Der Kreis Templin war ein Landkreis im Bezirk Neubrandenburg der DDR. Von 1990 bis 1993 bestand er als Landkreis Templin im Land Brandenburg fort. Sein Gebiet liegt heute im Landkreis Uckermark in Brandenburg.
Bereits in der preußischen Provinz Brandenburg bestand im Regierungsbezirk Potsdam seit dem 19. Jahrhundert ein Landkreis Templin. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte dieser Landkreis zum Land Brandenburg, zunächst in der Sowjetischen Besatzungszone und seit 1949 in der DDR.
Bei einer ersten Kreisreform in der DDR wurde der Landkreis Templin 1950 um Gemeinden der Landkreise Angermünde und Neustrelitz vergrößert bei gleichzeitiger Abtretung von Gemeinden an den Landkreis Prenzlau.
Am 25. Juli 1952 kam es in der DDR zu einer weiteren Kreisreform, bei der unter anderem die Länder ihre Bedeutung verloren und neue Bezirke gegründet wurden. Mit dem Nachbarkreis Prenzlau fand ein Gebietsaustausch statt. Das neue Kreisgebiet bildete den Kreis Templin mit Sitz in Templin. Der Kreis wurde dem neuen Bezirk Neubrandenburg zugeordnet.[2]
Am 17. Mai 1990 wurde aus dem Kreis der Landkreis Templin.[3] Anlässlich der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten kam der Landkreis Templin zum wiedergegründeten Land Brandenburg. Er ging bei der Kreisreform, die am 6. Dezember 1993 in Kraft trat, im neuen Landkreis Uckermark auf.[2]
Der Kreis Templin lag in der Uckermark. Im Kreisgebiet lagen große Waldgebiete und viele der Uckermärkischen Seen. Die größten Orte des Kreises neben der Kreisstadt Templin waren die Stadt Lychen sowie die Gemeinden Boitzenburg, Gerswalde, Milmersdorf, Mittenwalde, Ringenwalde und Temmen.
Bedeutende Betriebe waren unter anderem
Über die Anschlussstelle Pfingstberg der Autobahn Berliner Ring–Stettin war der Kreis an das Autobahnnetz der DDR angeschlossen. Dem überregionalen Straßenverkehr diente außerdem die F 109 von Berlin nach Greifswald, die das Kreisgebiet durchquerte.
Das Kreisgebiet war durch die Nebenbahnen Löwenberg–Templin–Prenzlau und Eberswalde–Templin–Fürstenberg ins Eisenbahnnetz der DDR eingebunden. Beide Strecken bildeten das sogenannte „Templiner Kreuz“.
| Kreis Templin[1] | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1960 | 1971 | 1981 | 1989 | ||||
| Einwohner | 37.668 | 35.896 | 34.330 | 35.403 | ||||
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