlich Möglichkeiten geschaffen, die Ressource Steinkohle zu schonen.

  • Der Kamin des Kraftwerks aus der Luft (Mai 2012)

  • Anlage im Süden des Kraftwerksgeländes

  • Abwasser ins Jadefahrwasser

Erweiterung des Kraftwerks

Planungen von E.ON

Seit 2009 liefen Planungen der E.ON zu einem zweiten Kraftwerksblock, eine Erweiterung des Bestandskraftwerks um 550 Megawatt. Die Inbetriebnahme war für das Jahr 2015 vorgesehen. Eine Besonderheit des Neubaus war der geplante Wirkungsgrad, da mit diesem Kraftwerk zum ersten Mal ein Wirkungsgrad von über 50 % bei einem Steinkohlekraftwerk erreicht werden sollte. E.ON führte das Kraftwerksprojekt deshalb unter dem Namen „Kraftwerk 50plus“. Am 14. April 2010 teilte E.ON überraschend den Stopp der Planungen mit. Als Grund wurde angegeben, dass „die Technik und die Werkstoffe noch nicht den Ansprüchen genügen, ein solches Kraftwerk auch wirtschaftlich und sicher zu betreiben“.[2]

Kraftwerkneubau durch GDF Suez

Im September 2008 erfolgte in der Nachbarschaft des E.ON-Kraftwerks die Grundsteinlegung für den Neubau eines 800 Megawatt Kraftwerks der GDF Suez. Das Steinkohlekraftwerk soll 2012 in Betrieb gehen.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Kraftwerk Wilhelmshaven (E.ON) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Porträt Kraftwerk Wilhelmshaven, abgerufen am 30. Juli 2010
  2. E.ON stoppt Planungen für Kraftwerk 50plus, abgerufen am 30. Juli 2010
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