Die Liechtensteinische Landespolizei ist ein uniformierter und bewaffneter Wachkörper im Fürstentum Liechtenstein.
Die Landespolizei untersteht dem Innenminister, die Leitung ist dem Polizeichef übertragen. Diesem sind ein Stabschef und die Stabsstellen Verkehrs- & Verwaltungsrecht, Medien & Ausbildung und Finanzen & Controlling sowie drei Abteilungen unterstellt. Die Landespolizei hat insgesamt 120 Mitarbeiter, wovon 83 Polizisten sind. Zusätzlich sind bei Bedarf mehrere Bereitschaftspolizisten abrufbar.
Die Abteilung Sicherheits- und Verkehrspolizei arbeitet im klassischen Bereich der uniformierten Polizeiarbeit. Sie ist etwa für die Beamtshandlung und Aufklärung von Einbrüchen, Diebstählen, Fällen von häuslicher Gewalt, Sachbeschädigungen oder Verkehrsunfällen zuständig. Zu ihren Aufgaben zählen auch die Überwachung von Grossereignissen, der Personenschutz sowie präventive Massnahmen der Kriminalitätsbekämpfung.[1] Sie ist gegliedert in die Abteilung Administration, die Bereitschaftspolizei und in die Kommissariate Sicherheit, Verkehr, Verkehrstechnik & Prävention sowie Planung & Intervention. [2]
Die Kriminalpolizei widmet sich hauptsächlich der Aufklärung von Verbrechen wie Körperverletzungen, Raub sowie Tötungs- und Suchtmitteldelikten. Ihr untersteht auch die Spurensicherung.[3] Die Kriminalpolizei unterteilt sich in eine Abteilung Administration und die Kommissariate Ermittlung, Fahndung, Wirtschaftskriminalität, Kriminaltechnik sowie Vorermittlung & Staatsschutz.[4] Sie nimmt damit auch staatspolizeiliche und geheimdienstliche Aufgaben wahr.
Der Abteilung Kommandodienste sind die Stabsstelle Systemorganisation & Qualität, die Einsatz- und Landesnotrufzentrale, die Informationstechnologie, die Logistik, die Zentrale Polizeiliche Dienste (Interpol) und die Bewachung des Landesgefängnisses zugeteilt.[5]
Die Uniformierung der Polizisten ähnelt jener der Schweizer Kantonspolizeien. Das Ärmelabzeichen besteht aus dem, mit einem Fürstenhut gekrönten, kleinen Wappen des Hauses Liechtenstein auf blauem Grund, das von zwei roten und goldenen Lorbeerzweigen umrahmt wird. Darüber steht der Schriftzug „Landespolizei“, darunter „Fürstentum Liechtenstein“. Die Landespolizei verfügt über Motorräder und Streifenwagen.[6]
Das Fürstentum Liechtenstein verfügt über keine eigenen Streitkräfte, die Grenzsicherung zum Nachbarstaat Österreich wird von der Schweizer Grenzwache übernommen. Mit dem Beitritt der Schweiz und Liechtensteins zum Schengenraum werden die Personenkontrollen an den Grenzübergängen zu Vorarlberg jedoch eingestellt werden.[7] Die innere Sicherheit obliegt hauptsächlich der Landespolizei, wobei Balzers, Eschen, Ruggell, Schaan, Triesen, Triesenberg und Vaduz auch Gemeindepolizisten beschäftigen. Diese sind der Landespolizei nicht nachgeordnet, sondern stellen eigenständige Wachkörper dar.
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