| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 51° 52′ N, 13° 58′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberspreewald-Lausitz | |
| Höhe: | 52 m ü. NN | |
| Fläche: | 138,78 km² | |
| Einwohner: |
16.820 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 121 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 03222, 03205 (Zerkwitz) | |
| Vorwahlen: | 03542, 03541 (Bischdorf), 035456 (Hindenberg, Klein Radden) | |
| Kfz-Kennzeichen: | OSL | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 66 196 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchplatz 1 03222 Lübbenau/Spreewald | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Helmut Wenzel | |
| Lage der Stadt Lübbenau/Spreewald im Landkreis Oberspreewald-Lausitz | ||
Lübbenau/Spreewald (seit 1. Januar 1998, vorher nur Lübbenau[2][Anmerkung 1]), niedersorbisch Lubnjow, ist eine Stadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg, etwa 82 km südöstlich von Berlin. Lübbenau ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.
Lübbenau wird als Tor zum Spreewald bezeichnet.
Die Stadt Lübbenau besteht aus folgenden Ortsteilen (sorbische Bezeichnungen in Klammern):
Lübbenau wurde erstmals im Jahre 1315 in einer Verkaufsurkunde erwähnt, ist jedoch viel älter, was Funde aus dem 8./9. Jahrhundert unterhalb des Schlosses zeigen.
Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.
Am 26. Oktober 2003 wurden die Orte Bischdorf, Boblitz, Groß Beuchow, Groß-Klessow, Groß Lübbenau, Hindenberg, Kittlitz, Klein Radden, Leipe und Ragow eingemeindet.[3]
Von der Gründung des Deutschen Reiches bis zum Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Bevölkerungszahl Lübbenaus wenig. Die Stadt blieb hinter dem Brandenburger Durchschnitt zurück. Mit Ende des Krieges brachten die Flüchtlinge aus den Ostgebieten einen Bevölkerungsschub. Durch die starke Industrialisierung der Region nach dem Zweiten Weltkrieg, die insbesondere mit der Nutzung der heimischen Braunkohle verbunden war, stiegen die Zahlen der Einwohner bis zur Mitte der 1970er Jahre stetig an. Seitdem fällt die Einwohnerzahl kontinuierlich. Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass sie bis 2030 auf ca. 13.000 sinken wird. Das wäre ein Rückgang um 35 % seit 2000.
Der Rat der Stadt Lübbenau besteht aus 28 Stadtverordneten sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Der Rat setzt sich seit der Kommunalwahl 2008 wie folgt zusammen:
Das Wappen wurde am 13. September 2001 genehmigt.
Blasonierung: „In Blau ein schwimmender silberner Fisch zwischen drei (1:2 gestellten), sechsstrahligen, silbernen Sternen.“[4]
Die Wappensymbolik der Stadt Lübbenau/Spreewald in Form eines von drei Sternen umgebenen Fisches ist siegelmäßig seit dem 16. Jahrhundert durchgängig nachweisbar.
Das älteste Siegel (aus dem 16. Jahrhundert) ist in von Mülverstedts „Diplomatarium Ileburgense“ (Magdeburg 1877) zu finden. Es zeigt noch die von den früheren Stadtherren, „den Edlen Herren von Ileburg“, übernommenen Sterne in der ursprünglichen Anordnung, nämlich zwei über und einer unter dem Fisch. Demgegenüber ergab die langjährige Zugehörigkeit der Stadt zur Standesherrschaft Lübbenau als Besitztum der Grafen zu Lynar (von 1621 bis ins 19. Jahrhundert) keinen heraldischen Niederschlag auf das Stadtwappen. Auf anderen Siegeln (auch schon aus dem 16. Jh.) wird die heutige Stellung der Sterne überliefert.
Im Laufe der Zeit traten nur Veränderungen im Detail bei der Darstellung der Symbole auf: eine spitzere oder gedrungenere Form der drei Sterne sowie eine unterschiedliche Anzahl von Flossen des Fisches, weshalb dieser der Schmerle oder der Barbe zugeordnet wird.
Auf dem einzigen im Brandenburgischen Landeshauptarchiv vorhandenen Siegel (an einer Urkunde von 1726) wird der Fisch ohne Bauch- und Rückenflossen wiedergegeben. Auch bei der Tingierung (Farbgebung) lassen sich Abweichungen feststellen. So erscheinen im Standardwerk von Otto Hupp „Deutsche Ortswappen“ (Bremen ca. 1935) die Flossen des Fisches vergoldet. Und in Siemachers großem und allgemeinem Wappenbuch (Städtewappen Bd. II, Nürnberg 1885, S. 154/155) werden die Sterne in Gold beschrieben.
Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar neu gestaltet.
Lübbenau unterhält Städtepartnerschaften zu folgenden Orten:
In der Liste der Baudenkmale in Lübbenau/Spreewald stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmale.
Von der größten Hafenanlage im gesamten Spreewald (Großer Spreewaldhafen Lübbenau) aus kann der Besucher den Spreewald mit dem Kahn entdecken. Wer es etwas beschaulicher haben will, sollte sich zu den kleineren Häfen und Abfahrtstellen begeben. Dort warten die Kahnfährleute mit ihren original Spreewälder Holzkähnen. Die Holzkähne, aber auch die seit Anfang der 1970er Jahre gebauten Aluminiumkähne, sind sämtlich mit Tischen und Bänken für max. 20 Personen ausgestattet. Auch werden Kähne ohne Tische, nur mit Bänken ausgestattet. Viele Bootshäuser vermieten Kanus, Paddelboote und Canadier zum individuellen Entdecken und Erleben des Spreewaldes.[5]
Am ersten Juliwochenende findet das alljährliche Spreewald- und Schützenfest statt. Anfang August jeden Jahres ist die Hansewoche ein beliebter Veranstaltungshöhepunkt. Diese zieht mit dem Hafenfest, den Spreewälder Filmnächten und den Spreewälder Lichtnächten zahlreiche Besucher an. Kulinarisches rund um den Fisch ist Thema der Spreewälder Fischwochen im November. Im Jahre 2012 findet an zwei Tagen der 13. Brandenburg-Tag in Lübbenau statt.
Die Stadt Lübbenau/Spreewald hat seit 1998 die Berechtigung, in Verbindung mit dem Gemeindenamen die Bezeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ zu führen.
Lübbenau liegt an den Bahnstrecken Berlin–Cottbus und Lübbenau–Senftenberg. Neben Regional-Express- und Regionalbahn-Zügen halten hier auch EC/IC-Züge der Linie Oldenburg/Hamburg–Cottbus(–Krakau).
Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe des Autobahndreiecks Spreewald (A 13, A 15) mit einer nach ihr benannten Anschlussstelle an der A 13. Durch die Stadt führt die Bundesstraße 115.
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