Dienstag, 29. Mai 2012

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Landkreis Elbe-Elster

Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Elbe-Elster Deutschlandkarte, Position des Landkreises Elbe-Elster hervorgehoben51.692513.235555555556
Koordinaten:
51° 42′ N, 13° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Herzberg (Elster)
Fläche: 1.889,34 km²
Einwohner:

111.975 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: EE
Kreisschlüssel: 12 0 62
DE425
Kreisgliederung: 33 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Ludwig-Jahn-Straße 2 04916 Herzberg (Elster)
Webpräsenz: www.landkreis-elbe-elster.de
Landrat: Christian Jaschinski (CDU)
Lage des Landkreises Elbe-Elster in Brandenburg
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Elbe-Elster ist ein Landkreis im Süden des Landes Brandenburg. Er markiert das Elbe-Elster-Land.

Geografie

Geografische Lage

Der Kreis liegt im Süden Brandenburgs. Neben dem Landkreis Prignitz ist er der einzige brandenburgische Kreis, der (mit der Stadt Mühlberg) an der Elbe liegt. Die beiden anderen namensgebenden Flüsse sind Schwarze Elster, die durch den Süden und Westen des Landkreises fließt, und die Kleine Elster, die den Landkreis von Nordost nach Südwest mittig durchquert.

Nachbarkreise sind im Nordwesten der sachsen-anhaltische Landkreis Wittenberg, im Norden die Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald, im Osten der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, im Süden der sächsische Landkreis Meißen und im Westen der Landkreis Nordsachsen.

Die Gesamtfläche des Kreisgebietes beträgt 1 889 km², davon werden 972 km² landwirtschaftlich, 673 km² waldwirtschaftlich, und 66 km² als Gebäude- und Freifläche genutzt. (mit Stand vom 31. Dezember 2005) Die geographische Mitte des Landkreises liegt nördlich von Tröbitz, wurde 2011 bestimmt und mit einer Säule nahe der Mitte bei 51°36'51,0" N – 13°25'32,6" O markiert.[2]

Städte und Gemeinden des Landkreises

→ Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Elbe-Elster

Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis noch 33 Gemeinden, darunter elf Städte. In Klammern die Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2010[3]

Städte ¹ amtsangehörige Städte

  1. Bad Liebenwerda (9973)
  2. Doberlug-Kirchhain (9083)
  3. Elsterwerda (8694)
  4. Falkenberg/Elster (7098)
  5. Finsterwalde (17.407)
  6. Herzberg (Elster) (9982)
  7. Mühlberg/Elbe (4244)
  8. Schlieben (2665) ¹
  9. Schönewalde (3307)
  10. Sonnewalde (3452)
  11. Uebigau-Wahrenbrück (5769)

Amtsfreie Gemeinde

  1. Röderland (4358)
Municipalities in EE.png
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Ämter und zugehörige Gemeinden

  1. Elsterland (5081)
    1. Heideland (560)
    2. Rückersdorf (1613)
    3. Schilda (490)
    4. Schönborn (1647)
    5. Tröbitz (771)
  2. Kleine Elster (Niederlausitz) (6119)
    1. Crinitz (1295)
    2. Lichterfeld-Schacksdorf (1101)
    3. Massen-Niederlausitz (2093)
    4. Sallgast (1630)

3. Plessa (6671)

  1. Gorden-Staupitz (1059)
  2. Hohenleipisch (2171)
  3. Plessa (2887)
  4. Schraden (554)

4. Schlieben (5779)

  1. Fichtwald (675)
  2. Hohenbucko (686)
  3. Kremitzaue (921)
  4. Lebusa (832)
  5. Schlieben, Stadt (2665)

5. Schradenland (4958)

  1. Gröden (1529)
  2. Großthiemig (1158)
  3. Hirschfeld (1367)
  4. Merzdorf (904)

Geschichte

Kreisgeschichte

→ Siehe auch: Elbe-Elster-Land

Der Landkreis Elbe-Elster entstand am 6. Dezember 1993 im Zuge der Kreisreform in Brandenburg aus den ehemaligen (Land)-Kreisen Finsterwalde, Bad Liebenwerda und Herzberg, ohne die Gemeinde Schöna-Kolpien des Amtes Dahme/Mark.

Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt[4].

Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Elbe-Elster (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992 Gebietsstand 5. Dezember 1993).[5]

Jahr Einwohner
1990 142.679
1991 139.850
1992 139.065
1993 139.058
1994 137.947
1995 136.889
1996 136.286
1997 135.624
Jahr Einwohner
1998 134.684
1999 132.873
2000 131.161
2001 129.066
2002 127.159
2003 125.526
2004 124.041
2005 122.031
Jahr Einwohner
2006 119.773
2007 117.522
2008 115.560
2009 113.586
2010 111.975
2011
2012
2013
  • Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875

  • Prognose der Bevölkerungsentwicklung

Politik

Landräte

Kreistag

Die 50 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl vom 28. September 2008 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen:

Partei/Gruppierung
Sitze
CDU
14
SPD
10
Die Linke
10
Landwirtschaft, Umwelt, Natur (LUN)
5
FDP
3
DVU
3
Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen / 50Plus (BVB/50Plus)
2
UWG
1
Bündnis 90/Grüne
1
Bürger für Finsterwalde
1

Im Kreistag haben sich folgende Fraktionen gebildet: CDU (14 Mitglieder), SPD/Grüne/Bü90 (11 Mitglieder), Die Linke (10 Mitglieder), WG LUN/BVB/50Plus (7 Mitglieder), FDP/UWG E-E/BfF (5 Mitglieder). Es gibt drei Fraktionslose der DVU.

