Das Landgericht Essen ist ein Landgericht in Essen, das mit etwa 300 Mitarbeitern für einen Landgerichtsbezirk mit knapp 1,4 Millionen Menschen zuständig ist.
Das Landgericht Essen liegt im Bezirk des Oberlandesgerichtes Hamm.
Für die zehn Amtsgerichte Bottrop, Dorsten, Essen, Essen-Borbeck, Essen-Steele, Gelsenkirchen, Gelsenkirchen-Buer, Gladbeck, Hattingen und Marl, sowie die sieben Bewährungshilfen Essen I, Essen II, Essen III, Gelsenkirchen-Buer, Gelsenkirchen, Gladbeck, Marl ist das Landgericht Essen zuständig.
Das ursprüngliche Landgericht wurde bereits 1884 errichtet. Zwischen 1908 und 1913 erfolgte unter der Bauleitung des Regierungsbaumeisters Georg Güldenpfennig der Bau des neuen Gebäudes an der Zweigertstraße 52. Der 1908 erstellte Entwurf stammte von Oberbaurat Thoemer. Das 140 Meter lange, neubarocke Bauwerk diente zuerst als Justiz- und Gefängnisgebäude und verursachte damals Baukosten in Höhe von rund vier Millionen Goldmark. Nach verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Gericht als Provisorium am 28. November 1945 durch die englische Militärregierung wiedereröffnet. Zwischen 1950 und 1956 baute man das Gebäude auf altem Grundriss nach Plänen des Regierungsbaumeisters a.D. Alfred Pegels mit einem Kostenaufwand von über fünf Millionen D-Mark wieder auf. Nur der Westflügel ist erweitert worden, so dass 60 neue Zimmer entstanden. Mitte der 1970er Jahre wurde ein weiterer Anbau für eine Kantine, eine interne Bücherei und 22 weitere Zimmer errichtet. Nachdem 1998 ein Strafrichter von einem Besucher in seinem Dienstzimmer erschossen worden war, wurde im Bereich des Haupteingangs eine Sicherheitsschleuse eingebaut, wodurch der Vorbau an der Längsseite des Gebäudes sein derzeitiges Aussehen erhielt.
Im Eingangsbereich des Gebäudes ist eine Dauerausstellung „Justiz im Nationalsozialismus“ eingerichtet worden.
51.436926.9985
Koordinaten: 51° 26′ 13″ N, 6° 59′ 55″ O
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