Die Fraktionen von CDU, SPD/Grüne/Bü90 und FDP/UWG E-E/BfF bilden eine Koalition. Diese umfasst 30 der 50 Sitze.

Wappen

Wappen des Landkreises Elbe-Elster

Dem Landkreis Elbe-Elster ist am 24. April 1995 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.

Blasonierung: „Im gevierteilten Schild oben vorn neunmal von Gold und Schwarz geteilt, hinten in Silber ein goldbewehrter rückschauender roter Stier; unten vorn in Gold ein rotbewehrter und rotgezungter, aufgerichteter schwarzer Löwe, hinten neunmal von Rot und Silber geteilt.“[6]

Bei dem goldbewehrten rückschauenden roten Stier handelt es sich um den niederlausitzischen Stier (auch Luckauer Stier). Beim rotbewehrten und rotgezungten, aufgerichteten schwarzen Löwen um den meißnischen Löwen. Beide gehen gemeinsam in dieselbe Richtung, wachsam nach allen Seiten. Die schwarzen und goldenen Streifen gehen zurück auf das Herzogtum Sachsen-Wittenberg des späten 12. Jahrhunderts. Die roten und silbernen Streifen stehen für das brandenburgische Wappen, da 1815 die sächsischen Ämter Doberlug und Finsterwalde, sowie die Standesherrschaft Sonnewalde, welche unter sächsischer Lehnshoheit stand, 1815 der Provinz Brandenburg in den Kreis Luckau zur Niederlausitz, welcher sie bis in das 15. Jahrhundert bereits angehörten, zugegliedert wurden.

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Elbe-Elster.

Dienstsiegel

„Das Dienstsiegel enthält das Wappen des Landkreises Elbe-Elster und führt oberhalb des Wappens in Großbuchstaben die Umschrift: LANDKREIS Elbe-Elster.“
(§ 2 Abs. 1 der Hauptsatzung) [7]

Flagge

„Der Landkreis führt eine von Schwarz und Gold geteilte Flagge. Die Farben der Flagge sind aus den sächsischen des Wappens abgeleitet. Die Flagge ist sowohl bei senkrechter wie waagerechter Aufhängung senkrecht geteilt und trägt das Wappen so, dass die Spaltlinie des Schildes auf die Farbtrennungslinie zu liegen kommt.“
(§ 2 Abs. 3 der Hauptsatzung) [7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Feste und Veranstaltungen

Museen

Geschichtsdenkmale

Literatur

  •  Autorenkollektiv des MUG Brandenburg e.V.: Heimatbuch Landkreis Elbe-Elster. Herzberg 1996.
  •  Denkmale in Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster. 7.1.
  •  Renate Völker, Anja Schmidke, Druck- und Verlagshaus Delitzsch GmbH (Hrsg.): Entdeckungen im Landkreis Elbe-Elster. Delitzsch 1995.
  •  Manfred Woitzik, Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster (Hrsg.): „Wer zuerst kommt - mahlt zuerst“ eine Kulturgeschichte der Mühlen im Landkreis Elbe-Elster. Herzberg.
  • Andreas Pöschl (Hrsg.): Kohle, Wind und Wasser. Ein energiehistorischer Streifzug durch das Elbe-Elsterland. Hrsg. v. Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster. Herzberg/Elster 2001. ISBN 3-00-008956-X
  •  Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster, Kreismuseum Bad Liebenwerda, Sparkasse Elbe-Elster (Hrsg.): Orgellandschaft Elbe-Elster. Herzberg/Elster 2005.
  •  Sven Gückel, KDI Euroverlag (Hrsg.): Im Elbe-Elster Land - In Elbe-Elster Country. Cottbus 2005. (deutsch/ englisch)
  • „Baudenkmale des Landkreises Elbe-Elster“ (Blattsammlung denkmalgeschützter Bauten des Landkreises Elbe-Elster)
  •  Juliane Stückrad: Ich schimpfe nicht, ich sage nur die Wahrheit. - Eine Ethnographie des Unmuts am Beispiel der Bewohner des Elbe-Elster-Kreises (Brandenburg). Ludwig, 2011, ISBN 9783869350462.

Periodika

  • „Heimatkalender für den Kreis Bad Liebenwerda.“ (für den Altkreis Bad Liebenwerda, das Mückenberger Ländchen, Ortrand am Schraden und Uebigau-Falkenberg)-Erscheinungsweise: jährlich
  • „Die Schwarze Elster.“ (heimatkundliche Schriftenreihe für den Altkreis Bad Liebenwerda)
  • „Heimatkalender Herzberg“ (Region Herzberg)-Erscheinungsweise: jährlich
  • „Finsterwalder Heimatkalender“-Erscheinungsweise: jährlich
  • „Der Bomätscher“ (Heimatkundliche Schrift der Stadt Mühlberg/Elbe)-Erscheinungsweise: quartalsweise
  • „Der Speicher“ (Jahresschrift des Kreismuseums Finsterwalde)
  • „EE-Grafik“ (Kunstmappe mit Grafiken ansässiger Künstler)-Erscheinungsweise: jährlich

Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. Elbe-Elster balanciert auf einer Einwegspritze. Lausitzer Rundschau, abgerufen am 5.September 2011. 
  3. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010.
  4. Landkreis Elbe-Elster auf "Orte der Vielfalt"
  5. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  7. ab Hauptsatzung für den Landkreis Elbe-Elster vom 7. Februar 2006

Weblinks

 Commons: Landkreis Elbe-Elster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 21. Mai 2012 um 20:15 Uhr geändert.

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